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Zusatzbeitrag bleibt stabil bei 0,7 Prozent

Leistungen erweitert – neue Geschäftsstelle wird 2020 eröffnet

Bremen, 18. Dezember 2019. Die AOK Bremen/Bremerhaven hält ihren Zusatzbeitrag bei 0,7 Prozent stabil. Die größte Krankenkasse im Land Bremen entlastet ihre Mitglieder damit auch im kommenden Jahr – denn die Gesundheitskasse ist künftig 0,4 Prozent günstiger als Krankenkassen mit dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent. Ein Durchschnittsverdiener mit 3000 Euro Monatsgehalt spart so gegenüber teuren Kassen mit einem Zusatzbeitrag von 1,5 Prozent rund 156 Euro, mit knapp 4700 Euro Gehalt spart er 225 Euro im Jahr. Die AOK entlastet Mitglieder und Arbeitgeber im kommenden Jahr insgesamt um rund 25 Millionen Euro.

Der AOK-Verwaltungsrat beschloss gestern den Zusatzbeitragssatz und verabschiedete den Haushaltsplan 2020. Rund 927 Millionen Euro wird die AOK Bremen/Bremerhaven im kommenden Jahr für die Krankenbehandlung und 199 Millionen Euro für Pflegeleistungen im Land Bremen aufwenden – insgesamt also deutlich mehr als eine Milliarde Euro für medizinische und pflegerische Leistungen. Durch verschiedene gesetzgeberische Maßnahmen der Bundesregierung – unter anderem sollen die Rücklagen aller Krankenkassen deutlich abgeschmolzen werden – plant die AOK Bremen/Bremerhaven 2020 einem Verlust von 19,8 Millionen Euro ein, der das gute Finanzpolster verringern wird.

„Wir streben seit jeher einen Beitragssatz an, der über einen langen Zeitraum stabil bleibt“, betonte der Verwaltungsratsvorsitzende Wolfgang Söller dazu. „Dafür muss man in guten Zeiten Überschüsse sammeln, die man in schwierigeren Zeiten wieder auflösen und den Beitragszahlern zurückgeben kann.“ Für die alternierende Verwaltungsratsvorsitzende Annette Düring lässt sich der Ausgabenanstieg durch verschiedene gesetzgeberische Maßnahmen bereits deutlich im Haushalt des kommenden Jahres ablesen. „Die Ausgaben müssen aber auch steigen, wenn wir weiterhin eine gute Versorgung der Menschen leisten wollen – zum Beispiel, um gute Pflege in Krankenhäusern und Altenheimen sicherstellen zu können.“

Trotz der geplanten Ausgabenerhöhung will die größte Krankenkasse im Land Bremen ihre Leistungen weiter verbessern. So sollen AOK-Versicherte schon ab 18 Jahren einen Gesundheits-Check-up bei ihrem Hausarzt vornehmen lassen können, wenn dieser Arzt an der Hausarztzentrierten Versorgung (HzV) teilnimmt. Außerdem wird die Leistung dann alle zwei Jahre bezahlt. Bei den meisten anderen Kassen wird diese Leistung ab 2020 nur alle drei Jahre übernommen, außerdem dürfen nur Versicherte ab 35 Jahre den Check-up in Anspruch nehmen.

Zusätzlich ist geplant, dass die AOK-Versicherten bei ihren Gesundheits-Check-up weitere Leistungen erhalten. Für 18- bis 35jährige Versicherte sind ein Ruhe-EKG, eine orientierende Ultraschall-Untersuchung, zum Beispiel bei starken Bauchschmerzen, und die Messung der Sauerstoffsättigung im Blut geplant, ohne dass Blut abgenommen werden muss. Auch über 35jährige sollen diese Leistungen in Anspruch nehmen können – hinzu kommt als vierte Leistung noch eine Lungenfunktionsmessung. Die neuen Leistungen stehen noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Aufsicht.

Die AOK Bremen/Bremerhaven rechne nach dem Haushaltsplan im kommenden Jahr mit deutlich steigenden Kosten in verschiedenen Leistungsbereichen, sagte der AOK-Vorstandsvorsitzende Olaf Woggan. So schlagen Heilmittel – zum Beispiel Physiotherapie, Logopädie oder Ergotherapie – mit einer Kostensteigerung von 10,9 Prozent auf fast 23 Millionen Euro zu Buche. Auch die Kosten für Hilfsmittel, also etwa Rollstühle, Gehhilfen oder Prothesen, werden gegenüber 2019 um 7,8 Prozent auf 32 Millionen Euro steigen. Die Ausgaben für Arzneimittel werden nach dieser Prognose von 121 auf 129 Millionen Euro steigen, ein Zuwachs von 6,5 Prozent. Den gleichen prozentualen Kostenanstieg erwartet die AOK auch bei den Krankenhausbehandlungen – nur, dass es hier um eine mehr als doppelt so hohe Gesamtsumme von 305 Millionen Euro geht. Die Gesamtausgaben in der Krankenversicherung werden nach dieser Rechnung im kommenden Jahr um rund 6,3 Prozent steigen.

Auch in der Pflegeversicherung werden die Kosten höher ausfallen, allerdings in deutlich geringerem Maße. Die AOK Bremen/Bremerhaven erwartet 2020 eine Steigerung um 4,1 Prozent. In der vollstationären Pflege sollen die Ausgaben nur um 2,4 Prozent auf 59 Millionen Euro wachsen. Bei Pflegegeld für ambulante Pflege erwartet die Gesundheitskasse Mehrausgaben von 4,1 Prozent auf dann 57 Millionen Euro.

„Wir werden im kommenden Jahr erneut in mehr Service und Nähe zu unseren Versicherten investieren“, kündigte der Vorstandschef außerdem an. So will die AOK Bremen/ Bremerhaven im kommenden Jahr eine neue Geschäftsstelle im Neubaugebiet Ellener Feld im Osten Bremens eröffnen. Man stelle sich damit gegen den Trend im Bundesgebiet, immer mehr Geschäftsstellen von Krankenkassen zu schließen, sagte Woggan. In Bremen und Bremerhaven gibt es seit 2013 statt sieben inzwischen elf AOK-Geschäftsstellen. Ein Grund dafür: Die Zahl der AOK-Versicherten ist seither um rund 40.000 auf über 264.000 Menschen gestiegen. 

Die AOK Bremen/Bremerhaven ist mit über 264.000 Versicherten und knapp 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte Kranken- und Pflegekasse im Land Bremen. Über eine Milliarde Euro wird die Gesundheitskasse im Jahr 2020 für Kranken- und Pflegeleistungen aufwenden.

Pressekontakt

Jörn Hons
AOK Bremen/Bremerhaven
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