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Corona-Schutzimpfungen: Nebenwirkungen und Impfreaktionen

Eine Impfung gegen Corona bietet einen guten Schutz davor, an dem Virus zu erkranken. Wie bei jeder Impfung können auch hierbei Impfreaktionen auftreten. Aber welche Nebenwirkungen gibt es konkret und wie häufig treten sie auf? Erfahren Sie mehr darüber und lesen Sie erste Erfahrungsberichte zur Corona-Schutzimpfung.

Was spricht für eine Corona-Schutzimpfung?

Eine COVID-19-Erkrankung kann sehr unterschiedlich verlaufen: bei vielen Menschen mit Symptomen wie Fieber, Muskelschmerzen und Geschmacksverlust, bei anderen mit lebensbedrohlichen Entzündungen der Lunge oder anderer Organe. Studiendaten zeigen, dass alle zugelassenen Impfstoffe gegen Corona einen sehr guten Schutz davor bieten, an dem Virus zu erkranken oder einen schwereren Verlauf zu erleiden. Nebenwirkungen sind überwiegend typische Impfreaktionen, wie sie bei jeder Impfung auftreten. Sehen Sie in der folgenden Tabelle im Vergleich, welche Risiken mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion und einer mRNA-Impfung verbunden sind. Nähere Informationen zu den zugelassenen DNA-Impfsttoffen finden Sie auf der Übersichtsseite  der AOK. 

(1) Robert Koch-Institut. Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19 

(2) Karagiannidis C, Mostert C, Hentschker C, Voshaar T, Malzahn J, Schillinger G, u. a. Case characteristics, resource use, and outcomes of 10 021 patients with COVID-19 admitted to 920 German hospitals: an observational study. Lancet Respir Med. 1. September 2020;8(9):853–62

(3) Germany Coronavirus: 2,006,523 Cases and 45,660 Deaths - Worldometer [zitiert 15. Januar 2021]

(4) Der Impfstoff Comirnaty (BNT162b2, Biontech / Pfizer) zur Impfung gegen Corona - gesundheitsinformation.de [zitiert 15. Januar 2021]

(5) Polack FP, Thomas SJ, Kitchin N, Absalon J, Gurtman A, Lockhart S, u. a. Safety and Efficacy of the BNT162b2 mRNA Covid-19 Vaccine. N Engl J Med. 31. Dezember 2020;383(27):2603–15.

(6) Transcript: CDC Update on COVID-19 | CDC Online Newsroom | CDC [zitiert 15. Januar 2021].

(7) Moderna: Baden  LR et al.: Efficacy and Safety oft he mRNA-1273 SARS-CoV-2 Vaccine. N Engl J Med 4.Februar.2021; 384:403-416

Warum impfen lassen? AOK-Experten im Interview

Im Interview sprechen die AOK-Experten Dr. Martin Roesler und Dr. Gerhard Schillinger über persönliche Erfahrungen mit einer Corona-mRNA-Impfung, die Sicherheit der Präparate und ihre Hoffnung auf ein Ende der Pandemie.

Dr. Martin Roesler, Beratender Arzt im Stab Medizin des AOK-Bundesverbandes und zudem Notarzt und Intensivmediziner.
Herr Dr. Roesler, da Sie Notarzt und Intensivmediziner sind und regelmäßig mit Patienten in Kontakt kommen, haben Sie bereits eine Corona-Impfung erhalten. Was hat Sie von einer Impfung überzeugt?
Ich habe mich ausführlich mit den aktuellen Studien beschäftigt und bin daher fest davon überzeugt, dass die Impfung sicher ist. Nach allem, was wir wissen, ist sie sehr effektiv. Die Impfung senkt nicht nur mein gesundheitliches Risiko, sondern auch das meiner Mitmenschen deutlich. Daher ist es für mich eine logische Konsequenz, sich impfen zu lassen, wenn die Möglichkeit dazu besteht.

Was ist für Sie der größte Nutzen der Impfung?
Durch die Impfung besteht die Möglichkeit, die Pandemie zum Erliegen zu bringen, wenn perspektivisch genug Impfstoff vorhanden ist.

