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Der Organspendeausweis – ein besonderes Dokument

Mit einem Organspendeausweis können Sie Ihre Entscheidung zur Organspende dokumentieren – egal ob Sie sich dafür oder dagegen entscheiden.

Das regelt der Organspendeausweis

Was kann ich im Organspendeausweis festlegen?
Grundsätzlich erklären Sie im Organspendeausweis, ob Sie Ihre Organe spenden möchten oder nicht. Im Falle einer Zustimmung legen Sie zudem fest, welche Organe gespendet werden sollen. Im Ausweis sind entsprechende Felder vorgesehen. Es ist auch möglich, alle Organe zur Spende freizugeben.

Kann ich auf dem Ausweis bestimmen, wer meine Organe bekommt?
Nein. Die Zuteilung erfolgt allein auf der Basis medizinisch begründbarer Kriterien wie Dringlichkeit und Erfolgsaussicht. Alle Organe werden nach einem festgelegten System an Patienten auf einer Warteliste vergeben.

Muss man sich untersuchen lassen, bevor man einen Organspendeausweis ausfüllt?
Nein. Eine ärztliche Untersuchung, bevor man sich zur Organspende bereit erklärt, ist nicht notwendig. Ob die eigenen Organe zur Transplantation geeignet sind, wird erst geprüft, nachdem der unumkehrbare Hirntod festgestellt wurde.

Ab welchem Alter darf man einen Organspendeausweis wirksam ausfüllen?
Laut Transplantationsgesetzt darf man ab dem vollendeten 16. Lebensjahr seine Bereitschaft zur Organspende erklären. Ab dem vollendeten 14. Lebensjahr darf man sich dagegen entscheiden – ohne Zustimmung des Erziehungsberechtigten.

Was gilt für Menschen mit geistiger Behinderung?
Auch Menschen mit geistiger Behinderung können grundsätzlich Organspender werden. Ob das im Einzelfall möglich ist, hängt von der Einwilligungsfähigkeit ab. Sie ist gegeben, wenn ein Mensch mit Behinderung die Bedeutung einer Organspende für seine Person verstehen und für sich abwägen kann, ob er sich für eine Organspende entscheiden will.

Woher bekomme ich einen Organspendeausweis?
Laden Sie sich den Organspendeausweis einfach hier als PDF herunter. Oder fordern Sie ihn beispielsweise bei Ihrer AOK – Die Gesundheitskasse, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Deutschen Stiftung Organtransplantation einen Organspendeausweis an. Zudem ist er in vielen Apotheken, Krankenhäusern und Arztpraxen erhältlich.

Muss man den Organspendeausweis ständig bei sich tragen?
Nein. Allerdings riskiert man, dass er im Ernstfall nicht gefunden wird. Das bedeutet: Auch wenn man sich für eine Organspende entschieden hat, wird sie ohne schriftlichen Beweis nicht durchgeführt.

Kann ich meine Entscheidung „für“ oder „gegen“ Organspende ändern?
Ja. Nichts von dem, was Sie auf dem Organspendeausweis vermerken, wird an anderer Stelle erfasst. Wenn Sie Ihre Entscheidung ändern möchten, vernichten Sie den Ausweis einfach. Sie können auf einem neuen Organspendeausweis Ihre aktuelle Entscheidung festhalten.

Wer entscheidet über eine Organspende, wenn ich meinen Willen zu Lebzeiten nicht dokumentiere?
In diesem Fall werden die nächsten Angehörigen befragt. Dazu gehören Ehepartner, Lebenspartner in einer eingetragenen Partnerschaft oder volljährige Kinder. Treffen die Angehörigen keine Entscheidung, gilt das als Ablehnung der Organspende.

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