Demenz: „Hilfe beim Helfen“ für Angehörige

Neue Schulungsangebote von AOK Bayern und Bayerischer Alzheimer Gesellschaft

09.05.2022

Die Pflege von Menschen mit Demenz ist für Angehörige meist körperlich und psychisch sehr belastend. Unterstützung erhalten Betroffene jetzt durch neue Schulungsangebote der AOK Bayern zusammen mit dem Landesverband Bayern der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Die interaktive Seminarreihe „Hilfe beim Helfen“ vermittelt und vertieft Kenntnisse, die zur Pflege im Alltag nötig sind. Zusätzlich ermöglichen Schulungen in der häuslichen Umgebung der Pflegebedürftigen eine unmittelbare Analyse und Verbesserung der Pflegesituation. „Die Schulungsangebote sind darauf ausgelegt, die seelische und körperliche Gesundheit der Pflegenden zu stärken – und damit auch zum längeren Verbleib des Pflegebedürftigen im häuslichen Umfeld beizutragen“, so Dr. Irmgard Stippler, Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern. Fachexperten des Landesverbandes und der Regionalen Alzheimer Gesellschaften führen die Schulungen bayernweit durch.

Modulare Schulungsreihe „Hilfe beim Helfen“
Die interaktive Seminarreihe „Hilfe beim Helfen“ besteht aus sieben Modulen, die aufeinander abgestimmt sind. Neben der Informationsvermittlung wird dem Bedürfnis der pflegenden Angehörigen nach Austausch Rechnung getragen, da häufig soziale Kontakte durch die Pflege der Demenzkranken abbrechen. Die Schulungsreihe vermittelt wesentliche Aspekte der Erkrankung sowie den Umgang im Alltag. Zudem zeigt sie, welche Leistungen die Pflegeversicherung bietet und welche Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige bestehen. Je nach Bedarf gibt es ein zusätzliches Wahl-Modul zu den Themen „verschiedene Wohnformen“, „Letzte Lebensphase“ oder „Menschen mit Demenz im Krankenhaus“. Die kostenfreie Schulungsreihe erstreckt sich über acht Termine zu je zwei Stunden und ist auch für Versicherte anderer Krankenkassen offen. 

Individuelle Schulung in der häuslichen Umgebung
Die Schulung in der häuslichen Umgebung richtet sich an der persönlichen Pflege- und Wohnsituation, dem sozialen Umfeld und dem Vorwissen des pflegenden Angehörigen aus. Dabei können je nach Bedarf beispielsweise Kommunikationsstrategien vermittelt werden, da Menschen mit Demenz zunehmend die Fähigkeit verlieren, sich anzupassen. Für schwierige Situationen lassen sich konkrete Lösungen erarbeiten. Tipps gibt es etwa zu technischen Hilfsmitteln und zum Thema Ernährung. Auch eine Beratung zu rechtlichen und finanziellen Fragen ist möglich. Da die Experten mit den regionalen Gegebenheiten vertraut sind, können sie zudem Unterstützung vor Ort vermitteln, beispielsweise zu Selbsthilfegruppen. Die häusliche Schulung dauert in der Regel zwei Stunden. Teilnehmen können Versicherte der AOK Bayern, wobei entweder die pflegebedürftige oder die pflegende Person bei der AOK versichert sein muss.

Anbei die Presseinformation als pdf.

Pressekontakt

AOK Bayern – Die Gesundheitskasse
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