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Nach der Geburt: Wochenbett und Rückbildung

Das Baby ist da und benötigt viel Aufmerksamkeit. Doch als frischgebackene Mama sollten Sie sich auch um sich kümmern. Rückbildungsgymnastik hilft Ihnen dabei, körperlich wieder fit zu werden. Und mit unserer Checkliste sind auch Behördengänge und Formalitäten schnell erledigt.

Junge Mutter hält neugeborenes Baby auf dem Arm. – iStockphoto 625886810 © Handemandaci

Das Wochenbett: Zeit, sich zu erholen

Ihr Körper hat während der Schwangerschaft und bei der Geburt extrem viel geleistet. Wenn das Baby auf der Welt ist, beginnt die Zeit des sogenannten Wochenbetts. Sie dauert sechs bis acht Wochen. In dieser Phase erholt sich Ihr Körper von den Anstrengungen der Schwangerschaft und stellt sich aufs Muttersein ein. Lassen Sie es also ruhig angehen – vor allem in den ersten zehn bis vierzehn Tagen (Frühwochenbett).


  • Der Hormonhaushalt stellt sich um.
  • Die Brüste beginnen Milch zu produzieren.
  • Die Gebärmutter schrumpft auf ihre normale Größe zurück.
  • Geburtsverletzungen wie Dammriss, Dammschnitt oder auch die Kaiserschnittnarbe heilen.


Doch nicht nur der Körper, auch die Psyche der Neu-Mama hat im Wochenbett einiges zu verarbeiten: das Erlebnis der Geburt, die neue Familiensituation, Angst und Unsicherheit im Umgang mit dem Neugeborenen. Kein Wunder, dass das nicht immer problemlos verläuft. Fürsorge und praktische Unterstützung sind dann besonders wichtig.

Betreuung durch Ihre Hebamme

Als AOK-Versicherte sind Sie zum Glück nicht auf sich gestellt, sondern haben in den ersten zwölf Wochen Anspruch auf die Nachsorge durch eine Hebamme – in besonderen Fällen auch länger. Die Hebamme berät und unterstützt bei allen Fragen, die die Gesundheit von Mutter und Kind betreffen. Auch wenn es ums Stillen oder Säuglingspflege geht, ist sie die richtige Ansprechpartnerin. Die Kosten dafür trägt die AOK.

Rückbildungsgymnastik und Beckenbodentraining

Während sich die Gebärmutter nach der Schwangerschaft alleine auf ihre ursprüngliche Größe zusammenzieht, benötigen einige Muskeln aktive Unterstützung. Einer davon ist der Beckenboden. Er hält Blase und Gebärmutter und ist durch die Geburt extrem gedehnt worden. Das richtige Beckenbodentraining hilft, den Muskel wieder zu festigen, und verhindert später gesundheitliche Probleme (zum Beispiel Inkontinenz).

  • Rückbildung im Wochenbett: Wenn Sie sich gut fühlen und die Geburt ohne Komplikationen verlaufen ist, können Sie schon nach zwei bis drei Tagen mit leichten Rückbildungsübungen beginnen. Ihre Hebamme zeigt Ihnen, wie es geht und worauf Sie achten müssen, um sich nicht zu überlasten. Wichtig ist, dass Sie keine Schmerzen empfinden.

  • Rückbildungskurs: Sechs bis acht Wochen nach der Geburt können Sie dann mit einem Rückbildungskurs starten. Die AOK übernimmt die Kosten für einen maximal zehnstündigen Rückbildungskurs. Voraussetzungen: Bei der Kursleitung handelt es sich um eine von der Krankenkasse anerkannte Hebamme oder einen anderen anerkannten Anbieter. Und Sie schließen den Kurs bis zum Ende des neunten Monats nach der Geburt ab.

Wichtig: Die Bauchmuskulatur muss nach der Geburt langsam wieder aufgebaut werden. Das dauert einige Monate. In dieser Zeit sollten Sie keine Übungen machen, die die geraden Bauchmuskeln beanspruchen (Sit-ups zum Beispiel). Auch auf Sport, der den Beckenboden zu sehr belastet (Joggen oder Tennis), sollten Sie am Anfang lieber verzichten.

Checkliste: Das müssen Sie rund um die Geburt erledigen

Hängeregister mit Beschriftung Familienversicherung – Fotolia 76441522 © Stockwerk-Fotodesign

Urkunden, Anträge, Formulare: Vor und nach der Geburt Ihres Babys müssen einige Formalitäten und Behördengänge erledigt werden. Um Zahlungsausfälle und Verzögerungen zu vermeiden, sollten Sie sich fristgerecht darum kümmern.

Erfahren Sie hier, was wann ansteht:

Wenn Sie als Arbeitnehmerin selbst krankenversichert sind, erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse Mutterschaftsgeld – in der Regel sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt (gesetzliche Mutterschutzfrist). Um das Mutterschaftsgeld bei der AOK zu beantragen, benötigen Sie eine ärztliche Bescheinigung über den voraussichtlichen Geburtstermin

Melden Sie Ihren Sprössling in den ersten fünf Tagen (in manchen Orten auch sieben Tage) nach der Geburt beim Standesamt an. Sie bekommen dort mehrere beglaubigte Geburtsurkunden ausgehändigt.

Wenn Sie Mitglied der AOK sind, ist Ihr Baby in der Regel vom ersten Tag an kostenlos über die Familienversicherung mitversichert. Ausnahme: Ihr Partner ist privat versichert und verfügt über das höhere Einkommen. Lassen Sie sich am besten persönlich beraten. Für die Anmeldung wird die Geburtsurkunde benötigt. 

Wenn Sie Elternzeit nehmen wollen, müssen Sie das sieben Wochen vor dem Beginn schriftlich beim Arbeitgeber anmelden. Sie müssen dann auch festlegen, wie Sie die ersten 24 Monate Ihrer Elternzeit gestalten möchten. 

Das Elterngeld sollten Sie in den ersten drei Monaten nach der Geburt bei der Bundeselterngeldkasse beantragen, denn es wird rückwirkend nur drei Monate gezahlt.

Auch den Antrag auf Kindergeld sollten Sie so früh wie möglich bei der Familienkasse oder beim Arbeitsamt stellen. Das Formular dafür finden Sie im Internet.

Nach der Geburt eines Kindes kann man den Kinderfreibetrag direkt beim Finanzamt beantragen. Allerdings steht Eltern nur eine Steuererleichterung zu: Kindergeld oder Kinderfreibetrag. Wenn Sie Ihre Steuererklärung abgeben, prüfen die Finanzbeamten, was Ihnen mehr bringt. 

Wenn ein unverheiratetes Paar Nachwuchs erwartet, kann der werdende Vater bereits während der Schwangerschaft die Vaterschaft mit Zustimmung der Mutter anerkennen. Beim Jugend- und Standesamt ist das gebührenfrei.

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