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Karies vorbeugen – ab dem ersten Zahn

Kleines Mädchen putzt seine Zähne im Bad.

Auch Milchzähne brauchen eine intensive Pflege. Etwa die Hälfte aller Karies-Zähne entstehen schon in den ersten drei Lebensjahren eines Kindes. In diesem Beitrag lesen Sie, auf welchen drei Säulen die richtige Mundhygiene bei Kindern steht.

20.02.2020Autor/in: Nina Moreno BehrRubrik: gesund & aktiv 0

Gesunde Zähne sind nicht nur schön: Im besten Fall können wir uns unser Leben lang auf sie verlassen. Die Weichen dafür stellen die Eltern schon, bevor ihre Kinder laufen können. Mit der richtigen Karies-Prophylaxe können sie von Anfang an stark beeinflussen, ob ihre Kinder später einmal Zahnprobleme bekommen. Für Gabriele Schweiger, Bereichsleiterin Zahnärzte bei der AOK Bayern, steht eine gute Mundhygiene für Kinder auf drei Säulen: „Eltern sollten tägliches Zähneputzen zur Gewohnheit machen, auf eine zuckerarme Ernährung achten und mit ihren Kindern regelmäßig zum Zahnarzt gehen“, fasst sie zusammen.

Zähneputzen ab dem ersten Zahn

„Studien zeigen, dass etwa die Hälfte aller kariösen Zähne bereits in den ersten drei Lebensjahren entstehen“, erklärt Schweiger. Deshalb sei Zähneputzen schon ab dem ersten Zahn wichtig. Am Anfang reicht es einmal am Tag, ab dem dritten Lebensjahr sollte es zweimal täglich sein, zum Beispiel mit einer Finger- oder Kinderzahnbürste. Um den Zahnschmelz zu stärken, empfehlen Fachleute zudem, Zahnpasta mit Fluorid zu verwenden. „Erwachsene haben einen anderen Fluorid-Bedarf als Kinder. Damit es zu keiner Überdosierung kommt, ist eine spezielle Kinderzahn-Pasta mit einem abgestimmten Fluoridanteil ratsam“, so die Zahn-Expertin bei der AOK Bayern.

Kein Zucker zwischendurch und keine Saftschorlen

Für gesunde Zähne gelten grundsätzlich die gleichen Regeln wie für gesunde Kinder-Ernährung auch: Ausgewogen und vitaminreich sollte das Essen sein, mit viel Vollkorn, Obst, Gemüse und Milchprodukten. Gefährlich für die Zähne ist Zucker, vor allem in Kombination mit Säure. Saure Gummischlangen und Softdrinks greifen den Zahnschmelz ganz besonders an. „Wie gut Karies entstehen kann, hängt gar nicht so sehr von der Menge an Zucker ab, sondern vielmehr davon, wie oft die Kinder zu Süßem greifen“, sagt Schweiger. „Wenn Schokolade oder Gummibärchen hin und wieder auf dem Speiseplan stehen, dann am besten nicht zwischendurch, sondern direkt nach den Hauptmahlzeiten.“

Softdrinks wie Limos und Cola haben einen ganz besonders hohen Zuckergehalt: Sie fördern nicht nur Übergewicht, sondern tragen auch maßgeblich zu Karies an den Milchzähnen bei. Doch auch ungesüßte Fruchtsäfte enthalten viel natürlichen Zucker und Säure. „Als Durstlöscher sind Säfte, aber auch Apfelschorle oder andere Saftschorlen für Kinder tabu“, sagt Schweiger. Wasser sei in jedem Fall die zahngesündere Alternative. Ungesüßte Kräuter- und Früchtetees dürfen es natürlich auch sein.

Professionelle Prophylaxe beim Zahnarzt

Wenn die ersten Milchzähne da sind, ist es Zeit für den ersten Besuch beim Zahnarzt. Früherkennungsuntersuchungen sind ab dem 6. Lebensmonat vorgesehen. „Ab dann sollten Eltern mit ihren Kindern zweimal pro Jahr zum Zahnarzt gehen“, sagt Schweiger. Bei den Kontrolluntersuchungen erkennt der Zahnarzt das individuelle Kariesrisiko des Kindes und kann seiner Bildung vorbeugen. Schon ab dem sechsten Lebensjahr brechen – oft unbemerkt – die ersten bleibenden Backenzähne hinter den Milchzähnen durch, die so genannten Molaren. Nach und nach folgen dann die weiteren Zähne.

Die Backenzähne haben auf den Kauflächen tiefe Höcker und Grübchen – Zahnärzte nennen sie Fissuren – wo die Zahnbürste schlecht hinkommt. Sie sind daher besonders anfällig für Karies. Damit er dort gar nicht erst entsteht, kann der Zahnarzt die Fissuren versiegeln. Dafür verwendet er einen dünnen Kunststoff, der sich härtet. „Das ist schmerzfrei, effektiv und dauert bei guter Mitarbeit des Kindes oder Jugendlichen nur wenige Minuten“, sagt Schweiger. Neben den hintersten Backenzähnen können junge Versicherte der AOK Bayern sich auch die Backenzähne davor, die so genannten Prämolaren, versiegeln lassen. Die Gesundheitskasse bezuschusst die Vorsorgemaßnahme.

Bild: ©PantherMedia/gemenacom (YAYMicro)

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