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AOK Curaplan Diabetes: „Eigenverantwortung stärken“

Das besitzen die meisten Diabetiker: Turnschuhe, Apfel, Blutzuckermessgerät, Insulinspritzen

Fast acht Prozent der Menschen in Bayern leiden an Diabetes Typ 2. Gesundheitsbewusstes Verhalten spielt nicht nur in der Prävention eine Rolle, auch Betroffene profitieren davon. Wie das Behandlungsprogramm AOK Curaplan dabei hilft, erklärt Internist Dr. med. Stefan Stern.

17.01.2020Autor/in: Nina Moreno BehrRubrik: gesund & aktiv 0

Dr. med. Stefan Stern ist Facharzt für Innere Medizin. Bei der AOK Bayern betreut er als Experte die Disease Management Programme, darunter AOK Curaplan Diabetes Typ 2. Im Interview beantwortet er Fragen zu Prävention und Möglichkeiten im Umgang mit der Stoffwechselkrankheit.

Laut aktuellem AOK-Gesundheitsatlas liegt der Anteil der Typ-2-Diabetiker in Bayern etwas unter dem Bundesdurchschnitt. Mit 7,9 Prozent ist er aber dennoch relativ hoch – warum erkranken immer mehr Menschen im Laufe ihres Lebens an Diabetes Typ 2?

Dr. Stern: Diabetes Typ 2 ist die häufigste Stoffwechselerkrankung in den westlichen Industrieländern. Dass auch hierzulande immer mehr Menschen an Typ-2-Diabetes erkranken, liegt vor allem an einem ungesunden Lebensstil, der weit verbreitet ist. Die beiden Hauptursachen für Diabetes Typ 2 sind Übergewicht und Bewegungsmangel. Darüber hinaus gibt es andere Faktoren, die ebenfalls die Entstehung von Diabetes fördern. Dazu gehören chronischer Stress, übermäßiger Alkoholkonsum, Rauchen und eine ungesunde ballaststoffarme Ernährung.

Immer wieder heißt es, wir alle sollten weniger Zucker essen und weniger gesättigte Fettsäuren. Lässt sich Typ 2 Diabetes allein durch gesunde Ernährung verhindern?

Eine gesunde Ernährung zur Prävention von Typ-2-Diabetes ist wichtig, aber: Bekämpfen sollten wir vor allem Übergewicht und Bewegungsmangel. Beides gemeinsam ist für die sogenannte Insulinresistenz verantwortlich, die bei Typ-2-Diabetes auftritt. Gemeint ist damit, dass die Körperzellen vermindert auf Insulin ansprechen. Die Krankheit kann aber auch genetische Ursachen haben – es gibt daher auch schlanke Patienten mit Typ-2-Diabetes. Das kommt aber selten vor.

Die AOK Bayern bietet mit AOK-Curaplan ein spezielles Behandlungsprogramm für Typ-2-Diabetiker an. Was bringt AOK Curaplan?

AOK Curaplan bringt den Patienten eine strukturierte, leitlinienbasierte Behandlung auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Der Gemeinsame Bundesausschuss aktualisiert die medizinischen Inhalte des Programms regelmäßig. Bei der Behandlung arbeiten der Hausarzt, der Diabetologe und andere Fachärzte, zum Beispiel Augenärzte, eng zusammen. Es gibt vorgegebene medizinische Qualitätsziele, die regelmäßig überprüft werden. Der Arzt, der den Patienten in das Programm eingeschrieben hat, erhält regelmäßige Feedbackberichte. Schulungen zu Diabetes oder auch Bluthochdruck stärken zudem die Eigenverantwortung der Patienten.

Warum sollten Betroffene sich dort einschreiben?

Arztbesuche in regelmäßigen Abständen, aber auch die Schulungen helfen den Patienten, sich gut über ihren Diabetes zu informieren. So können die Betroffenen besser mit ihrer Erkrankung umgehen. Durch AOK Curaplan werden sie motiviert, aktiv daran mitzuarbeiten, ihre individuellen Therapieziele zu erreichen. Das führt für viele Patienten wieder zu einer aktiveren Lebensführung, aber auch zu einer verbesserten Lebensqualität. Im besten Fall lassen sich so Folge- und Begleiterkrankungen des Diabetes verhindern. Die Zahlen sprechen für sich: Immerhin 75 Prozent der Typ-2-Diabetiker bei der AOK Bayern haben sich im Curaplan eingeschrieben.

Bild: ©Goffkein – stock.adobe.com

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