Mit dem Rad zur Arbeit: Kusch dich, du Schweinehund!

Franziska Märtig arbeitet erst seit August für die AOK PLUS. Nun strampelt sie zum ersten Mal bei der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ mit und berichtet über ihre Erfahrungen, Ausreden und den Kampf gegen den inneren Schweinehund.

07.06.2022Autor/in: Franziska MärtigRubrik: Allgemein, Grüner Kosmos und AOK-Welt 2

Die Argumente meines inneren Schweinehundes

Er ist stark, der innere Schweinhund, sehr stark. Und er findet immer wieder gute Gründe gegen das Rad. oder besser gesagt: Ausreden! Bei meinem früheren Arbeitgeber gab es noch das wirklich schlagende Argument: Der Weg ist zu weit und zu steil! Ich will ja nicht völlig erschöpft und verschwitzt im Büro ankommen. Mein Kollege fuhr trotzdem bei Wind und Wetter den Berg hinauf – das schlechte Gewissen grüßte mich also täglich…

Seit August arbeite ich nun mitten in Dresden für die AOK PLUS. Mein Arbeitsweg mit dem Rad ist überwiegend flach und dauert nur eine Viertelstunde. Zwei gute Argumente gegen das Auto sind auch die hohen Benzinpreise und Parkplatzgebühren: Bei über zwei Euro pro Liter schmerzt jede Fahrt zur Tankstelle und am Büro zahlt man dann noch schon stolze sechs Euro fürs Parkticket! Und trotzdem findet mein innerer Schweinehund jeden Tag neue Gründe gegen das Rad…

Da wäre zunächst das Wetterargument: Heute könnte es regnen! Letztes Jahr bin ich gleich zwei Mal richtig nass geworden. Mein Chef empfahl mir daraufhin die Regenradar-App. Dann wäre da die Outfitfrage. Während ich sonst einfach Pumps anziehen könnte, ist das mit dem Rad keine gute Idee. Ich habe es schon ausprobiert und gestehe: Mit Absätzen radeln macht nicht wirklich Spaß – von Sicherheitsaspekten mal ganz abgesehen!

Mit der Aktion #mdrza den Schweinehund besiegen!

Nun ist endlich Mai, die Sonne lacht und die AOK startet in Kooperation mit dem ADFC die Mitmachaktion „Mit dem Rad zur Arbeit“. Das stärkt die Gesundheit, spart Benzingeld und schont die Umwelt. Es gibt sogar tolle Preise zu gewinnen und die AOK PLUS spendet obendrauf pro 1.500 geradelte Kilometern einen Baum. So wurden im letzten Jahr 2.200 Bäume in Sachsen und Thüringen gepflanzt – ein ganzer Wald!

Zur Arbeit radeln und dabei noch etwas Gutes für Umwelt, Gesundheit und Geldbeutel tun? Franziska Märtig hat dem inneren Schweinehund den Kampf angesagt! Bildquelle: Maxi Rudolph.

Als Team „Rollende Kommunikation“ verbinden wir Sachsen und Thüringen

Na, wenn das nicht meinen Schweinhund überzeugt? Ich melde mich enthusiastisch an und überrede meine Kolleginnen und Kollegen aus der Unternehmenskommunikation, mit mir eine Radgruppe zu bilden – für den Teamgeist und noch mehr Motivation. Wir arbeiten an verschiedenen Standorten und verbinden als Team „Rollende Kommunikation“ Sachsen und Thüringen in einer Fahrradgemeinschaft.

Begeistert fahre ich schon am dritten Tag der Aktion #mdrza bei schönstem Sonnenschein ins Büro. 20 Tage in vier Monaten schaffen? Das ist wäre doch gelacht! Bestimmt schaffe ich mehr! Am Ende der ersten Woche die traurige Bilanz: Es ist bei diesem einem Tag geblieben. Zumindest mit meiner Dresdner Kollegin Dörte Hartung liege ich bislang gleich. Unser Kollege Alexander Hallasch ist in Erfurt schon drei Tage geradelt! In Woche zwei ist mein Ehrgeiz geweckt! Ich radele gleich zwei Mal ins Büro, Dörte nur einmal. Alex übertrumpft uns erneut mit drei Radtagen!

