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Wissenswertes zu Windeln

Die meisten Kinder tragen zwei bis drei Jahre lang Windeln. Die Frage, wie und mit welcher Art von Windeln gewickelt werden soll, gehört deshalb zum Alltag von Eltern.

Wie wird gewickelt?

Bei jedem Wechsel wird der Windelbereich sorgfältig mit Wasser, aber ohne Seife gereinigt. Sie können auch parfümfreie Feucht- oder Trockentücher mit hochwertigem Öl (Mandelöl oder Olivenöl) zum Säubern nehmen. Lassen Sie Ihr Baby ruhig noch nackt strampeln, sodass Luft an die Haut kommt. Cremes und Puder sind überflüssig, es sei denn, Ihr Kind hat einen wunden Po. Dann hilft eine Wundschutzcreme oder eine Zink-Lebertran-Salbe.

Wie oft muss gewickelt werden?

Anfangs nässen Säuglinge sehr häufig ein. Mit zunehmendem Alter werden die Abstände aber länger. Als Faustregel gilt: Das Kind nach jeder Mahlzeit wickeln. Allerdings vertragen manche Kinder nicht so viel Bewegung mit vollem Magen oder sie reagieren unwillig, weil sie vom Essen schläfrig sind. Dann kann auch vor den Mahlzeiten gewickelt werden. Eltern und Kind sollten dabei einfach ihren eigenen Rhythmus finden. Natürlich sollten die Windeln immer dann gewechselt werden, wenn das Kind sie benutzt hat.

Welche Windelarten gibt es?

Windeln sollen den Windelbereich trocken halten und die natürliche Spreizhaltung der Beine unterstützen, damit sich das Hüftgelenk gut entwickelt. Welche Windel Sie am geeignetsten finden, entscheiden Sie selbst. Hinsichtlich ökologischer Vor- und Nachteile, Kosten oder Zeitaufwand kommen Experten zu keiner eindeutigen Empfehlung.

Die Höschenwindel

Die Höschenwindel benutzt man einmal und wirft sie dann weg. Sie besteht aus einer wasserdichten Folien- oder Textilhülle, die mit einer saugfähigen Zellstoffschicht fest verbunden ist. Eine Vliesauflage sorgt für das Ablaufen der Ausscheidungen in das innere Saugpolster und verhindert, dass Nässe zurück an die Kinderhaut gelangt. Elastische Bündchen passen sich an das Bein an und halten das Ganze dicht. Verschlossen wird die Höschenwindel mit Klebe- oder Klettstreifen. Letztere sind wiederverschließbar und haften auch dann noch, wenn sie Kontakt mit Öl oder Creme hatten.

Welche Marke Sie dabei bevorzugen, können Sie selbst testen: Manchmal verträgt die Babyhaut eine bestimmte Sorte nicht und reagiert mit Wundsein oder Windeldermatitis. Dann hilft nur das Wechseln der Windelart. Die Größe muss dem Kindergewicht und der Größe des Nachwuchses entsprechen, denn zu kleine Windeln drücken und zu große laufen aus. Benutzte Windeln dürfen auf keinen Fall in die Toilette geworfen werden, sondern gehören in den Müll.

Die Stoff- oder Mullwindel

Viele Eltern greifen aus Gründen des Umweltschutzes zur Stoffwindel. Auch bei Babys mit besonders empfindlicher Haut und hartnäckigen Hautausschlägen kann das Wickeln mit natürlichen Materialien hilfreich sein. Das quadratische Tuch der Mullwindel faltet man zum Dreieck, bedeckt es mit einer Vlieswindeleinlage und legt das Baby darauf. Dann zieht man den spitzen unteren Teil des Dreiecktuches zwischen den Beinen durch, schlägt die seitlichen Ecken um den Bauch und befestigt sie. Darüber kommt ein Windelhöschen aus beschichtetem Frottee, Schafwolle oder unbehandelter Rohwolle. Komplette Windelsysteme aus natürlichen Materialien werden in speziellen Babygeschäften oder über den Versandhandel angeboten.

Windelservice

Die Entscheidung für Stoffwindeln bedeutet einen Mehraufwand an Arbeit. In den meisten Städten gibt es heutzutage einen Windelservice, der die verschmutzten Stoffwindeln abholt und gereinigt zurückbringt. Das kann allerdings teuer werden. Außerdem sollten Eltern sich über die Häufigkeit der Abholung und den Umfang der benötigten Grundausstattung gut beraten lassen. Denn bis zur Abholung müssen sie die verschmutzten Windeln, nachdem sie die Vlieseinlage entsorgt haben, zu Hause aufbewahren.

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