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Krankenkassenbeiträge im Übergangsbereich

Arbeitnehmer mit einem Einkommen, das nur wenig höher ist als in einer geringfügigen Beschäftigung, sollen nicht von Beginn an mit hohen Beiträgen für die Sozialversicherung belastet werden. Aus diesem Grund ist der Arbeitnehmeranteil für Midijobber niedriger.

Der Übergangsbereich schützt geringes Arbeitsentgelt im Niedriglohnbereich

Während für geringfügig Beschäftigte mit einem Einkommen bis 450 Euro im Monat lediglich Beiträge zur Rentenversicherung fällig werden, tritt die volle Sozialversicherungspflicht (Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) ein, sobald das Arbeitsentgelt diese Grenze übersteigt. Um die damit verbundenen Belastungen zu reduzieren, gibt es den Übergangsbereich mit verringerten Sozialversicherungsbeiträgen. Bis zum 30. Juni 2019 hieß dieser Gleitzone.

Die Regelung für den Übergangsbereich betrifft ausschließlich Midijobs

Die Regelung gilt ausschließlich für Arbeitnehmer mit einem sogenannten Midijob im Niedriglohnbereich und einem Einkommen zwischen 450,01 und 1.300 Euro. Auszubildende, Praktikanten, Teilnehmer an einem freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr sowie Studenten in dualen Studiengängen mit einer Vergütung bis 1.300 Euro fallen nicht unter die Regelungen des Übergangsbereichs. Das gilt auch für Arbeitnehmer in anderen speziellen Programmen wie der Altersteilzeit, bei Kurzarbeit oder in Wiedereingliederungsmaßnahmen. Üben Sie mehrere Beschäftigungen im Niedriglohnbereich aus und erhalten dafür Arbeitsentgelte, die insgesamt den Betrag von 1.300 Euro im Monat überschreiten, gilt die Übergangsbereichsregelung ebenfalls nicht. Eine geringfügige Beschäftigung mit einem Einkommen bis 450 Euro dürfen Sie jedoch neben Ihrem Midijob ausüben, ohne dass sich dadurch Ihr Beitrag zu Krankenversicherung erhöht.

Berechnung des Krankenkassenbeitrags im Übergangsbereich

Ihr Krankenkassenbeitrag innerhalb des Übergangsbereichs richtet sich nach einer besonderen Berechnungsformel. In dieser Formel reduziert ein Faktor, den das Bundesministerium für Arbeit und Soziales jedes Jahr neu festlegt, die Höhe Ihres Arbeitsentgelts als Grundlage für die Beitragsberechnung. Dadurch sinkt Ihr Beitrag zur Sozialversicherung und damit auch zur Krankenkasse. Ihr Arbeitgeber hingegen zahlt im Übergangsbereich stets den vollen Arbeitgeberanteil zu den Sozialversicherungen aus dem ungekürzten Arbeitsentgelt.

Steigt das Einkommen innerhalb des Übergangsbereichs, erhöht sich auch der Beitragsanteil des Arbeitnehmers zur Sozialversicherung. Dadurch entsteht ein fließender Übergang zur vollen Beitragspflicht in einem Beschäftigungsverhältnis oberhalb des Übergangsbereichs mit einem Einkommen über 1.300 Euro.

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