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Weitverbreitet und Gefahr für Folgeerkrankungen

In Deutschland ist mindestens jeder zweite Erwachsene von Parodontitis betroffen. Das kann schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Neben einem möglichen Zahnverlust kann sie auch Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen auslösen oder verstärken.

Viele Erwachsene haben Parodontitis

Parodontitis ist eine weitverbreitete Zahnerkrankung, von der auch in Deutschland viele Menschen betroffen sind. Laut dem Verein für Zahnhygiene haben knapp 65 Prozent der 65- bis 74-Jährigen eine moderate oder schwere Parodontitis. In der Altersgruppe 35 bis 44 Jahre sind es rund 52 Prozent. Aber auch Jüngere können eine Parodontitis entwickeln.

Parodontitis ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparats, die durch bakterielle Zahnbeläge verursacht wird. Rauchen, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder eine Schwangerschaft können die Erkrankung zusätzlich begünstigen. Sie beginnt häufig mit einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Wird diese nicht behandelt, dann bildet sich das Zahnfleisch zurück, der Kieferknochen baut sich ab und Zähne können sich lockern. In einem fortgeschrittenen Stadium kann die Parodontitis sogar zum Zahnverlust führen.

Parodontitis als Risikofaktor für weitere Erkrankungen

Eine Parodontitis hat nicht nur negative Auswirkungen auf Zähne und Zahnfleisch. Sie gilt auch als Risikofaktor für weitere Krankheiten. Wissenschaftlich belegt ist, dass sie Diabetes negativ beeinflussen und zu Komplikationen führen kann. Denn die Entzündungsherde im Mund können die Wirkung des Insulins im Körper verringern. Das kann zu einer unzureichenden Blutzuckereinstellung führen und den Diabetes verschlechtern. Aber auch bei Nicht-Diabetikern können sich dadurch Vorstufen der Diabetes entwickeln. So tritt bei Patienten mit einer Parodontitis in den nachfolgenden Jahren häufiger ein Diabetes auf als bei zahngesunden Menschen. Eine unbehandelte Parodontitis erhöht auch die Wahrscheinlichkeit für koronare Herzerkrankungen und einen Schlaganfall. Ursache sind unter anderem Bakterien aus der Mundhöhle, die in den Blutkreislauf gelangen und dort eine Arterienverkalkung begünstigen.

Parodontitis vorbeugen und Warnsignale erkennen

Zahnbelag fördert die Entstehung von Parodontitis. Eine gründliche Zahnpflege ist deshalb die wichtigste vorbeugende Maßnahme. Folgende Warnsignale deuten auf eine Entzündung hin und sollten von einem Zahnarzt abgeklärt werden:

  • gerötete Zahnfleischränder
  • geschwollenes Zahnfleisch
  • häufiges Zahnfleischbluten bei der Zahnpflege
  • Zahnfleischrückgang

Behandlungsprogramme bei Diabetes oder Koronarer Herzkrankheit

Der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt und eine gute Mundhygiene sind die besten Voraussetzungen für gesunde Zähne. Das gilt noch einmal mehr für Menschen mit Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen. Betroffene sollten sich zusätzlich von ihrem Zahnarzt über die Wechselwirkungen von Zahnerkrankungen und chronischen Erkrankungen aufklären lassen. Weitere Unterstützung beim Umgang mit chronischen Erkrankungen bieten darüber hinaus die strukturierten Behandlungsprogramme AOK-Curaplan. Patienten, die daran teilnehmen, werden von ihren Ärzten engmaschig betreut. Das verringert das Risiko für Komplikationen und Folgeschäden.

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