Renten- und Unfallversicherung während der Pflege

Wer ehrenamtlich pflegt, ist über die Renten- und Unfallversicherung abgesichert. Unter welchen Voraussetzungen die AOK für Sie Rentenversicherungsbeiträge übernimmt und was Sie zur Unfallversicherung wissen müssen, erfahren Sie hier.

AOK zahlt für Sie in die Rentenversicherung ein

Wenn Sie Ihren Angehörigen pflegen, zahlt die AOK für Sie Beiträge zur Rentenversicherung. Die Voraussetzungen:

  • Der Pflegebedürftige ist AOK-versichert und hat Ansprüche aus der AOK-Pflegekasse im Rahmen der häuslichen Pflege in der Pflegestufe I oder höher.
  • Sie pflegen ehrenamtlich, das heißt, Sie erhalten keine Vergütung vom Pflegebedürftigen für Ihre Arbeit. Der Pflegebedürftige darf Ihnen aber das Pflegegeld überlassen.
  • Sie arbeiten maximal 30 Stunden pro Woche in Ihrem Beruf.
  • Sie beziehen keine eigene Altersrente (Ausnahme: landwirtschaftliche Altersrente)
  • Sie pflegen einen oder mehrere Pflegebedürftige(n) und wenden dafür insgesamt mindestens 14 Stunden pro Woche auf.
  • Sie pflegen voraussichtlich mehr als zwei Monate oder 60 Tage im Jahr in häuslicher Umgebung.

Die Höhe der Beiträge hängt von der Pflegebedürftigkeit des Angehörigen ab. Je höher die Pflegestufe, desto höher auch Ihr Pflegeaufwand – und umso mehr zahlt die AOK für Sie in die Rentenversicherung ein.

Gesetzliche Unfallversicherung für Pflegende

Wenn Sie einen Angehörigen im häuslichen Umfeld pflegen, sind Sie bei allen Pflegetätigkeiten unfallversichert. Dazu gehören:

  • Alle Strecken, die Sie bei der Pflege zurücklegen, also Fahrten zum und vom Pflegebedürftigen, Fahrten zum Arzt oder auch zum Supermarkt, um für Ihren Angehörigen einzukaufen.
  • Tätigkeiten in der Wohnung des Pflegebedürftigen, auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten wie Fensterputzen.
  • Tätigkeiten der Grundpflege, beispielsweise Umziehen oder Waschen des Angehörigen.  

Ist eine Anmeldung erforderlich

Sie müssen keine Beiträge an die Unfallkasse zahlen und sich auch nicht extra anmelden. Bei einem Unfall melden Sie sich innerhalb von drei Tagen beim zuständigen Unfallversicherungsträger. Das ist immer die Unfallkasse der Gemeinde, in der die Pflege geleistet wird. Meist übernimmt der Arzt, der den Unfall behandelt, die Meldung. 

Welche Kosten werden übernommen?

Die gesetzliche Unfallversicherung übernimmt die Kosten für Ihre notwendige Heilbehandlung und, wenn nötig, für die Rehabilitation bis hin zu einer Umschulung. Zur Ergänzung der gesetzlichen Unfallversicherung empfehlen wir Ihnen eine private Absicherung.

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