Pressearchiv Schleswig-Holstein

Weniger Krankenhausbehandlungen wegen Hautkrebs in Schleswig-Holstein in der Corona-Pandemie

Kiel (23.03.2022). Die Anzahl der Krankenhauseinweisungen mit der Diagnose Hautkrebs ist im ersten Jahr der Corona-Pandemie in Schleswig-Holstein stark zurückgegangen. So wurden im Jahr 2020 insgesamt 2.657 Patienten deswegen in Kliniken stationär behandelt. Das sind 10,5 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor (2.968). Dies teilte heute die AOK NordWest auf Basis aktueller Daten des Statistischen Bundesamtes mit. „In der Corona-Pandemie kam es bei vielen Krankenhäusern in Schleswig-Holstein zu Fallzahlrückgängen. Das betrifft auch die Behandlungen von Hautkrebs. Es ist zu vermuten, dass Betroffene in der Pandemie aus Angst vor Ansteckung auf einen Klinikbesuch verzichtet haben. Dabei ist es wichtig, Hautkrebs so schnell wie möglich zu behandeln“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann.

Lausige Zeiten für kleine Parasiten: Deutlich weniger Kopfläuse in Schleswig-Holstein

Kiel (15.03.2022). Die Abstandsregeln während der Corona-Pandemie haben weiter positive Nebeneffekte: In Schleswig-Holstein ist die Übertragung von Kopfläusen deutlich gesunken. So sind die Verschreibungen von Arzneimitteln gegen Läusebefall im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent zurückgegangen. Wurden 2021 insgesamt nur 2.629 Packungen Anti-Läusemittel von niedergelassenen Ärzten in Schleswig-Holstein verordnet, waren es im Vorjahr noch 3.674 Packungen. Im Vergleich zum Jahr 2019 vor der Pandemie mit 5.534 Packungen lag das Minus sogar bei fast 53 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest hervor. „Durch die strengen Corona-Regeln ist die Kopflaus praktisch in Quarantäne versetzt und ihr der Verbreitungsweg abgeschnitten worden. Dadurch konnte sie sich nicht weiter vermehren“, sagt AOK-Chef Tom Ackermann.

Schlaflos in Schleswig-Holstein. Welt-Schlaftag am 19. März: Deutlich mehr Ausfalltage aufgrund von Schlafstörungen

Kiel (10.03.2022). Ein hektischer Alltag, hoher Termindruck, Schichtarbeit, Sorgen und auch Ängste bewirken bei vielen Menschen in Schleswig-Holstein Probleme beim Ein- und Durchschlafen. Jedes Jahr sind rund 30.000 AOK-Versicherte deswegen in ärztlicher Behandlung. Die Krankmeldungen aufgrund von Schlafstörungen nehmen in den letzten Jahren kontinuierlich zu – insbesondere in der Corona-Pandemie. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest. Danach entfielen bei AOK-versicherten Beschäftigten in Schleswig-Holstein auf nichtorganische Schlafstörungen im Jahr 2021 insgesamt 14.917 Fehltage. Das sind 32,3 Prozent mehr als noch in 2020 mit 11.276 Ausfalltagen. Im Vergleich zu 2019 (9.142 Fehltage) liegt das Plus sogar bei über 60 Prozent. „Die deutliche Zunahme der Arbeitsunfähigkeitstage ist alarmierend. Ursachen können neben Termin- und Leistungsdruck auch Schichtarbeit, psychische Belastungen oder eine intensive abendliche Nutzung von TV, Computer oder Smartphone sein“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann anlässlich des Welt-Schlaftages am 19. März. „Der Schlaf hat für die Gesundheit eine wichtige Funktion. Neben sportlicher Aktivität und ausgewogener Ernährung ist er einer der Grundpfeiler für einen fitten Körper und Geist“, so Ackermann.

Tag der Rückengesundheit am 15. März: Rückenschmerzen verursachen in Schleswig-Holstein fast 385.000 Ausfalltage

Kiel (03.03.2022). Muskel- und Skeletterkrankungen gehören unverändert zu den Volkskrankheiten. Sie verursachten 2021 unter allen Krankheitsarten die meisten Arbeitsunfähigkeitstage der Beschäftigten in Schleswig-Holstein. Mit 22,6 Prozent lag deren Anteil an den gesamten Fehltagen der AOK-Mitglieder an erster Stelle. Allein auf Rückenschmerzen entfielen dabei fast 385.000 Ausfalltage. Das sind 8,8 Prozent mehr als noch in 2020. Darauf weist die AOK NordWest zum Tag der Rückengesundheit unter dem Motto ‚Zeig Herz gegen Rückenschmerz – jetzt und für immer ‘ am 15. März hin. „Das Wichtigste für einen gesunden Rücken ist regelmäßige Bewegung. Das gilt auch in Corona-Zeiten. Allein oder mit der Familie in der Natur oder mit passender digitaler Unterstützung zu Hause lässt sich etwas für einen gesunden Rücken tun“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann.

Covid-19 Pandemie: Neuer Höchststand der Fehlzeiten in Schleswig-Holstein im Dezember 2021

Kiel (01.03.2022). In Schleswig-Holstein wurden im bisherigen Pandemie-Verlauf zwischen März 2020 bis Dezember 2021 insgesamt 9.795 AOK-versicherte Beschäftigte von einem Arzt im Zusammenhang mit einer Covid-19-Diagnose krankgeschrieben. Damit sind 2,9 Prozent der AOK-Mitglieder im Zusammenhang mit Covid-19 krankheitsbedingt an ihrem Arbeitsplatz ausgefallen. Die besondere Dynamik des Covid-19-Geschehens in der vierten Welle wird im vergangenen Dezember deutlich: Allein in diesem Monat waren 777 bei der AOK-versicherte Erwerbstätige wegen Covid-19 arbeitsunfähig – die höchste Anzahl an Covid-19-Erkrankten im bisherigen Pandemie-Verlauf. „Die bereits hohen Fehlzeiten im November 2021 haben mit der sehr schnellen Verbreitung der aktuellen Omikron-Variante ihren vorläufigen Höchststand im Dezember letzten Jahres erreicht“, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest.