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Wieder mehr Klinikpatienten

Auch in der dritten Pandemiewelle sind in den Krankenhäusern in Bremen und Bremerhaven weniger Patienten behandelt worden als in den Vorjahren – allerdings fiel der Rückgang der Fallzahlen geringer aus als in den ersten beiden Corona-Wellen.

Appell der Ärzte fruchtet

Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), das anonymisierte Daten von stationär behandelten AOK-Versicherten ausgewertet hat. Danach lag die Gesamtzahl der Fälle von März bis Mai 2021 um 16 Prozent unter dem Vergleichszeitraum 2019. Bei psychiatrischen Fällen betrug der Rückgang im Land Bremen elf Prozent. Bremen liegt damit etwa im Bundesdurchschnitt.

Je nach Krankheitsbild gab es unterschiedlich starke Veränderungen der Patientenzahlen. Bei Notfällen wie Herzinfarkt (plus 6 Prozent) und Schlaganfall (minus 2 Prozent) hat sich die Zahl der Behandlungen auf ein vergleichbares Niveau wie 2019 eingependelt. Der starke Rückgang in der ersten Pandemiewelle von März bis Mai 2020 habe sich im Vergleichszeitraum 2021 im Land Bremen nicht wiederholt, sagt Jörn Hons, Pressesprecher der AOK Bremen/Bremerhaven. „Offenbar haben die Aufklärung und der Appell der Ärzte und anderer Institutionen gefruchtet, in solchen lebensbedrohlichen Situationen ohne Zögern den Notruf zu alarmieren.“ Im Bundesgebiet verzeichnet das WIdO dagegen nach wie vor einen deutlicheren Rückgang der Behandlungen bei Herzinfarkten und Schlaganfällen.

Grundlegender Wandel in der Versorgung bestimmter Krankheiten

Besonders auffällig ist, dass die Fälle bei sogenannten ambulant-sensitiven Krankheitsbildern in den Bremer und Bremerhavener Kliniken massiv zurückgegangen sind. Dazu zählt etwa die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), hier sank die Fallzahl um 44 Prozent gegenüber 2019; bei Asthma-Patienten betrug der Rückgang sogar 84 Prozent. Bei Herzinsuffizienz (minus 16 Prozent) und Diabetes mellitus (minus 11 Prozent) fiel der Rückgang nicht ganz so stark aus. „Die Pandemie befördert hier möglicherweise einen grundlegenden Wandel in der Versorgung solcher Fälle. In anderen Ländern werden solche Patienten schon deutlich länger ambulant statt im Krankenhaus behandelt“, sagt WIdO-Geschäftsführer Jürgen Klauber. Auch bei Darmkrebs-Operationen ist die Zahl der Fälle im Land Bremen um rund ein Drittel gesunken. Dies hängt nach einer ersten Einschätzung des WIdO vor allem damit zusammen, dass in der Corona-Pandemie erheblich weniger Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchungen vorgenommen wurden. Genaue Zahlen über die ambulante Diagnostik liegen allerdings noch nicht vor. Brustkrebs-Operationen bewegen sich bundesweit wie im Land Bremen dagegen wieder auf dem Niveau des Jahres 2019.

Eine Besonderheit gibt es bei Operationen, bei denen ein neues Hüftgelenk eingesetzt wurde: Bei Arthrose-bedingten, planbaren Hüftgelenksoperationen blieb die Zahl der Fälle in der dritten Welle auf dem Niveau des Jahres 2019 – bei Hüftgelenksimplantationen, die als Notfall nach einem Sturz notwendig waren, ging die Zahl allerdings um 24 Prozent zurück.

Hohe Sterblichkeit bei Beatmung

Das WIdO hat auch die stationäre Behandlung von AOK-Versicherten mit einer Covid-19-Erkrankung untersucht – und zwar bis einschließlich März 2021. Danach ist die Verweildauer in der Klinik bundesweit von 17,1 Tagen in der ersten Pandemiewelle auf 13,3 Tage mit Beginn der dritten Welle gesunken. Auch das Durchschnittsalter der Corona-Patienten ist von 68 auf 63,6 Jahre gesunken. Im Land Bremen sind die Trends bei Verweildauer (im März 15,6 Tage) und Altersdurchschnitt (62,3 Jahre) nicht so eindeutig, betont AOK-Pressesprecher Jörn Hons. „Bei den relativ kleinen Patientenzahlen in unserem Bundesland muss man berücksichtigen, dass kleine Veränderungen bei den Patienten zu großen prozentualen Ausschlägen führen.“ 

Insgesamt wurden im Land Bremen von März 2020 bis März 2021 genau 1518 AOK-Versicherte wegen Corona in Kran-kenhäusern behandelt; 203 von ihnen mussten beatmet werden. Nicht verändert hat sich in diesem Zeitraum die hohe Sterblichkeit unter den beatmeten Covid-19-Patienten: Sie liegt bundesweit ebenso wie im Land Bremen bei rund 50 Prozent.         

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