Hatten Sie Beschwerden nach der Corona-Impfung?
Nach meiner ersten Impfung nur einen leichten Muskelkater in der linken Schulter. Der war nach zwei Tagen wieder verschwunden. Ich hatte also das volle Ausmaß der typischen Nebenwirkungen. Nach der zweiten Impfung hatte ich dann allerdings eineinhalb Tage leichte Kopfschmerzen und war etwas schlapp. Jetzt bin ich froh, den vollen Schutz gegen die Erkrankung zu haben.

Sie haben einen der neu entwickelten, sogenannten mRNA-Impfstoffe erhalten. Was sagen Sie Menschen, die Bedenken haben, weil diese Impfstoffe so schnell entwickelt wurden?
Das Prinzip mRNA wird schon seit 30 Jahren erforscht. Durch die veränderten Bedingungen der Corona-Pandemie sind jetzt nahezu unbegrenzte Mittel in die Entwicklung geflossen. Zudem sind Prozesse dadurch verkürzt worden, dass beispielsweise Studien nicht mehr nacheinander, sondern parallel abgelaufen sind. Letztlich lief die Entwicklung der Impfstoffe so sicher wie üblich. Ich sehe das eher als phänomenale wissenschaftliche und koordinative Leistung, die bei mir Begeisterung auslöst.

Dr. Gerhard Schillinger hat noch nicht die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Seine Eltern gehören aber zur ersten Impfgruppe und haben sowohl die erste als auch die zweite Impfung bereits hinter sich.

Dr. Gerhard Schillinger ist Leiter des Stabs Medizin im AOK-Bundesverband.
Dr. Schillinger, Ihre Eltern haben sich auf Ihren Rat hin impfen lassen. Was waren Ihre Argumente? 
Ich habe die möglichen Folgen einer COVID-Infektion den sehr geringen Nebenwirkungen der Impfung gegenübergestellt. Das hat sie überzeugt. Aus meiner Sicht hat die Impfung aufgrund ihrer hohen Effektivität und der geringen Nebenwirkungen einen sehr großen Nutzen, vor allem, wenn man sich anschaut, wie schlimm COVID-19 für viele Menschen verläuft. Außerdem gibt es erste wissenschaftliche Veröffentlichungen, die bei einem relevanten Teil der Betroffenen über lange bleibende Beschwerden berichten. Ich würde mich selbst auch sofort impfen lassen, bin aber in der letzten Gruppe der Nationalen Impfstrategie und werde wie viele andere noch eine Weile warten müssen.

Ihre Eltern sind über 80 Jahre alt. Wirken mRNA-Impfstoffe bei älteren Menschen so effektiv wie bei jüngeren?
Oft wirken Impfungen bei älteren Menschen nicht so gut wie bei jüngeren. Bei Grippeimpfungen ist das zum Beispiel der Fall. Aus den Studien zu den mRNA-Impfstoffen geht aber hervor, dass die Effektivität auch bei älteren Menschen sehr hoch ist – auch wenn die Gruppe der Hochaltrigen in den Studien relativ klein war.

Wie haben Sie Ihren Eltern erklärt, wie ein mRNA-Impfstoff funktioniert?
Ich habe ihnen erklärt, dass dieser Impfstoff eine Infektion mit dem Virus imitiert, ohne dass sie dabei tatsächlich infiziert werden. Durch den Impfstoff produzieren die Zellen an der Impfstelle bestimmte Einzelteile des Virus. Mit diesen wird das Immunsystem trainiert und kann im Ernstfall das Virus sehr schnell abwehren.

Sind nach der Corona-Impfung Nebenwirkungen bei Ihren Eltern aufgetreten?
Nach der ersten Impfung hatten sie gar keine Beschwerden. Nach der zweiten Impfung hatte meine Mutter einen Tag lang Fieber über 38,5 Grad. Dass die Impfwirkung nach der zweiten Impfung schlimmer sein kann, hatte ich ihnen vorher bereits gesagt, so dass sie darauf vorbereitet waren und sich nichts für diesen Tag vorgenommen hatten. Meine Eltern sind total glücklich, dass sie jetzt wieder ohne Angst vor Corona leben können.

Auf einen Blick: Folgen einer Corona-Infektion und Corona-Impfung

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