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1-2-3-Brei: So gestalten Sie den Umstieg auf Beikost für Ihr Baby

Frühestens mit Beginn des 5. und spätestens mit Beginn des 7. Lebensmonats reicht Milch allein für die Entwicklung des Babys nicht mehr aus. Die Umstellung auf die so genannte Beikost wirft für Eltern Fragen auf. Hier finden Sie die wichtigsten Antworten im Überblick.

FAQs: Brei – das kommt nach der Milch

Für Babys reichen zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat die Nährstoffe aus der Milch nicht mehr aus – unabhängig davon, ob es sich um Muttermilch oder Flaschennahrung handelt. Vor allem das Spurenelement Eisen, das für die Blutbildung und Sauerstoffversorgung wichtig ist, fehlt. Deshalb sollten Sie zunächst Brei zufüttern, später alle Mahlzeiten durch festere Nahrung ersetzen.

Um mit Brei zu starten, muss die Zunge des Babys die Nahrung nach hinten schieben. Bislang konnte der Säugling die Zunge zum Saugen nur nach vorn drücken. Außerdem muss das Baby den Mund beim Schlucken geschlossen halten können. Sind diese Entwicklungsschritte geschafft, kann das Baby festere Nahrung zu sich nehmen. Das schaffen die Kleinen etwa ab dem 5. Lebensmonat. Testen Sie einfach, ob ihr Kind schon bereit ist, Brei zu essen, indem Sie ihm etwas Gemüsemus – Karotte oder Pastinake – auf einen flachen Plastiklöffel geben.

Nur Geduld! Und außerdem sind ein großes Lätzchen fürs Baby und ein altes Shirt für Sie selbst von Vorteil. Geben Sie Ihrem Kind vor der „Testmahlzeit“ ein Fläschchen oder die Brust, damit der erste Hunger gestillt ist. Dann probieren Sie es jeden Tag mit Gemüsebrei. Lassen Sie sich nicht verunsichern, jedes Kind hat sein eigenes Tempo.

Fangen Sie mit süßlichen Gemüsesorten wie Möhren oder Pastinake an. Zunächst essen die Kleinen nur winzige Portionen. Wenn das Baby Übung im Essen mit dem Löffel hat, können Sie damit beginnen, eine Kartoffel unterzumischen. Geben Sie einen Teelöffel Rapsöl hinzu, dann lösen sich die Vitamine besser aus dem Gemüse. Sie können jetzt auch variieren. Kürbis, Zucchini oder Brokkoli sind prima für den ersten Brei geeignet. 

Nach einer Weile sollten Sie die dritte Zutat – das Fleisch hinzufügen. Das ist wichtig, um den Eisenbedarf des Babys zu decken. Möchten Sie Ihr Kind vegetarisch ernähren, geben Sie zum Gemüsebrei eisenreiche Haferflocken und Vitamin-C-reichen Obstsaft. 

Eine rein pflanzliche, vegane Ernährung ohne Milchprodukte, Fisch oder Fleisch kann bei Babys zu schweren Wachstums- und Entwicklungsstörungen führen. Besprechen Sie dies auch mit Ihrem Kinderarzt.

Isst Ihr Kind seit vier Wochen seinen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei als feste Mahlzeit, können Sie eine weitere Milchmahlzeit durch Brei ersetzen. Dazu mischen Sie Vollmilch mit einem Fettanteil von 3,5 Prozent mit Getreideflocken und Obstsaft. Als Getreide eignen sich Haferflocken oder Grieß.

Als Nachmittagsmahlzeit können Sie nach weiteren vier Wochen einen Getreide-Obst-Brei einführen. Nehmen Sie dazu das Obst der Saison und pürieren es mit Getreideflocken. Außerdem sollten Sie etwas Rapsöl hinzufügen. Ein reiner Obstbrei reicht als Mahlzeit nicht aus. Ihr Kind braucht für eine gute Entwicklung die Nährstoffe aus Getreide und Öl.

Eine Mahlzeit für Ihr Baby ist schnell selber gekocht. Sie können auch eine größere Portion vorkochen und in Mini-Portionen einfrieren. Der Vorteil: Wenn Sie kochen, wissen Sie genau, was Ihr Baby bekommt. Für unterwegs oder wenn es mal schnell gehen muss, spricht nichts gegen die Mahlzeit aus dem Gläschen. Vor allem, wenn es Bio-Qualität hat.

Die Umstellung auf festere Nahrung bedeutet eine neue Herausforderung an den Darm. Um Verstopfung zu vermeiden, sollten Sie Ihrem Kind Leitungs- oder Mineralwasser oder ungesüßte Teesorten anbieten. Versuchen Sie Ihr Kind schnell an das Trinken aus dem Becher zu gewöhnen, das beugt Zahnschäden vor.

Babys merken von selbst, wenn sie satt sind. Richtwert für eine Breiportion im Alter von 7 bis 8 Monaten sind etwa 190 g.

Gerade zu Beginn bei der Umstellung auf Beikost verschätzen sich Eltern bei den Portionen. Auch wenn viel übrigbleibt, der Brei sollte nicht noch einmal aufgewärmt werden. Einerseits gehen dabei Vitamine verloren, andererseits können sich je nach Lebensmittel ungesunde Stoffe entwickeln. Wärmen Sie deshalb immer nur sehr kleine Portionen auf. Der frisch zubereitete Brei ist zwei bis drei Tage im Kühlschrank haltbar.

Bereits mit den Breimahlzeiten kann das Baby mit am Familientisch sitzen und an den Mahlzeiten teilhaben. Es wird immer häufiger auch Dinge einfordern, die Sie selbst essen. Geben Sie ihm ein Stückchen Banane oder weiche Birne, die es in die Hand nehmen und „lutschen“ kann. Sie müssen nach einer Weile die Nahrung nicht mehr so stark pürieren. Ihr Kind wird immer häufiger in der Lage sein, auch gröbere Stückchen zu essen.

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Haben Sie individuelle Fragen zum Umstieg auf Breikost? Für Kinder, die bei der AOK Bayern versichert sind und am Kinder- und Jugendarztvertrag teilnehmen, gibt es eine Elternberatung zum Thema 1-2-3-Brei bei Ihrem Kinder- und Jugendarzt.

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