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Tattoos

Sie sind längst nicht nur ein Modetrend, die Bilder auf, oder besser gesagt, unter der Haut. Rund zehn Prozent der Deutschen tragen mittlerweile - meist versteckt - ein Tattoo.

Drum prüfe, wer sich ewig bebildert

Schnellschüsse, zum Beispiel auf Festivals, im "Rausch", als Mutprobe oder im Urlaub sind keine gute Idee. Die Entfernung mittels Laser ist zwar prinzipiell möglich, aber nicht garantiert rückstandsfrei. Je nach Motiv sind bis zu zwanzig Sitzungen in mindestens vier- bis sechswöchigen Abstand notwendig. Die Kosten liegen je nach Lasergerät zwischen 100 und 300 Euro pro Sitzung. Auf jeden Fall sollte ein auf Laserbehandlung spezialisierter Arzt das Tattoo entfernen. Ansonsten kann es zu Verbrennungen und Narben kommen.
Die Krankenkassen dürfen die Kosten hierfür übrigens nicht übernehmen.

Das richtige Studio für mich

In Deutschland kann quasi jeder ein Tattoostudio eröffnen. Was man dafür braucht? Einzig einen Gewerbeschein. Es gibt zwar Richtlinien, aber keine offizielle Ausbildung. Die "Europäische Schule für Tattoo und Piercing" (ESTP) in Berlin stellt da eine Ausnahme dar. Sie hat für sich eine standardisierte Ausbildung zum Tätowierer und Piercer erarbeitet. Enthalten ist theoretischer und praktischer Unterricht zum Beispiel zu Gesundheit und Hygiene sowie Zeichnen, Geschichte und Kultur.

Auf diese Punkte sollte man bei der Studiowahl unbedingt achten:

  • Es findet eine umfassende Beratung statt.
  • Es wird nach Allergien gefragt.
  • Das Studio hat einen Gewerbeschein.
  • Das Studio ist angemessen eingerichtet und hygienisch einwandfrei.
  • Es werden Einmal-Handschuhe und Mundschutz verwendet.
  • Tätowiermaschine und Anschlusskabel haben eine Hülle.
  • Einwegmaterialien (z. B. für Tattoofarbe) werden erst kurz vor der Behandlung ausgepackt.
  • Die Haut wird vor dem Tätowieren desinfiziert.
  • Sie erhalten Information über die Wundversorgung.
  • Die Farben entsprechen der Tätowiermittelverordnung.

Tattoo Verbot?

Auf ein Tattoo sollte verzichten, wer :

  • Herz-Kreislauf-Probleme hat und zum Beispiel Blut verdünnende Medikamente einnimmt.
  • Allergiker oder Bluter ist.
  • Unter Neurodermitis leidet. Ein geschwächtes Immunsystem hat.
  • Für Schwangere und Stillende gilt: Tattoowunsch zurückstellen! Und auch Diabetiker sollten vorab ihren behandelnden Arzt befragen.

Pflege

Ein gestochenes Tattoo ist eine kleine Wunde. Pflege ist jetzt das A und O.

Dazu zählen:

  • Regelmäßiges Duschen oder Waschen ist erlaubt bzw. sogar Pflicht.
  • Schwimmbad- und Saunabesuche auf später vertagen.
  • Mit schweißtreibendem sportlichem Training aussetzen. Vaseline oder Wundschutzcreme macht die Haut geschmeidig.
  • Sonne sechs Wochen meiden.

Hilfe bei Verletzungen

In den ersten Wochen nach dem Eingriff können Hautrötungen und Bläschenbildung auftreten. Neun von zehn Hautirritationen verheilen nach vier Wochen. Bei Verdacht einer Wundinfektion mit Entzündung, bei Muskel- und Gelenkschmerzen muss ein Arzt zurate gezogen werden. Denn auch eine allergische Reaktion ist möglich. In manchen Farbstoffen kann Nickel enthalten sein.

Weiterführende Links

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gibt umfangreiche Tipps zum sicheren Tätowieren:
www.safer-tattoo.de 

Fragen an das Ärzteteam, der medizinische Informationsservice für AOK-Versicherte – rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. 
AOK-Clarimedis

Bereits junge Menschen ab 18 Jahren können ihre Haut regelmäßig bei einem Hautarzt mit Kassenzulassung untersuchen lassen. Damit kann beispielsweise Hautkrebs oder andere Veränderungen der Haut frühzeitig erkannt werden.Mehr Vorsorge für mich
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In Mode gekommene Zeichen

Bild Frau mit Tattoos

Bereits Ötzi vor 5000 Jahren hatte bunte Zeichen unter der Haut. Und heute? Unter den 25- bis 34-Jährigen ist jeder Vierte bereits tätowiert. Tattoos gab und gibt es in fast allen Kulturen. Sie dienen als Köperschmuck, Rangabzeichen oder bieten gar spirituellen Schutz. 

Das passende Tattoo finden

Ein Tattoo begleitet ein Leben lang und zeigt Außenwirkung. Deshalb sollten Motiv und Stil auf die Persönlichkeit zugeschnitten sein. Wer sich entschieden hat, sollte sich in mehreren Studios Motive zeigen lassen. Bei der Wahl kann man auch Freunde und Bekannte fragen, wie sie darüber denken. Ein guter Tipp ist auch, sich das Tattoo erst mal auf die gewünschte Körperstelle aufzumalen und sich fragen, wie man sich selber damit fühlt. Dann kann man beispielsweise mit einem kleinem Motiv beginnen und so auch nebenbei erfahren, wie schmerzempfindlich man eigentlich ist.