Nebenjob und Krankenversicherung: Das müssen Arbeitnehmer wissen

Arbeitnehmer, die neben ihrer Hauptbeschäftigung einen weiteren Job ausüben, müssen dafür grundsätzlich keine Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Voraussetzung: Der Nebenjob ist ein Minijob oder eine kurzfristige Beschäftigung.

Allgemeine Regeln zur Sozialversicherung für Nebenjobs

Wer zusätzlich zu seiner Hauptbeschäftigung einen Nebenjob aufnimmt, zahlt unter bestimmten Voraussetzungen keine Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung auf diese Einkünfte. Folgende Regeln gelten für Arbeitnehmer mit einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung und einer Nebentätigkeit:

  • Sie zahlen keine Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung aus diesem zusätzlichen Verdienst.
  • Der Arbeitgeber des Nebenjobs meldet Sie bei der Minijobzentrale an und versichert Sie bei einer Unfallkasse.
  • Sie zahlen keine Beiträge für die Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherungen in der kurzfristigen Nebenbeschäftigung.
  • In einer kurzfristigen Beschäftigung arbeiten Sie zeitlich begrenzt und nicht regelmäßig. Insgesamt ist die Arbeitszeit pro Kalenderjahr auf drei Monate oder 70 Arbeitstage beschränkt.
  • Der Arbeitgeber der kurzfristigen Beschäftigung meldet Sie bei der Minijobzentrale an und versichert Sie bei einer Unfallkasse.

Im Minijob zahlen Sie weiterhin nur Rentenversicherungsbeiträge und die kurzfristige Beschäftigung bleibt versicherungsfrei.

Für den ersten Minijob zahlen Sie keine Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

Der zweite Minijob ist versicherungspflichtig in der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung.

Beispiel
Hauptbeschäftigung: 1.200 Euro
Minijob A ab 1. Januar 2017: 450 Euro
Minijob B ab 1. August 2017: 350 Euro
Minijob A bleibt bis auf die Rentenversicherung beitragsfrei.
Minijob B wird mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet und ist versicherungspflichtig in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung.

Ab einem Verdienst von 450 Euro müssen Sie auch in der Nebenbeschäftigung Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung zahlen.

Fragen Sie Ihre AOK

Bei weiteren Fragen zum Krankenversicherungsschutz während Ihres Nebenjobs kontaktieren Sie Ihre AOK. Wir beraten Sie gern telefonisch oder persönlich bei Ihrer AOK vor Ort.

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