AOK PLUS-Versichertenälteste on Tour

Versichertenälteste sind Kümmerer. Sie fragen im Zweifelsfall nicht als Erstes, ob ein Rat- und Hilfesuchender bei der AOK PLUS versichert ist, sondern schauen nach einem individuellen Weg, um ans jeweilige Gesundheits-Ziel zu kommen.

29.06.2022Autor/in: Hannelore StrobelRubrik: Allgemein, Versorgung und Innovation 0

Das Wissen, das sie dafür brauchen, erhalten die Ehrenamtler in Schulungen und bei Besuchen von Gesundheitseinrichtungen – kürzlich im Küchwaldklinikum Chemnitz.

Ein Gigant im Osten

Das städtische Klinikum Chemnitz ist – wer hätte das gedacht – das größte Krankenhaus in Ostdeutschland. Als Maximalversorger sichert das Haus mit rund 7.000 Mitarbeitern die medizinische Versorgung in der Region Südwestsachsen. Damit ist das Klinikum übrigens nach dem VW-Werk in Zwickau der zweitgrößte Arbeitgeber der Region. An drei Standorten in Chemnitz verfügt es über 1.785 Betten und 100 tagesklinische Plätze. Im Jahr 2020 wurden hier insgesamt rund 62.000 Patienten vollstationär und teilstationär sowie etwa 80.000 ambulant behandelt.

Modernste Versorgung mit Tradition

Über Geschichte, Gegenwart und Strukturentwicklungsstrategie des städtischen Konzerns informierte der gerade frisch vom Aufsichtsrat berufene medizinische Geschäftsführer, Professor Dr. med. Ralf Steinmeier zu Beginn des Tages die AOK PLUS-Versichertenältesten.

Da zeigt ein Aufriss des Krankenhausgeländes von 1913 einerseits die Schönheit der Anlage, die Professor Steinmeier mit Versailles vergleicht. Andererseits ist der Geschäftsführer stolz auf diverse Neuerungen: sein Klinikum hat als erstes in Deutschland ein chirurgisches Robotersystem installiert, mit dem in der Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie in der Thorax- und Gefäß-Chirurgie bereits operiert wird. Die Intensivstation N031 ist seit Anfang Juni 2022 Pilotstation im Haus für die Einführung der elektronischen Patientenakte. Und der Modellstudiengang Humanmedizin ist am Medizincampus Chemnitz im Herbst 2021 ins zweite Jahr gestartet. Drei Argumente von vielen, die dafür sprechen, dass sich das Küchwaldklinikum keinesfalls hinter den Universitätskliniken in Dresden, Leipzig oder Jena verstecken müsse, meint Steinmeier.

Hochmoderne Krebsbehandlung – unterstützt von der AOK PLUS

Bei der Führung durchs Onkologische Zentrum im Haus 10 mit Henriette Auerswald, der Administratorin des Netzwerkes, erhalten die Besucher Einblicke in Versorgungsabläufe, Forschungsbeteiligungen sowie Funktionalitäten und Finanzierungsmodalitäten für hochmoderne Untersuchungs- und Behandlungstechnik. An passender Stelle gibt es ein Kompliment des Chefradiologen Dr. Gunter Klautke an Markus Klaus, den mitgereisten Geschäftsbereichsleiter der AOK PLUS für stationäre Versorgung. in der letzten Verhandlungsrunde zum Preis für Behandlungen mit dem allerneuesten Gerät zur gezielten Bestrahlung auch millimeterkleiner Tumore sei man doch schließlich zu einem Ergebnis gekommen, mit dem beide Seiten leben können.

Empathie als Gemeinsamkeit

Genau das – die Interessen des jeweils Anderen mitdenken – ist es, was die Versichertenältesten aus ihrer ehrenamtlichen Arbeit kennen: sie repräsentieren an ihrem Wohnort jeweils sehr nahbar die größte Krankenkasse in Sachsen und Thüringen und wollen gleichzeitig dem Nachbarn, der Sportfreundin, dem Vereinskollegen helfen, sein individuelles Anliegen an die AOK PLUS zu klären.

Herausforderung Entlassmanagement – emotional diskutiert

Ein Wunschthema der Besuchergruppe wird in der letzten Stunde der Exkursion diskutiert. Mit der Abteilungsleiterin des zentralen Sozialdienstes geht es ums Entlassmanagement im Krankenhaus. Da zwei ehemalige Krankenschwestern unter den Versichertenältesten sind und fast jeder in der Runde schon mal selbst aus dem Krankenhaus entlassen wurde oder einen Angehörigen hat, dem das passiert ist, kann hier jeder sehr persönliche Erfahrungen einbringen. Versachlicht wird die teils hochemotionale Diskussion dann durch Erfahrungsberichte der Expertin des Klinikums. Die erzählt davon, dass oft die Hälfte der täglichen Arbeitszeit aller ihrer 25 Mitarbeiterinnen dafür draufgeht, für Patientinnen oder Patienten einen Pflegeheimplatz zu finden. Dass sie nur allzu oft mit Angehörigen diskutieren muss, die ihre alten Eltern direkt vom Krankenhaus ins Pflegeheim transportieren lassen möchten, weil sie sich „keinesfalls aus der Ferne des Wohnortes in Berlin oder Frankfurt um sie kümmern können“. Dass sie krebskranken Patienten klarmachen muss, dass auch deren Kinder Hilfe brauchen. Und dass sie Ärzten und Krankenschwestern oft selbst erst Unterstützung beim Entlassmanagement anbieten „oder sogar aufdrängen muss“.

Am Ende: Respekt und Dank

„Ein Besuch mit tausend Informationen und neuen Eindrücken,“ sagt Gisela Mende, die Sprecherin der Versichertenältesten aus Sachsen zum Abschluss und bittet alle Klinikumsmitarbeiter, die den Gästen an diesem Tag ihre Zeit gewidmet, spannende Einblicke gewährt und Fragen beantwortet haben, den im Krankenhaus Chemnitz Beschäftigten den herzlichen Dank und die Hochachtung der AOK PLUS für ihre Arbeit zu übermitteln.

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