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Organspende: Transplantationsmedizin

Mit einem eingepflanzten fremden Organ lässt sich heute dank guter medizinischer Vorbereitung und lebenslanger Nachsorge nahezu normal leben.

Erfolgsaussichten

Die Erfolgsaussichten einer Transplantation sind je nach Organ unterschiedlich. Studien zeigen:

Ein Jahr nach der Transplantation funktionieren

  • 90 Prozent der Nieren
  • 80 Prozent der Herzen
  • 80 Prozent der Bauchspeicheldrüsen
  • 70 Prozent der Lebern und
  • 75 Prozent der Lungen.

Fünf Jahre nach der Transplantation funktionieren

  • 75 Prozent der Nieren
  • 65 Prozent der Herzen
  • 65 Prozent der Bauchspeicheldrüsen
  • 55 Prozent der Lebern und
  • 55 Prozent der Lungen.

Medizinische Voraussetzungen

Die Erfolgsaussichten einer Organtransplantation sind heute sehr gut. Allerdings müssen bestimmte medizinische Voraussetzungen sowohl bei den Spenderorganen als auch bei den Empfängern beachtet werden:

  1. Das Spenderorgan muss funktionieren. Ob der Spender 70 Jahre oder 25 Jahre alt war, ist zunächst unerheblich. Ein Erwachsener kann auch einem Kind ein Organ spenden und umgekehrt.
  2. Das Organ muss gesund sein. Liegt eine Krebserkrankung, eine aktive Tuberkulose oder eine schwere Blutvergiftung vor, ist eine Organspende nicht möglich. Die Gefahr der Ansteckung ist für den Empfänger zu hoch. Personen, die an Hepatitis oder an HIV erkrankt sind, können ihre Organe spenden – allerdings nur an Empfänger, die ebenfalls erkrankt sind.
  3. Das Gewebe muss übereinstimmen. Je besser die Gewebe von Spender und Empfänger übereinstimmen, desto geringer die Gefahr einer Abstoßung des Spenderorgans. Um zu verhindern, dass der Empfänger das neue Organ abstößt, wird er voraussichtlich lebenslang entsprechende Medikamente nehmen müssen.
  4. Die Empfänger müssen lebenslang kontrolliert werden. Der Organempfänger muss zeitlebens seine Immunabwehr unterdrücken, um zu verhindern, dass der Körper das neue Organ als Fremdkörper erkennt und abstößt. In der Folge sind Menschen mit eingepflanzten Organen anfälliger für Krankheitserreger. Ein grippaler Infekt kann im schlimmsten Fall zur Abstoßung des Organs führen. Die regelmäßige Kontrolle der Organfunktionen ist daher notwendig.

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