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Zusatzbeitrag sinkt auf 0,7 Prozent

AOK Bremen/Bremerhaven startet „750 Euro Plus“

Entlastung für 2019

Bremen, 11. Dezember 2018. Die AOK Bremen/Bremerhaven senkt den Zusatzbeitrag für ihre Mitglieder zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren, auf 0,7 Prozent. Ein Durchschnittsverdiener mit 3000 Euro Gehalt zahlt 2019 rund 162 Euro weniger Beitrag als im laufenden Jahr. Diese Ersparnis kommt auch deshalb zustande, weil sowohl Beitragssatz wie Zusatzbeitrag künftig paritätisch finanziert werden – Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich also hälftig den Krankenkassenbeitrag. Insgesamt entlastet die größte Krankenkasse im Land Bremen ihre Mitglieder im kommenden Jahr um rund fünf Millionen Euro.

Haushaltsplan 2019 beschlossen

Der AOK-Verwaltungsrat beschloss gestern die Senkung des Zusatzbeitragssatzes und verabschiedete den Haushaltsplan 2019. Rund 876 Millionen Euro wird die AOK Bremen/Bremerhaven im kommenden Jahr für die Krankenbehandlung und 183 Millionen Euro für Pflegeleistungen im Land Bremen aufwenden – insgesamt also mehr als eine Milliarde Euro für medizinische und pflegerische Leistungen. Im laufenden Jahr 2018 wird die AOK voraussichtlich ein Plus von rund 8,1 Millionen Euro erwirtschaften.

Zu dem guten Ergebnis beigetragen haben ein deutlicher Zuwachs auf 259.800 Versicherte (plus 3,3 Prozent) und eine im Vergleich zu anderen Kassen sehr geringe Ausgabensteigerung von 0,6 Prozent je Versicherten. Das Durchschnittsalter der AOK-Versicherten liegt bei nur noch 41,6 Jahren, rund 2,5 Jahre niedriger als das Durchschnittsalter in anderen Kassen. „Das sichert unserer Kasse die Zukunft“, sagte der Vorstandsvorsitzende Olaf Woggan, „wir können viele junge Menschen davon überzeugen, dass es gut ist, AOK-versichert zu sein.“ Die AOK Bremen/Bremerhaven habe zudem ihr Ausgabenmanagement neu aufgestellt und sei dabei, viele interne Prozesse in Richtung Digitalisierung zu optimieren.

Die beiden Verwaltungsratsvorsitzenden Annette Düring und Wolfgang Söller lobten diese positive Entwicklung. Laut Annette Düring entspricht die Senkung des Zusatzbeitrages auch dem sozialpolitischen Auftrag der AOK. „Indem wir den Zusatzbeitragssatz im zweiten Jahr hintereinander senken, stärken wir die Kaufkraft aller Bremer und Bremerhavener.“ Gleichzeitig profitierten die Menschen von der durchgehend paritätischen Finanzierung des Kassenbeitrags. Die AOK Bremen/Bremerhaven folge auch dem Gebot des Gesetzgebers, Rücklagen abzubauen. „Wir sehen dieses gesetzliche Gebot trotzdem kritisch: Denn wir haben schon gezeigt, dass wir unsere Beitragszahler in erfolgreichen Jahren entlasten, dass wir aber zugleich verantwortungsvoll über mehrere Jahre planen und dafür Rücklagen brauchen.“ Der alternierende Verwaltungsratsvorsitzende Wolfgang Söller betonte, dass der Haushalt der Gesundheitskasse auch 2019 hanseatisch zurückhaltend kalkuliert worden sei – und mögliche Ausgabensteigerungen berücksichtige. 

Neue Leistungen und mehr Service

Die AOK Bremen/Bremerhaven will im kommenden Jahr mit neuen Leistungen punkten und ihre Versichertenzahl weiter erhöhen. So werden die zusätzlichen Leistungen im bisherigen Programm „500 Euro Plus“ auf „750 Euro Plus“ erweitert. Eine vierköpfige Familie kann damit bis zu 3000 Euro im Jahr sparen. Im Rahmen des Programms werden zum Beispiel Kostenbeteiligung bei zwei professionellen Zahnreinigungen pro Jahr angeboten, außerdem Osteopathie und Homöopathie bei dafür qualifizierten Ärzten und eine Reihe von besonderen Leistungen für werdende Eltern und junge Familien.

„Wir werden darüber hinaus weiter in mehr Service und Nähe zu unseren Versicherten investieren“, ergänzte der Vorstandschef. So plant und baut die AOK zwei neue Geschäftsstellen – im Bremer Stadtteil Huchting und in Blockdiek im Wohngebiet Ellener Feld. Insgesamt wird die AOK Bremen/Bremerhaven im Jahr 2020 dann über zwölf Geschäftsstellen und Servicepoints verfügen – fünf mehr als noch 2013. „Wir stellen uns damit gegen den Trend im Bundesgebiet, die Zahl der Geschäftsstellen immer weiter zu reduzieren“, sagte Woggan. Die Gesundheitskasse investiere zugleich aber auch in neue Funktionen der Online-Geschäftsstelle. AOK-Kunden könnten viele Angebote jetzt schon bequem von zuhause aus nutzen.

Die AOK Bremen/Bremerhaven ist mit 259.800 Versicherten und rund 700 Mit-arbeitern die größte Kranken- und Pflegekasse im Land Bremen, die im Jahr 2019 über eine Milliarde Euro für Kranken- und Pflegeleistungen aufwenden wird. Die größten Ausgabenposten sind Krankenhausbehandlung mit 289 Millio-nen Euro, ambulante Behandlungen mit 149 Millionen Euro, Arzneimittel mit 114 Millionen Euro und Pflegeleistungen mit 183 Millionen Euro.