Erfolgskonzept Gesundheitskiosk bald bundesweit

Seit 2017 bieten Gesundheitskioske sozial benachteiligten Menschen einen Weg zu besserer Gesundheitsversorgung. Dabei wurden sie von Anfang an durch die AOK Rheinland/Hamburg unterstützt. Nachdem in den vergangenen fünf Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht wurden, sollen die Einrichtungen jetzt deutschlandweit etabliert werden.

Das Programm AOK-Curaplan setzt auf regelmäßige, ärztliche Beratung.© iStock / FatCamera

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach steht hinter Gesundheitskiosken

Der Hamburger Gesundheitskiosk Billstedt/Horn war 2017 als Pilotprojekt das erste Versorgungsangebot dieser Art. Die AOK Rheinland/Hamburg war unter den ersten Krankenkassen, die das Projekt mit förderten. Seitdem haben sich die Einrichtungen als effektive Möglichkeit erwiesen, Menschen in schwierigen Lebensumständen eine niedrigschwellige Gesundheitsberatung- und versorgung zu bieten. Allein in Hamburg gibt es mittlerweile drei Standorte in Billstedt, Horn und Mümmelmannsberg. Weitere drei Standorte wurden im Rheinland umgesetzt.

Dieser Erfolg führt nun zur Ausweitung des Projekts: Mitte des Jahres wurden die Gesundheitskioske auf Empfehlung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) in die Regelversorgung aufgenommen. Am 31.08. präsentierte Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach Pläne für 1.000 Gesundheitskioske in der ganzen Bundesrepublik.

Die AOK Rheinland/Hamburg, die das Projekt von Beginn an fortlaufend unterstützt und mit Kooperationspartnern bereits mehrere Gesundheitskioske in sozialen Brennpunkten an Rhein und Ruhr eingerichtet hat, begrüßt diese Entscheidung. Es sei "der richtige Schritt auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung, eine flächendeckende Unterstützungsstruktur zu etablieren, die die Bedürfnisse insbesondere derjenigen Menschen in den Blick nimmt, die oft zu wenig Gehör finden", sagt Matthias Mohrmann, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg.

Finanzierung der Gesundheitskioske sachgemäß ausgestalten

Wie die Erfahrungen der letzten fünf Jahre gezeigt haben, dreht sich die Beratung in den Gesundheitskiosken nicht ausschließlich um Themen der Gesundheitsversorgung. So ist in den bestehenden Einrichtungen die Vermittlung von Informationen zu Sozialleistungen und kommunalen Angeboten konzeptioneller Bestandteil und wird alltäglich umgesetzt. Daher fordert die AOK Rheinland/Hamburg auch einen deutlich höheren Finanzierungsanteil der Kommunen

Bei der Etablierung von 1.000 neuen Gesundheitskiosken in ganz Deutschland muss aus Sicht der AOK beachtet werden, dass das Projekt ursprünglich speziell auf Menschen in sozioökonomisch benachteiligten Sozialräumen ausgerichtet war, und nicht unverändert auf andere Regionen übertragen werden sollte.

Wie niedrigschwellige Beratungs- und Versorgungsangebote in verschiedenen Umgebungen umgesetzt werden können, zeigen die verschiedenen, von der AOK Rheinland/Hamburg unterstützten Projekte die seit 2017 etabliert wurden.

Aktualisiert: 02.09.2022

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