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Abschied und Neubeginn: Wechsel im Amt des Vorstandsvorsitzenden

17.12.2015

Ganz sicher keine Unglückszahl: 13 Jahre lang führte Fritz Müller die AOK Hessen als Vorstandsvorsitzender. Im Unternehmen beschäftigt ist er bereits seit einem halben Jahrhundert. 1965, bei Müllers Eintritt in die AOK, war Ludwig Erhardt Bundeskanzler. Zum Ende des Jahres geht der 67-jährige Mittelhesse nun in den Ruhestand. Das neue Vorstandsteam wird ab Januar von Detlef Lamm aus dem nordhessischen Twistetal angeführt. Sein Stellvertreter wird Dr. Michael Karner, Bevollmächtigte des Vorstandes wird Dr. Isabella Erb-Herrmann (beide Frankfurt) sein.

Auf der Verwaltungsratssitzung der AOK Hessen, die am 16. und 17. Dezember in Wetzlar stattfand, wurde Müller von rund 200 Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft herzlich verabschiedet. Eigens angereist war Hessens Sozialminister Stefan Grüttner. „Fritz Müller hat für die AOK in Hessen viel geleistet. Neben einer soliden Finanzpolitik hat er auch für eine umfassende Serviceorientierung des Marktführers Sorge getragen. Sein breites bürgerschaftliches Engagement verdient Dank und Anerkennung. Die Mitwirkung in verschiedenen Gremien hatte stets das Ziel, das Leben der Menschen in Hessen aktiv zu verbessern“, so Grüttner.

Bilderbuch-Karriere

Nach seiner Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten und ersten beruflichen Stationen in der Kundenberatung absolvierte Fritz Müller 1973 die Prüfung zum Diplom-Verwaltungswirt und leitete anschließend die Finanz- und Vertragsabteilung der AOK Wetzlar. 1991 leistete er Aufbauarbeit in der AOK Nordthüringen, 1993 wurde er Mitglied der Geschäftsführung der neu gegründeten AOK Hessen und drei Jahre später schließlich Mitglied des Vorstandes. Seit Februar 2002 ist Fritz Müller Vorstandsvorsitzender. Er ist zudem Mitglied des Erweiterten Vorstandes des AOK-Bundesverbandes und Mitglied des Vorstandes des WIdO (Wissenschaftliches Institut der AOK). Außerdem ist er Mitglied im Beirat der Willy Robert Pitzer Stiftung, im Kuratorium Studium plus der TH Mittelhessen und im Kuratorium Hospiz Mittelhessen.

Ehrennadel in Gold

Für seine Lebensleistung erhielt Fritz Müller die höchste Auszeichnung - das Ehrenzeichen der AOK Hessen in Gold. Brigitte Baki und Dr. Stefan Hoehl, die Verwaltungsratsvorsitzenden der AOK Hessen, stellten dabei ganz besonders Müllers Verdienste um die finanzielle Solidität und die Gestaltungskraft der Gesundheitskasse heraus. Geehrt wurde Fritz Müller darüber hinaus vom AOK-Bundesverband. Dessen Aufsichtsratsvorsitzender für die Arbeitgeberseite, Dr. Volker Hansen, verlieh ihm die Ehrennadel des Verbandes in Gold. Fritz Müller selber nutzte seine Abschiedsrede vor allem, um seinen vielen Wegbegleitern zu danken. Und mit „ein bisschen Stolz“ konnte er auf seine AOK zurückblicken. Sein Fazit: „Gemeinsam haben wir die AOK Hessen von einer Behörde zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen entwickelt, das auf soliden Füßen steht. Ich bin überzeugt davon, dass es mit dem neuen Vorstandsteam erfolgreich weitergeht und wünsche meinem Nachfolger Detlef Lamm sowie Herrn Dr. Karner und Frau Dr. Erb-Herrmann alles erdenklich Gute.“