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Leistungen der Pflegeversicherung

Wird ein Familienmitglied pflegebedürftig, können Leistungen der Pflegeversicherung beantragt werden. Hier erhalten Sie einen Überblick aller Leistungen der AOK-Pflegekasse, die es für Pflegebedürftige und Pflegepersonen gibt.

Ihr Leistungsanspruch im Pflegefall

Voraussetzungen für Leistungen aus der Pflegeversicherung

Leistungen der AOK-Pflegekasse erhält, wer voraussichtlich für mindestens sechs Monate in seiner selbstständigen Lebensführung oder seinen Fähigkeiten derart beeinträchtigt ist, dass er pflegerische Unterstützung benötigt.  Pflegeleistungen erhält zudem nur, wer einen Antrag gestellt hat, der von der Pflegekasse bewilligt wurde.

Welche Leistungen der Pflegebedürftige konkret erhält, richtet sich nach dem Pflegegrad. Um den Pflegegrad zu ermitteln, besucht ein Gutachter des Medizinischen Dienstes (MD), ehemals Medizinischer Dienst der Krankenversicherung (MDK), den Pflegbedürftigen zu Hause und beurteilt anhand verschiedener Module und Kriterien, wie selbständig sich der betroffene Mensch im Alltag versorgen kann. Anhand des Gutachtens legt die Pflegekasse den Pflegegrad fest.

Einschätzung der Pflegebedürftigkeit 

Die Pflegeleistungen im Überblick

In der Tabelle finden Sie die Höchstbeträge für alle Pflegeleistungen der ambulanten und stationären Pflege. Sofern nicht anders angegeben, werden die Leistungen der Pflegeversicherung monatlich gezahlt.

Hinweis: Die in der Tabelle genannten Beiträge gelten ab dem 1. Januar 2022.

Leistungen Pflege-
grad 1
Pflege-
grad 2
Pflege-
grad 3
Pflege-
grad 4
Pflege-
grad 5
Pflegegeld - 316 EUR 545 EUR 728 EUR 901 EUR
Pflegesach-
leistung,
häusliche
Pflege
- 724 EUR 1.363 EUR 1.693 EUR 2.095 EUR
Teilstationäre
Pflege
- 689 EUR 1.298 EUR 1.612 EUR 1.995 EUR
Vollstationäre Pflege-
leistungen
125 EUR
Zuschuss
770 EUR 1.262 EUR 1.775 EUR 2.005 EUR
Zuschlag zum
pflegebedingten
Eigenanteil bei
vollstationärer Pflege
Bis 12 Monate:
5 Prozent

Bis 24 Monate:
25 Prozent

Bis 36 Monate:
45 Prozent

Über 36 Monate:
70 Prozent
Bis 12 Monate:
5 Prozent

Bis 24 Monate:
25 Prozent

Bis 36 Monate:
45 Prozent

Über 36 Monate:
70 Prozent
Bis 12 Monate:
5 Prozent

Bis 24 Monate:
25 Prozent

Bis 36 Monate:
45 Prozent

Über 36 Monate:
70 Prozent
Bis 12 Monate:
5 Prozent

Bis 24 Monate:
25 Prozent

Bis 36 Monate:
45 Prozent

Über 36 Monate:
70 Prozent
Entlastungsbetrag,
nach Vorlage der
entsprechenden
Belege
125 EUR 125 EUR 125 EUR 125 EUR 125 EUR
Kurzzeit-
pflege,
pro Kalender-
jahr
- 1.774 EUR 1.774 EUR 1.774 EUR 1.774 EUR
Verhinderungs-
pflege, pro
Kalenderjahr
- 1.612 EUR 1.612 EUR 1.612 EUR 1.612 EUR
zum Verbrauch
bestimmte
Pflegehilfs-
mittel
40 EUR 40 EUR 40 EUR 40 EUR 40 EUR
Wohnumfeld-
verbesserung,
pro Maßnahme
4.000 EUR 4.000 EUR 4.000 EUR 4.000 EUR 4.000 EUR
Wohngruppen-
zuschlag
214 EUR 214 EUR 214 EUR 214 EUR 214 EUR
Pausschalleistung
für die Pflege von
Menschen mit
Behinderungen
max. 266 Euro
(15 Prozent
der Vergütung)
max. 266 Euro
(15 Prozent
​​​​​​​der Vergütung)
max. 266 Euro
(15 Prozent
​​​​​​​der Vergütung)
max. 266 Euro
(15 Prozent
​​​​​​​der Vergütung)

