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Krankenkassenbeiträge für pflichtversicherte Rentner

Als Rentner genießen Sie denselben umfassenden Versicherungsschutz wie als Berufstätiger. Alle Informationen zu den Beiträgen während des Ruhestands finden Sie hier.

Wann beginnt die Krankenversicherung für Rentner?

Sobald Sie Ihren Rentenantrag stellen, werden Sie in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert. Voraussetzung ist, dass Sie die Vorversicherungszeit erfüllen.

Welche Voraussetzungen gelten für die Krankenversicherung der Rentner?

In die Krankenversicherung der Rentner darf, wer in der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens zu 90 Prozent gesetzlich versichert war. Bei der Berechnung dieser Vorversicherungszeit beginnt die Zeit des Erwerbslebens mit der ersten Erwerbstätigkeit – einschließlich Ausbildung und Selbstständigkeit – und geht bis zur Antragsstellung auf eine gesetzliche Rente. Eltern dürfen zudem pro Kind drei Jahre zur Vorversicherungszeit dazurechnen.

Wie hoch ist der Beitrag für die Krankenversicherung der Rentner?

Zur Berechnung Ihrer Beiträge setzen wir den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent an. Dieser Satz gilt deutschlandweit für alle gesetzlichen Krankenkassen. Hinzu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag Ihrer AOK. Von dieser Summe zahlen Sie jedoch nur die Hälfte. Den Rest übernimmt die Rentenversicherung.

Rente und Hinzuverdienst

Aus Ihrer gesetzlichen Rente zahlen Sie Beiträge zur Krankenversicherung. Darüber hinaus sind auch Versorgungsbezüge wie Betriebsrenten oder Arbeitseinkommen aus einer Selbstständigkeit beitragspflichtig. Beitragsfrei sind hingegen Einnahmen bis 450 Euro, die Sie aus einem Minijob erzielen.

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie unsere Informationen zur Neuregelung der Beitragspflicht bei Betriebsrenten.

Sind Sie als Rentner weiterhin als Arbeitnehmer tätig, ist das Entgelt aus der Beschäftigung auch beitragspflichtig. Sie zahlen dann Pflichtbeiträge aus Ihrer Rente und aus Ihrem Arbeitsentgelt. Wenn Sie keinen Anspruch auf Krankengeld haben, zahlen Sie gemeinsam mit dem Arbeitgeber aus dem Arbeitsentgelt nur noch den ermäßigten Beitragssatz. Auf die Rente wird weiterhin der allgemeine Beitragssatz angesetzt.

Wenn Sie eine vorgezogene Altersrente beziehen, kann ein zusätzlicher Verdienst Ihre Rente mindern. Seit Einführung der Flexirente zum 1. Juli 2017 gilt als Verdienstgrenze 6.300 Euro brutto im Jahr. Verdienst, der über diesen Betrag hinausgeht, wird zu 40 Prozent auf Ihre Rente angerechnet.

Neuregelung bei Beitragspflicht bei Betriebsrentner

Wer ist von der neuen Regelung betroffen?

Das Gesetz entlastet grundsätzlich alle versicherungspflichtigen Bezieher einer betrieblichen Altersversorgung, deren Höhe 159,25 Euro überschreitet. Bei Betriebsrenten unterhalb dieser Grenze ändert sich nichts.

Versorgungsbezüge anderer Art fallen nicht unter die Freibetragsregelung.

Was ändert sich genau?

Vom 1.1.2020 an werden Krankenkassenbeiträge nur auf die Höhe der Betriebsrente fällig, um die der Freibetrag von 159,25 Euro überschritten wird.

Beispiel: Sie erhalten eine Betriebsrente von 250 Euro. Die Rente überschreitet den Freibetrag von 159,25 Euro um 90,75 Euro. Nach der neuen Regelung werden Beiträge zur Krankenversicherung nur noch auf den Betrag von 90,75 Euro fällig.

Der Freibetrag gilt bei Mehrfachbezug von Versorgungsbezügen nur einmalig und nicht für jeden Versorgungsbezug einzeln.

Für alle anderen Arten von Versorgungsbezügen gilt weiterhin die Mindesteinnahmegrenze. Dazu gehören zum Beispiel Versorgungsbezüge aus einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis oder aus einem Arbeitsverhältnis mit Anspruch auf Versorgung nach beamtenrechtlichen Vorschriften oder Grundsätzen. Diese Versorgungsbezüge sind ab dem ersten Cent in voller Höhe beitragspflichtig, sobald die Grenze von 159,25 Euro überschritten wird.

Wann kann ich mit der Entlastung rechnen?

Die AOK ist bemüht, zeitnah die korrekten Beträge einzuziehen. Derzeit ist das leider noch nicht möglich, da die Zahlstellen bislang keine Informationen über die Art des Versorgungsbezuges übermitteln. Der Freibetrag kann deshalb vorerst nicht korrekt einberechnet werden. Ihre Beiträge werden also vorübergehend wie bisher eingezogen, bis die nötigen Umstellungen im Meldeverfahren erfolgt sind. Dies soll bis zum vierten Quartal 2020 geschehen sein.

Werden zu viel gezahlte Beiträge erstattet?

Sobald Ihre zuständige Zahlstelle die Art des Versorgungsbezuges meldet, können Ihre Beiträge korrekt berechnet werden. In der Regel erledigt das die Zahlstelle. Zu viel gezahlte Beiträge werden dann selbstverständlich erstattet. Die Krankenkassen sind nur bei einem Mehrfachbezug verpflichtet, die Höhe des zu berücksichtigenden Freibetrages zu melden.

Fragen? Wir beraten Sie gern

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Berater in der AOK vor Ort. Wir stehen Ihnen gerne für ein ausführliches Gespräch zur Verfügung.

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