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Behandlung von Fersenschmerz mit Stoßwellentherapie

Die Ferse beginnt zunächst nur unter Belastung zu schmerzen, später auch nach dem Aufstehen oder im Ruhezustand. Ursache kann eine Entzündung in der Sehnenplatte der Fußsohle (Plantarfaszie) am Fersenbein sein. Die AOK übernimmt unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für eine Stoßwellentherapie (Extrakorporale Stoßwellentherapie, ESWT).

Nackte Füße laufen über Gras – Fotolia 97488927 © nazarovsergey

Ursachen und Entstehung von Plantarfasziitis und Fersensporn

Die Plantarfaszie stabilisiert unter anderem die Längswölbung des Fußes und fängt Stöße beim Laufen und Springen ab. Fehl- oder Überlastungen können zu einer Entzündung dieser Sehnenplatte in der Fußsohle und damit zu Schmerzen vor allem am Fersenbein (Plantarfasziitis) führen. In einigen Fällen kann eine Verknöcherung, der sogenannte Fersensporn, die Beschwerden auslösen. Meist gehen die Schmerzen allerdings von der entzündeten Fußsohlen-Sehnenplatte aus.

„Fersensporn“

Behandlung von Fersenschmerz

Patienten mit Plantarfasziitis sollten Geduld haben. Die Behandlung kann langwierig sein und sich ein bis zwei Jahre hinziehen. Dem Großteil der Patienten helfen folgende konservative Behandlungsmethoden:

  • Physiotherapie und Dehnübungen
    Das regelmäßige Dehnen der Waden- und Fußsohlenmuskulatur kann Schmerzen lindern.
  • Schuheinlagen
    Schuheinlagen stützen das Fuß-Längsgewölbe ab und entlasten die schmerzende Faszie.
  • Medikamente
    Schmerzmitteleinnahme und Injektionen können den Schmerz lindern und die Entzündung zurückdrängen. Sie eignen sich nicht als Dauerlösung.

Stoßwellentherapie (ESWT) gegen chronischen Fersenschmerz

Bleiben konservative Maßnahmen über mindestens sechs Monate ohne Erfolg, kann eine Stoßwellentherapie mit ein bis drei Behandlungen die Schmerzen verringern. Die Ultraschallstoßwellen dringen durch die Haut in die verletzte Sehnenplatte und beeinflussen die Heilung. 

Das zahlt die AOK

Die AOK übernimmt die Kosten für die Stoßwellentherapie unter zwei Bedingungen: Der Fersenschmerz hat Ihre gewohnte körperliche Aktivität über mindestens sechs Monate eingeschränkt. Gleichzeitig haben unterschiedliche konservative Therapieansätze sowie Maßnahmen wie Dehnübungen und Schuheinlagen während dieser Zeit keine Besserung gebracht. Die Behandlung gegen den Fersenschmerz umfasst bis zu drei aufeinanderfolgende Sitzungen pro betroffenem Fuß. Behandeln können Orthopäden, Unfallchirurgen oder ein Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin.

Die Abrechnung erfolgt über die Elektronische Gesundheitskarte. Eine Erstattung von Privatrechnungen ist nicht möglich.   

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