Strahlentherapie bei Brustkrebs

Nach einer brusterhaltenden Operation bei Brustkrebs ist in der Regel eine anschließende Strahlentherapie notwendig. Verbleibende Tumorzellen werden dadurch vernichtet.

So verläuft eine Strahlentherapie

Ist der Tumor im Verhältnis zur Brust nicht zu groß, können sich die Patientinnen zwischen einer brusterhaltenden Operation und einer Entfernung der Brust entscheiden. Bei der brusterhaltenden Therapie muss die erkrankte Brust in der Regel bestrahlt werden, um ein Wiederkehren des Tumors in dieser Brust zu verhindern. Bei Brustentfernung ist nur in sehr seltenen Fällen, wenn der Tumor nicht komplett entfernt werden konnte, eine Strahlentherapie notwendig.

Aber auch für Patientinnen mit Metastasen kommt die Strahlentherapie zum Einsatz. Zum Beispiel kann sie bei Knochenmetastasen wichtig sein, um die Knochen zu stabilisieren und Beschwerden zu lindern.

Anhand der Befunde erstellt der Arzt einen individuellen Behandlungsplan für die Patientin. Bei der Therapie wird die erkrankte Brust bestrahlt, um mögliche Restzellen des Tumors in der Brust zu vernichten. Tumorzellen haben in der Regel eine schlechtere Reparaturfähigkeit für DNA-Schäden als normale Zellen. Um das gesunde Gewebe zu schonen und die Tumorzellen zu zerstören, nutzt man diesen Unterschied aus, indem die Gesamtdosis auf tägliche kleine Einzeldosen verteilt wird.

Gy ist die Abkürzung für die Maßeinheit Gray, die angibt, welche Dosis bei einer Sitzung verabreicht wird. In den Pausen zwischen den einzelnen Terminen können sich die gesunden Zellen von der Behandlung erholen.

Strahlentherapie senkt die Anzahl der Rückfälle

Die Strahlentherapie verringert nach brusterhaltender Therapie deutlich die Wahrscheinlichkeit für ein Wiederauftreten des Tumors, das sogenannte Rezidivrisiko.

Nebenwirkungen der Bestrahlung

Mögliche Nebenwirkungen sind Hautreizungen, Hautveränderungen und allgemeine Mattigkeit. Manchmal ist es sinnvoll, durch eine sogenannte Boost-Bestrahlung den Bereich des Tumors intensiver als die übrige Brust zu bestrahlen. Dadurch ergibt sich eine durchschnittliche Behandlungsdauer von fünf bis sieben Wochen mit insgesamt etwa 30 bis 33 Bestrahlungen. Die Strahlentherapie erfolgt meist ambulant.

Patientinnen kommen dann täglich (außer an Wochenenden und Feiertagen) zu einem Bestrahlungstermin in ein Brustzentrum oder eine Schwerpunktpraxis für Strahlentherapie.

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