Mehr Eltern in Bayern nehmen Kinderkrankengeld in Anspruch

Zuwachs von fast 50 Prozent

20.07.2017

Wenn ihr Kind krank ist, können berufstätige Eltern Zuhause bleiben und bekommen finanzielle Unterstützung von der Krankenkasse. Immer mehr Eltern in Bayern nutzen das Kinderkrankengeld. Während die AOK Bayern 2012 insgesamt 50.884 Fälle verzeichnete, waren es 2016 bereits 75.230 Fälle. Dies entspricht einem Zuwachs von fast 50 Prozent. Auch die Zahl der Fehltage stieg in den letzten fünf Jahren von 117.343 (2012) auf 164.215 Tage (2016). Nach wie vor sind es vor allem die Mütter, die ihr krankes Kind pflegen. Allerdings wächst der Anteil der Väter, die das Kinderkrankengeld nutzen: 2016 waren es 19,5 Prozent (2012: 16,9 Prozent).

Innerhalb Deutschlands gibt es große Unterschiede bei der Inanspruchnahme von Kinderkrankengeld. Vor allem in den ostdeutschen Bundesländern wird die Unterstützung der Krankenkasse genutzt. So lag der Anteil der AOK-Mitglieder mit Kinderkrankengeld in Sachsen 2016 bei 8,8 Prozent. In Bayern nahmen dagegen nur 1,8 Prozent der AOK-Mitglieder die Leistung in Anspruch. Der Bundesdurchschnitt lag bei 2,8 Prozent.

Grundsätzlich können Eltern für jedes gesetzlich versicherte Kind bis zum 12. Geburtstag jeweils bis zu zehn Arbeitstage pro Jahr Kinderkrankengeld beziehen. Bei Alleinerziehenden sind es 20 Arbeitstage. Leben mehrere Kinder im Haushalt liegt der Anspruch bei maximal 25 bzw. 50 Tagen. Die AOK übernimmt bis zu 100 Prozent des ausgefallenen Netto-Arbeitslohns. Um Kinderkrankengeld zu erhalten, muss ein Arzt bescheinigen, dass das Kind betreut werden muss. Voraussetzung ist auch, dass es keine andere im Haushalt lebende Person gibt, die die Betreuung übernehmen kann.

Pressekontakt

AOK Bayern – Die Gesundheitskasse
Ansprechpartner: Michael Leonhart, Pressesprecher
Zentrale, Carl-Wery-Straße 28, 81739 München
Telefon 089 62730 146, E-Mail: presse@by.aok.de