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Homeoffice: höhere Zufriedenheit, aber auch höhere Belastung

Häufiges Arbeiten im Homeoffice macht viele Menschen zufriedener als Arbeit im Büro, aber auch anfällig für psychische Beschwerden. Das beschreibt der Fehlzeiten-Report 2019 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Für die Studie hat das WIdO etwa 2.000 Beschäftigte zwischen 16 und 65 Jahren befragt.

Homeoffice ist beliebt

Viele Befragte beurteilen die Arbeit im Homeoffice positiv. Fast drei Viertel der Befragten schätzen daran, dass sie konzentrierter arbeiten können als am Arbeitsplatz in der Firma. Fast jeder Zweite (46%) beschreibt seinen Arbeitsaufwand außerhalb des Unternehmens als genau richtig.

Beschäftigte im Homeoffice klagen über Belastungen

Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen: Wer seinen Arbeitsplatz regelmäßig in die eigene Wohnung verlegt, leidet allerdings auch häufiger unter psychischen Beschwerden als andere Beschäftigte. Etwa drei Viertel der Befragten, die häufig im Homeoffice arbeiten, fühlten sich in den vergangenen vier Wochen erschöpft. Bei Beschäftigten, die ausschließlich in der Firma arbeiten, waren es nur zwei Drittel. Auch über Wut und Verärgerung, Nervosität und Reizbarkeit klagten Beschäftigte im Homeoffice öfter als andere.

Weniger Fehlzeiten

„Im Homeoffice verschwimmt die Grenze zwischen Job und Privatleben stärker“, erklärt Helmut Schröder vom WIdO, Mitherausgeber des Fehlzeiten-Reports. „Damit wächst das Risiko, dass Erholungsphasen schrumpfen“. Trotzdem fehlen Beschäftigte im Homeoffice weniger als solche, die nur am Unternehmenssitz arbeiten: im Schnitt 7,7 Tage pro Jahr gegenüber 11,9 Tagen. „Unter Umständen arbeiten die Menschen im Krankheitsfall weniger und holen verlorene Arbeitszeit später nach“, erklärt Schröder.

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