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Das Baby kommt: Geburtsvorbereitung und Geburt

Der Entbindungstermin rückt näher – und als werdende Mutter wünschen Sie sich die bestmögliche Vorbereitung. Die AOK unterstützt Sie und beantwortet Ihnen die wichtigsten Fragen rund um die Geburt.

Geburtsvorbereitungskurs buchen

Viele Schwangere sehen der Geburt mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits freuen sie sich auf das Baby, andererseits haben sie Angst vor den Schmerzen oder vor möglichen Komplikationen. Geburtsvorbereitungskurse sollen werdenden Müttern Sicherheit und Selbstvertrauen geben. In den Kursen lernen sie Atemtechniken und Entspannungsübungen, die ihnen während der Geburt helfen. Die Hebamme zeigt Übungen für verschiedene Gebärpositionen und beantwortet alle Fragen – auch zu den Themen Stillen und Babypflege. Weiterer Vorteil: Die werdenden Eltern können sich mit anderen austauschen und Kontakte knüpfen.

  • Kümmern Sie sich rechtzeitig um den Geburtsvorbereitungskurs – idealerweise zu Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels. Die AOK übernimmt die Kosten für maximal 14 Stunden. Der Kurs sollte ab der 25. Schwangerschaftswoche beginnen und vor der 36. Woche abgeschlossen sein. 

Den richtigen Entbindungsort finden

„Wo soll ich mein Kind zur Welt bringen?“ Mit dieser Frage sollten sich werdende Eltern ebenfalls frühzeitig beschäftigen. Die Mehrheit der Schwangeren hierzulande entscheidet sich für die Geburt in einer Klinik. Wenn die Schwangerschaft problemlos verläuft und kein Risiko für Mutter und Kind besteht, können Sie auch in einem Geburtshaus oder zu Hause entbinden. Egal, wie Sie sich entscheiden, die AOK unterstützt Sie und trägt die Kosten für die Entbindung.

  • Um herauszufinden, was der richtige Entbindungsort ist, sollten Sie sich Zeit nehmen. Kliniken und Geburtshäuser bieten regelmäßig Informationsveranstaltungen an. Hier erfahren Sie mehr über die jeweiligen Angebote und können Fragen klären. Außerdem können Sie prüfen, ob die Atmosphäre vor Ort Ihren Wünschen entspricht. Schließlich ist eine Geburt ein sehr intimes Erlebnis. Damit Sie sich darauf konzentrieren können und mögliche Ängste überwinden, braucht es Vertrauen und eine Umgebung, in der Sie sich wohlfühlen. 



Übrigens: Die Anmeldung in einer Klinik oder einem Geburtshaus ist nicht bindend. Sie können sich jederzeit anders entscheiden, wenn Zweifel aufkommen.

So läuft die Geburt ab: Die drei Phasen

Keine Geburt ist wie die andere. Jede natürliche Geburt lässt sich jedoch in bestimmte Phasen unterteilen:

  1. Eröffnungsphase: Die erste Phase dauert am längsten. Die Wehen kommen zunächst in größeren Abständen, dann regelmäßig alle drei bis sechs Minuten. Der Kopf des Babys drückt auf den Gebärmutterhals, der Muttermund weitet sich. Nutzen Sie die Pausen zwischen den Wehen, um sich zu bewegen und zu entspannen.
  2. Austreibungsperiode mit Pressphase: Sobald der Muttermund vollständig geöffnet ist und das Baby den Beckenboden erreicht hat, geht die Geburt in die nächste Phase. Die Wehenpausen werden immer kürzer. Normalerweise platzt jetzt die Fruchtblase. Das Baby rutscht Wehe für Wehe immer tiefer in den Geburtskanal hinein. Ist das Baby mit dem Kopf am Beckenboden angekommen, beginnt die aktive Pressphase. Jetzt können Sie selbst mitarbeiten und pressen, bis das Baby sich Stück für Stück durch den Geburtskanal schiebt. Bei Erstgebärenden ist die Pressphase etwa nach einer halben bis dreiviertel Stunde vorbei – und das Baby ist da!
  3. Nachgeburtsphase: Das Baby ist da, die Anspannung löst sich. Die Hebamme oder der Arzt prüft kurz den Gesundheitszustand des Babys und legt es auf Ihren Bauch. Nun dauert es nur noch wenige Minuten bis zu einer halben Stunde, bis die Plazenta (Nachgeburt) geboren wird.

Das hilft gegen Wehenschmerzen

Die richtige Atemtechnik hilft Ihnen, mit den Schmerzen umzugehen. Es gibt aber auch Medikamente, die Wehenschmerzen lindern oder abschalten können:

  • Beim Pudendusblock wird ein Nerv zwischen Scheide und After betäubt. Dadurch wird der Dehnungsschmerz so weit wie möglich ausgeschaltet.
  • Bei der Periduralanästhesie (PDA) spritzt der Arzt das Betäubungsmittel nah am Rückenmark. Ähnlich ist es bei der Spinalanästhesie. In beiden Fällen wird der Wehenschmerz im gesamten Unterleib ausgeschaltet.
  • Mit Lachgas werden die Schmerzen deutlich geringer, aber das Bewusstsein bleibt klar. Es wird bei Bedarf durch eine Maske eingeatmet.

Wann ein Kaiserschnitt notwendig ist

Der Kaiserschnitt ist ein operativer Eingriff: Der Arzt holt das Kind durch einen Schnitt in die Bauchdecke aus der Gebärmutter. Mediziner unterscheiden zwischen geplantem und ungeplantem Kaiserschnitt. 

Der bereits vor der Geburt geplante Kaiserschnitt wird empfohlen, wenn ein erhöhtes Risiko für die Mutter oder das Baby besteht, zum Beispiel bei einer Mehrlingsgeburt oder bei Querlage des Babys.

Ein ungeplanter Kaiserschnitt wird vorgenommen, wenn es im Verlauf der Geburt zu Komplikationen kommt, zum Beispiel bei einer vorzeitigen Plazentaablösung oder wenn sich die Herztöne des Babys verändern.

Von Wunschkaiserschnitt (auch Wunschsectio, elektive Sectio oder Sectio nach Vereinbarung) spricht man, wenn sich eine Schwangere bewusst gegen eine natürliche Geburt entscheidet und ihr Kind stattdessen per Kaiserschnitt zur Welt bringen möchte. Der Eingriff wird durchgeführt, obwohl keine medizinische Notwendigkeit besteht. Es handelt sich daher um eine Leistung, die nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung gezahlt wird.

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