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AOK-Vertrag zur innovativen augenchirurgischen Versorgung

Jetzt ein Jahr

09.05.2016

Fast alle bayerischen Augenärzte nehmen teil, sie konnten bislang etwa 40.000 Behandlungen bei rund 8.000 Versicherten durchführen – für die AOK Bayern belegen diese Zahlen den Erfolg ihres vor einem Jahr abgeschlossenen Vertrags zur augenchirurgischen Versorgung bei Erkrankungen der Netzhaut. Vertragspartner ist der Bundesverband Deutscher Ophthalmochirurgen (BDOC). Der Vertrag enthält Leistungen, die noch nicht regulär im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen sind.

Konkret geht es um krankhafte Blutgefäße der Aderhaut, aus denen Flüssigkeit oder Blut unter oder in die Netzhaut austritt. Dies führt zu einer zunehmenden Verschlechterung des Sehvermögens. Durch das wiederholte operative Einbringen von Medikamenten in das Auge (intravitreale Injektion) können Gefäßwachstum und Flüssigkeitsaustritt aufgehalten und das Fortschreiten der Krankheit verhindert werden. Die teilnehmenden Ärzte können die Medikamente im Rahmen ihrer Therapie frei wählen. Bestandteile des Vertrages sind auch postoperative Nachsorge sowie Verlaufskontrollen.

Dabei wird die optische Kohärenztomographie eingesetzt (OCT). „Das innovative Verfahren ist kaum belastend, da es ohne Berührung des Auges auskommt“, sagt Dr. med. Steffen Hilfer, Augenarzt und Beratungsarzt bei der AOK Bayern. Die OCT zeigt dem Augenarzt die Netzhaut in einem hoch auflösenden Querschnitt. So kann er ihre einzelnen feinen Schichten gut beurteilen. Die OCT ist noch keine reguläre Leistung in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Der Vertrag regelt zudem eine spezielle Behandlung von Hornhauterkrankungen. Diese Krankheiten führen zur Verdünnung und Vorwölbung der Hornhaut mit zunehmender Verschlechterung der Sehfähigkeit. Der Vertrag ermöglicht die Behandlung mit dem Cornealen Crosslinking (CXL). Es handelt sich dabei um eine innovative chirurgische Methode. Sie kann das Hornhautgewebe stabilisieren. „Ein Fortschreiten der Erkrankungen kann so in einem frühen Stadium verlangsamt oder sogar gestoppt werden“, so Hilfer. Im Idealfall kommt es zu keiner weiteren Verschlechterung des Sehvermögens.

Die AOK Bayern ist bundesweit die erste gesetzliche Krankenkasse, die CXL zur Behandlung ihrer Versicherten vertraglich ermöglicht. An dem AOK-Vertrag nehmen rund 200 Augenoperateure und 350 konservativ tätige Augenärzte aus Bayern teil.

Zusätzliche Informationen für Fachmedien

Der Vertrag regelt die Behandlung durch intravitreale Injektion von VEGF-Hemmern bzw. Corticosteroiden inklusive der notwendigen postoperativen Nachsorge sowie der Verlaufskontrollen mittels OCT (optische Kohärenztomographie) bei

1. Neovaskulärer altersbedingter Makuladegeneration (AMD)
2. diabetischem Makulaödem (DMÖ)
3. Makulaödem infolge eines retinalen Venenverschlusses (RVV)
4. choroidaler Neovaskularisation
a. pathologischer Myopie
b. angioid streaks
5. nicht-infektiöser Uveitis

Der Vertrag regelt zudem den Einsatz von CXL (korneales Crosslinking) inklusive der unmittelbaren postoperativen Nachsorge und der längerfristigen Verlaufskontrolle bei der Behandlung

1. des Keratokonus
2. der postrefraktiven Keratektasie
3. der pelluzidialen marginalen Hornhautdegeneration

Der Vertrag ist veröffentlicht unter
http://www.aok-gesundheitspartner.de/by/arztundpraxis/vertraege/index_13364.html

Im Rahmen des 29. Internationalen Kongresses der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) vom 9. bis 11. Juni 2016 bietet die AOK Bayern allen interessierten Augenärzten das -Seminar: „Innovativ – qualitätsgesichert – wirtschaftlich: Besondere ambulante augenchirurgische Versorgung heute und morgen“.

Pressekontakt

AOK Bayern – Die Gesundheitskasse
Ansprechpartner: Michael Leonhart, Pressesprecher
Zentrale, Carl-Wery-Straße 28, 81739 München
Telefon 089 62730 146, E-Mail: presse@by.aok.de