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Hausarztvertrag angepasst

Welche Behandlung – bei zwei oder drei Möglichkeiten - ist die richtige? Welchen Weg zur Genesung sollte man einschlagen, und was muss der Patient dafür tun? Immer mehr Menschen wollen diese Entscheidung nicht allein ihrem Arzt überlassen, sondern gemeinsam mit ihm darüber sprechen und entscheiden. Ein Grund, warum die AOK Bremen/Bremerhaven jetzt ihren Hausarztvertrag anpasst. Sie honoriert die Hausärzte für den höheren Aufwand, der die gemeinsame Entscheidungsfindung bedeutet.

Shared Decision Making

Ziel des neuen Konzepts der gemeinsamen Entscheidungsfindung (englisch „Shared Decision Making“) ist unter anderem, die Therapietreue und damit den Behandlungserfolg bei den Patienten zu erhöhen. Die Erfahrung zeigt nämlich: Wenn Arzt und Patient etwas gemeinsam vereinbart haben, dann wird dieser Plan im Alltag auch besser in die Praxis umgesetzt. „Bessere Qualität, bessere Betreuung, zufriedenere Patienten: Das ist aus unserer Sicht das Ziel des weiterentwickelten Hausärztevertrages“, so Olaf Woggan, Vorstandsvorsitzender der AOK Bremen/Bremerhaven. „Wir wollen die Erkenntnisse der Forschung, vieler Patientenbefragungen und auch gesellschaftlicher Entwicklungen der vergangenen Jahre in die reale Praxis umsetzen und entsprechend vergüten“.

AOK Bremen/Bremerhaven ist Vorreiter

Das Konzept verpflichtet die teilnehmenden Hausärzte, ihre Praxisorganisation entsprechend auszurichten und den Therapieverlauf vor allem bei chronisch Kranken entsprechend zu steuern. Die AOK Bremen/Bremerhaven ist mit dem Vertrag, der dieses Konzept zum konkreten Inhalt ärztlichen Handelns macht, Vorreiter im Bundesgebiet. Übrigens soll das Modell auch wissenschaftlich begleitet und erforscht werden – natürlich nur mit vorheriger Einwilligung von Patienten und Ärzten.

Beteiligung des Patienten

Die eigentliche Idee, dass Arzt und Patient besser gemeinsam über die Diagnostik und Therapie entscheiden, ist gar nicht so neu: Seit der Jahrtausendwende haben verschiedene auch internationale Studien gezeigt, dass sich die Mehrheit der Patienten dieses gemeinsame Vorgehen vor allem bei schweren Krankheiten wünscht.

Bei den Befragungen kam heraus: Je schlechter der Gesundheitszustand, etwa bei chronisch Kranken, und je höher der Bildungsstand ist, desto höher ist der Anteil der Patienten, die ein solches Vorgehen bevorzugen. Nur ein knappes Viertel der Patienten beharrte darauf, dass allein der Arzt über den richtigen Behandlungsweg entscheiden soll. Weniger als ein Fünftel der Patienten will dagegen in solchen Fällen die Entscheidung über die richtige Behandlung allein für sich selbst treffen.

Hausarztzentrierte Versorgung stärken

Mit dem Vertrag müssen die rund 460 Hausärzte und –Kinderärzte in Bremen und Bremerhaven, die im sogenannten Hausärztevertrag eingeschrieben sind, einige besondere Vorgaben erfüllen. So müssen sie sich zum Beispiel regelmäßig über Forschungsergebnissen des „Shared Decision Making“ auf dem Laufenden halten. Ziel ist dabei, die hausarztzentrierte Versorgung mit hoher Qualität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit im Land Bremen stärker zu fördern.

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