Pflegehilfsmittel für zuhause

Für die Pflege zu Hause gibt es sogenannte Pflegehilfsmittel, die die Pflege erleichtern. Dazu gehören zum Beispiel Pflegebetten, spezielle Pflegebett-Tische oder Sitzhilfen zur Pflegeerleichterung. Diese Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege werden entweder direkt bei der AOK-Pflegekasse beantragt (auch formlose Anträge sind möglich) oder vom behandelnden Arzt verordnet bzw. vom Medizinischen Dienst im Rahmen der Pflegebegutachtung empfohlen.

Die monatliche Kostenübernahme für sogenannte zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel, wie beispielsweise Mundschutz, Einmallätzchen, Bettschutzeinlagen, Einmalhandschuhe oder Händedesinfektionsmittel beträgt höchstens 40 Euro. Im Zuge der Corona-Krise wurde der Betrag bis zum 31. Dezember 2021 auf 60 Euro erhöht.

Darüber hinaus gibt es "Pflegehilfsmittel zur selbstständigeren Lebensführung und Mobilität". Dazu zählen insbesondere Hausnotrufsysteme. Eine Versorgung damit kommt dann in Betracht, wenn der Pflegebedürftige alleinlebend oder über weite Teile des Tages alleinlebend ist und jederzeit aufgrund des Krankheits- oder Pflegezustandes (wie Gleichgewichts- und Bewusstseinsstörungen, Herzanfälle, Fallneigung) mit dem Eintritt einer Notsituation zu rechnen ist, in der es dem Pflegebedürftigen nur mit Hilfe des Hausnotrufsystems (und nicht mit handelsüblichen Telefonen) möglich ist, einen Notruf abzusetzen.

Der Anspruch besteht auch dann, wenn der Pflegebedürftige mit einer Person in häuslicher Gemeinschaft lebt, die jedoch aufgrund ihrer körperlichen oder geistigen Einschränkungen im Fall einer Notsituation nicht in der Lage ist, einen Hilferuf selbstständig abzusetzen.

Mehr Informationen zu Pflegehilfsmitteln finden Sie hier

Hinweis für Pflegebedürftige in Pflegegrad 1

Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 können den Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro einsetzten für Leistungen der Tages-, Nacht oder Kurzzeitpflege. Darüber hinaus können sie den Entlastungsbetrag nutzen für Pflegesachleistungen ambulanter Pflege- und Betreuungsdienste und für Angebote zur Unterstützung im Alltag, die nach Landesrecht anerkannt sind. Der Betrag ist zweckgebunden einzusetzen und kann nach Vorlage entsprechender Rechnungen erstattet werden. Monatlich nicht verbrauchte Beträge können innerhalb eines Kalenderjahres angespart und bis zum 30. Juni des Folgejahres verbraucht werden.

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Hinweis: Alle Pflegebedürftigen in stationären Einrichtungen werden Ende Dezember 2021 über die neuen Leistungen informiert.

Kostenerstattung von Leistungen nach dem Tod

Verstirbt ein Pflegebedürftiger, dann können Angehörige sich Pflegeleistungen erstatten lassen, für die sie bereits in Vorleistung getreten sind. Die Erstattung muss binnen von zwölf Monaten nach dem Tod des Pflegebedürftigen geltend gemacht werden.

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