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Erstattung stundenweise Verhinderungspflege

Sehr geehrte Experten,

wir, das heißt Pflegebedürftiger + Pflegende, haben folgende Frage zur Erstattung von Beträgen zur „stundenweisen“ Verhinderungspflege.

 

Situation kurz beschrieben:

  • Vater (Pflegegrad 4)
  • Mutter pflegt hauptsächlich
  • Kinder + Verwandtschaft (alle bis 2. Verwandtschaftsgrad) helfen mit „stundenweiser“ Verhinderungspflege (2 bis 3 Stunden pro Tag, mehrmals pro Woche)
  • Antrag (mit Nachweisen aller Beteiligten über Zeiten und tatsächlich erhaltenen Beträgen) gestellt

 

Berechnung aus unserer Sicht müsste sein:

Maximalbetrag := 1,5 * Pflegegeld + 50% * nicht genutzte Kurzzeitpflege

= 1,5 * 728€ + 0,5 * 1612€

=1898€

Die im Antrag nachgewiesenen tatsächlichen Aufwände sind natürlich viel höher.

==> Zu erstattender Betrag = 1898€

 

Ist unsere Annahme richtig?

 

Vielen Dank vorab für Antworten.

Guten Tag Baum 19,      

sie pflegen ihren Vater gemeinsam mit ihrer Familie. Der Verwandschaftsgrad ist der Grad 2, also Kinder, Geschwister und Enkelkinder.


Der Anspruch für die Verhinderungspflege beträgt 1612,00 Euro pro Kalenderjahr.

Der Höchstsatz des Pflegegeldes bei sechs wöchiger Verhinderungspflege bei Pflegegrad 4, beträgt 1092,00 Euro pro Monat.

Dies setzt sich aus Pflegegeld 728,00 Euro plus Hälfte vom Pflegegeld 364,00 Euro zusammen. Dies ist der der 1 1/2 Teil.


Zusätzlich können sie die Leistungen aus der Kurzzeitpflege „umwidmen“. Hier steht Ihrem Vater ein Betrag von 806,00 Euro zur Verfügung.Sie bekommen eine Kostenerstattung bei nachgewiesene Aufwendugen. Bei den Fahrtkosten werden Bus,- Bahntickets oder bei Benutzung eines privaten PKW die gefahrenen Kilometer angegeben. Falls Sie einen Verdienstausfall haben, muss Ihr Arbeitgeber dies bescheinigen.


Bitte nutzen Sie unser Angebot und lassen sich von unseren Pflegeberatern über weitere Entlastungsleistungen für Sie und Ihre Eltern beraten.

 

Ihr Expertenteam der AOK

Liebe Experten,

leider sind wir nach ihrer Antwort (Aufzählung) genau so schlau wie zuvor.

Daher nochmal die Bitte um eine konkrete Antwort für unseren Fall.

Wie hoch ist die maximale Erstattung pro Jahr für „stundenweise“ Verhinderungspflege durch Verwandtschaft 2. Grades bei Pflegestufe 4 (keine Fahrtkosten, kein Verdienstausfall, komplett ungenutzte Kurzzeitpflege):

  • 1612€ + 806€ = 2418€

Oder

  • 1092€ + 806€ = 1898€

Vielen Dank.

Guten Tag "Baum19"

hier noch ein paar Ergänzungen:

Fällt die pflegende Person durch Krankheit, Urlaub oder sonstige Gründe zeitweise aus, können pro Kalenderjahr bis zu sechs Wochen Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden -  selbstverständlich auch nur stundenweise. Ist die pflegende Person weniger als 8 Stunden am Tag verhindert, erfolgt keine Anrechnung auf den maximalen Leistungszeitraum von 6 Wochen. Im Kalenderjahr können bis zu 1.612,00 Euro nachgewiesene Kosten erstattet werden. Dieser Betrag kann um maximal 806,00 Euro aufgestockt werden, und zwar aus Mitteln der Kurzzeitpflege, die noch nicht in Anspruch genommen wurden. So summiert sich der Leistungsanspruch auf bis zu 2.418,00 Euro im Kalenderjahr.

Wird die Verhinderungspflege durch nahe Angehörige – also bis zum zweiten Grad verwandt oder verschwägerte Familienmitglieder – oder durch im selben Haushalt lebende Personen erbracht, können nachgewiesene Kosten bis zur Höhe des Pflegegeldes für bis zu sechs Wochen erstattet werden (bei Pflegegrad 4 entspricht das einer Höchstgrenze von 1.092,00 Euro). Notwendige Aufwendungen, die der Ersatzpflegeperson im Zusammenhang mit der Verhinderungspflege entstanden sind, können auf Nachweis bis zu einer Summe von 1.612 Euro pro Jahr bzw. bei Übertrag von Mitteln der Kurzzeitpflege bis zu einer Summe von 2.418 Euro erstattet werden. Dazu gehören Fahrkosten oder Verdienstausfall.

Anders als von Ihnen angenommen können also Aufwendungen (erhaltene Beträge für die übernommene Pflege und Betreuung) bis zu 1.092 Euro jährlich und bei entstehen von Fahrkosten oder Verdienstausfall durch die Verhinderungspflege bis zu 2.418 Euro jährlich erstattet werden.

Zusätzlich wird bei stundenweiser Inanspruchnahme das Pflegegeld normalerweise in voller Höhe ausbezahlt.

Und wie Ihnen bereits ans Herz gelegt: Scheuen Sie nicht, die Pflegeberatung vor Ort in Anspruch zu nehmen.  

Mit freundlichen Grüßen
Ihr AOK Expertenteam

Ihr Expertenteam der AOK

Guten Abend Expertenteam,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Wir hatten den Antrag für Verhinderungspflege 2018 bereits eingereicht (wohlgemerkt ohne Fahrkosten oder Verdienstausfall).

Erstattet bekommen haben wir 1612€ + 806€ = 2418€.

Auch nach mehrfachen Hinweisen ließ sich die Sachbearbeiterin nicht davon abbringen die 1612€ zu erstatten.

Ihre Antwort war stets: "Die 1612€ stehen jedem zu. Der Verwandtschaftsgrad spielt hier keine Rolle."

Was soll man da noch sagen!

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