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Test auf Hepatitis B und C wird Teil des Gesundheits-Check-ups

Versicherte ab 35 Jahren haben künftig Anspruch auf einen einmaligen Test auf Hepatitis B und C. Das Screening wird Bestandteil des Gesundheits-Check-ups.

Hepatitis-Früherkennung kann schwere Leberschäden verhindern

Versicherte ab 35 Jahren können sich künftig einmalig auf Hepatitis B und C testen lassen. Damit sollen unentdeckte und anfangs häufig symptomlos oder schleichend verlaufende Infektionen mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV) oder Hepatitis-C-Virus (HCV) frühzeitig erkannt werden. Hepatitis B und C sind Leberentzündungen, die schwerwiegende Folgen wie Leberzirrhose oder Leberkrebs haben können. Werden diese Infektionen rechtzeitig entdeckt und behandelt, können schwere Leberschäden verhindert werden. Der Test wird Bestandteil des Gesundheits-Check-ups. Den Check-up können Versicherte ab 35 Jahren alle drei Jahre in Anspruch nehmen, wobei das Hepatitis-Screening nur einmalig möglich ist.

Hepatitis ist ansteckend

Hepatitis B ist hochansteckend und eine der weltweit häufigsten Infektionskrankheiten. Das Virus ist im Blut infizierter Personen enthalten, aber auch in anderen Körperflüssigkeiten, wie Speichel, Sperma, Tränenflüssigkeit oder Muttermilch. Es gelangt schon über geringfügige Verletzungen der Haut oder Schleimhaut in den Körper und wird besonders oft durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Hepatitis C wird hauptsächlich über virushaltiges Blut übertragen, beispielsweise wenn im privaten Anwendungsbereich Injektionsnadeln von mehreren Personen gemeinsam genutzt werden, sowie eher selten durch sexuellen Kontakt.

Screening auf Hepatitis B und C

Das Screening beinhaltet die Untersuchung des Bluts auf das Oberflächenprotein des Hepatitis-B-Virus sowie auf Antikörper gegen das Hepatitis-C-Virus. Bei einem positiven Ergebnis wird dieselbe Blutprobe ein zweites Mal auf Vorhandensein von Viruserbgut untersucht, um eine aktive Infektion mit Hepatitis B oder C nachzuweisen. Eine aktive Infektion kann mit einer antiviralen Therapie behandelt werden.

Vor dem Screening auf Hepatitis B sollte der Impfstatus geklärt werden. Versicherte, die gegen Hepatitis B geimpft sind, müssen nicht darauf getestet werden. Für Hepatitis C gibt es hingegen keine Schutzimpfung.

Diese Kosten übernimmt die AOK

Die AOK übernimmt die Kosten für das einmalige Screening auf Hepatitis B und C. Der Test erfolgt im Rahmen des Gesundheits-Check-ups. Übergangsweise können sich Versicherte ab 35 auch separat auf Hepatitis B und C testen lassen, wenn sie weniger als drei Jahre vor Inkrafttreten des G-BA-Beschlusses zur Testeinführung ihre letzte Check-up-Untersuchung hatten. Damit soll denjenigen, die es wünschen, eine zeitnahe Inanspruchnahme des neuen Angebots ermöglicht werden. Wer das nicht möchte, kann das Hepatitis-Screening aber auch zu seinem regulären Check-up-Termin in Anspruch nehmen.

Wann können Sie diese Leistung in Anspruch nehmen?

Neue Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen durchlaufen einen Prozess.

  1. Der Gemeinsame Bundesausschuss beschließt die Leistung.
  2. Die Leistung wird nach Prüfung durch das Bundesgesundheitsministerium offiziell im Bundesanzeiger veröffentlicht. Sofern das Ministerium den Beschluss nicht beanstandet, tritt er nach Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft.
  3. Im Anschluss daran einigen sich die gesetzlichen Krankenkassen und die ärztlichen Leistungserbringer auf eine Abrechnungsziffer.
  4. Erst wenn diese Abrechnungsziffer vorliegt, kann die Gesundheitskasse Ihnen diese Leistung anbieten. Die Abrechnung erfolgt dann automatisch über die elektronische Gesundheitskarte direkt mit dem Leistungserbringer. 
  5. Da es momentan noch keine Abrechnungsziffer gibt, können Sie diese Leistung leider noch nicht in Anspruch nehmen oder müssen die Kosten dafür selbst tragen, bis die Ziffer vorliegt. In dringenden Fällen wenden Sie sich gerne an Ihre AOK.

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