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AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse

Fahrkosten

Fahrkosten übernehmen die Krankenkassen, wenn sie im Zusammenhang mit einer Leistung aus zwingenden medizinischen Gründen notwendig sind.

Bei einer ambulanten Behandlung ist stets eine vorherige Genehmigung erforderlich und eine Kostenbeteiligung nur in besonderen Ausnahmefällen möglich. Der Gemeinsame Bundesausschuss bestimmt hierzu Näheres in den Krankentransport Richtlinien.

Die Krankenkasse übernimmt außerdem Fahrkosten unter Berücksichtigung der Zuzahlung des Versicherten bei

  • stationärer Krankenhausbehandlung (eine Verlegungsfahrt in ein anderes Krankenhaus muss medizinisch zwingend erforderlich sein oder mit Einwilligung der Krankenkasse erfolgen),
  • Rettungsfahrt zum Krankenhaus, auch wenn eine stationäre Behandlung nicht erforderlich wird,
  • Fahrten, auf denen eine besondere fachliche Betreuung oder Einrichtung eines Krankenwagens erforderlich ist (Krankentransport),
  • ambulanter Behandlung sowie vor- oder nachstationärer Krankenhausbehandlung, einschließlich ambulantes Operieren im Krankenhaus, wenn dadurch eine stationäre Krankhausbehandlung vermieden oder verkürzt wird. 

Die Zuzahlung je Fahrt beträgt 10 Prozent der Kosten, mindestens 5,- €, höchstens 10,- €, aber nicht mehr als die tatsächlichen Fahrkosten. Eine Zuzahlungspflicht besteht auch für Versicherte, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Welches Fahrzeug genutzt werden kann, richtet sich nach der medizinischen Notwendigkeit im Einzelfall. Anerkannt werden unter Berücksichtigung der Zuzahlungen jeweils die wirtschaftlichsten Fahrkosten, beispielweise bei Benutzung eines

öffentlichen Verkehrsmittels

  • Der Fahrpreis unter Nutzung von Ermäßigungen

Taxis oder Mietwagens
(sofern ein öffentliches Verkehrsmittel nicht genutzt werden kann)

  • der mit der Kasse vereinbarte Betrag

Krankenwagens oder Rettungsfahrzeuges
(sofern ein öffentliches Verkehrsmittel, ein Taxi oder Mietwagen nicht genutzt werden kann)

  • der mit der Kasse vereinbarte Betrag

privaten Pkws

  • für jeden gefahrenen Kilometer die im Bundesreisekostengesetz festgelegte Wegstreckenentschädigung (1.9.2005: 0,20 €/km), höchstens jedoch die Kosten bei Nutzung der vorgenannten Verkehrs- bzw. Transportmittel. 

Fahr- und andere Reisekosten (z. B. Übernachtungskosten), die im Zusammenhang mit Leistungen zur medizinischen Rehabilitation anfallen, werden ohne Zuzahlungen übernommen. Die Kosten des Rücktransportes aus dem Ausland können dagegen nicht von der Krankenkasse getragen werden.

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