Alex radelt in Erfurt besonders viel – das sind seine Gründe

In Woche drei zerstöre ich meine Bilanz: Ich fahre nur mit dem Auto! Das Wetter und die To-Do-Liste nach Feierabend sind einfach stärker als der gute Wille. Alex schafft schon wieder drei Radtage! Kann es sein, dass er gar kein Auto hat? Oder Erfurt besseres Wetter als Dresden? Alex verrät: „Weder noch: Aber es macht für mich einfach keinen Sinn, das Auto zu nehmen. Mit dem Rad kann ich direkt durch die schöne Altstadt fahren, das ist fast ein bisschen wie Urlaub. Mit dem Auto fahre ich einen Riesenumweg, muss weit entfernt parken und brauche am Ende viel länger als mit dem Rad.“

Alexander Hallasch bräuchte in Erfurt mit dem Auto viel länger zur Arbeit als mit den Rad. Bildquelle: Marius Milde.

Dörte radelt auch häufiger als ich zur Arbeit – wie macht sie das bloß?

So einfach ist das also? In meiner „Der-Schweinehund-hat-gesiegt-Woche“ schafft auch Dörte in Dresden wieder eine Bürofahrt mit dem Rad. Nur am Wetter kann‘s also nicht liegen… Dörte gesteht: „Auch ich bin Schönwetterfahrerin, aber ein paar Tropfen sind schon ok. Ich radele wirklich gern zur Arbeit und bin sogar oft schneller als mit der Bahn. Dabei kann ich den Arbeitstag Revue passieren lassen und abschalten. Mich motiviert auch die schöne Strecke durch den großen Garten. Bei Regen nehme ich die Bahn, nur wenn ich schweres Gepäck habe das Auto.“

Dörte Hartung nimmt in Dresden nur bei Regen die Bahn und in ganz selten Fällen das Auto. Bildquelle: Maxi Rudolph.

Die Bilanz unseres Teams am Ende des ersten Radelmonats

Stimmt, Radfahren entspannt auch mich mehr als Ampelstress, Parkplatzsuche und Benzinpreishorror! Und trotzdem komme ich auch in Woche vier und fünf wieder nur auf je einen Arbeitstag mit dem Drahtesel. Am Ende des ersten #mdrza-Monats kommt Alex auf zwölf, Dörte auf sechs und ich immerhin auf fünf Radtage. Zusammen ist unser Team rund 130 Kilometer geradelt und hat so 25 Kilo Kohlendioxid und gewiss einige Euros an der Tankstelle eingespart! Ganz nebenbei haben wir alle noch was für unsere Gesundheit getan.

Die Bilanz nach dem ersten Monat #mdrza kann sich sehen lassen.

Meine eigene Bilanz nach dem ersten Monat #mdrza

Mein persönliches Fazit nach dem ersten Monat der Aktion: Meinen inneren Schweinehund habe ich noch nicht ganz im Griff. Die 20 Tage insgesamt werde ich bis Ende August trotzdem schaffen. Denn die Kalenderfunktion auf der Webseite mdrza.de ist nicht nur im Team ein guter Ansporn: Sie zeigt mir sehr deutlich und viel klarer als meine Fitnessuhr, wie selten oder oft ich geradelt bin – und das motiviert mich wirklich am meisten!

Franziska Märtig kämpft weiter gegen den inneren Schweinehund. Bildquelle: Maxi Rudolph.

Kommentare (2)

  • Franziska Märtig

    am 17.06.2022 um 10.32 Uhr

    Danke liebe Andrea – gestern bin ich schon wieder zum Büro geradelt 🙂

  • Andre Ehlers

    am 16.06.2022 um 15.05 Uhr

    Liebe Franzi,
    was für ein schöner, authentischer Artikel und was für ein cooles Bike. Der Anfang ist gemacht und ich bin mir sicher, dass du und der innere Schweinehund noch ganz viel Spaß und am Ende eine gute Bilanz bei MdRzA haben werdet.
    Viele Grüße auch ans Team „Rollende Kommunikation“

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