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AOK Hessen mit gutem Jahresergebnis 2008

Chef der Gesundheitskasse warnt dennoch vor „schwierigen Zeiten“

26.06.2009

Bad Homburg / Fulda. Die AOK Hessen schließt das Geschäftsjahr 2008 bei einem Gesamthaushaltsvolumen von rund 4 Mrd. Euro mit einem Überschuss von 45,2 Millionen Euro ab. Der AOK-Verwaltungsrat hat heute in Fulda die Jahresrechnung für das vergangene Jahr abgenommen und dabei den Kurs des Unternehmens ausdrücklich bestätigt. „Stabilität, Seriosität und Verlässlichkeit kennzeichnen die Finanzpolitik der hessischen AOK schon seit Jahren. Das zahlt sich besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen aus“, so die alternierenden Vorsitzenden des Verwaltungsrates Dr. Werner Scherer und Herbert Schneider.

Das Plus ist vor allem auf konsequentes Mitglieder- und Leistungsmanagement, kundennahe Produkte sowie einen ausgezeichneten Service zurückzuführen. So bewertete bereits 2007 die Stiftung Warentest den Service der AOK Hessen mit „gut“ und auch 2009 gehört sie wieder zu „Deutschlands kunden-orientiertesten Dienstleistern“ und „Deutschlands Kundenchampions“.

Doch trotz der guten Zahlen bleiben die finanziellen Spielräume eng und das vor allem aus zwei Gründen. Erstens hält die Ausgabendynamik im Gesundheitswesen an. So stiegen bei der AOK Hessen die Leistungsausgaben insgesamt um 3,8% je Mitglied – und das bei einer deutlich schwächer steigenden Grundlohnsumme. Diese stieg als Grundlage der Beitragsbemessung im Vergleich zu 2007 lediglich um 1,3% je Mitglied.

Mit dieser Entwicklung liegt die hessische AOK im Trend der gesamten Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Zweitens: Die Rezession wird auch vor dem Krankenversicherungsmarkt nicht Halt machen. So gehen aktuelle Prognosen von einem Fehlbetrag des Gesundheitsfonds für die gesamte GKV in 2009 von 2,9 Mrd. Euro aus. „Die Finanzsituation in der gesetzlichen Krankenversicherung wird insgesamt eher schwieriger werden“, prognostiziert deshalb auch der Vorstandsvorsitzende der AOK Hessen, Fritz Müller. „Und damit wird der Wettbewerbsdruck in der GKV steigen.“ Zwar werden die prognostizierten Mindereinnahmen zunächst über Liquiditätskredite des Bundes ausgeglichen, aber diese müssen bis Ende 2011 zurückgezahlt werden. „Seriöses Wirtschaften ist deshalb wichtiger als je zuvor“, sind sich Verwaltungsrat und Vorstand der AOK Hessen einig.

Ebenso in der Einschätzung, dass die Gesundheitskasse auch unter schwierigen Bedingungen gute Chancen hat, im Krankenversicherungswettbewerb die Nummer 1 in Hessen zu bleiben und diese Position sogar noch ausbauen zu können.

Pressekontakt

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung
Stephan Gill - 06172/272-144 oder Stephan.Gill@he.aok.de