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Leistungen bei Demenz

Wenn Sie einen Angehörigen mit Demenz betreuen, unterstützt Sie die Pflegekasse der AOK mit folgenden Leistungen:

Leistungen der Pflegestufe 0

Menschen mit Demenz haben einen erheblichen Bedarf an allgemeiner Betreuung und Beaufsichtigung – eine sogenannte eingeschränkte Alltagskompetenz. Sie sind zwar körperlich durchaus noch agil, dennoch brauchen sie oft sehr intensive Betreuung und Unterstützung im Alltag. Deshalb hat der Gesetzgeber die sogenannte Pflegestufe 0 eingeführt. So erhalten Betroffene Leistungen für die Betreuung, auch wenn keine körperlichen Einschränkungen festzustellen sind. In Pflegestufe 0 kann Pflegegeld in Höhe von 123 Euro monatlich oder ambulante Pflegesachleistungen von 231 Euro im Monat beantragt werden. Auch eine Kombination von Geld- und Sachleistungen ist möglich. Zusätzlich kann auch eine Tages- und Nachtpflegeeinrichtung besucht werden. Dafür stehen 231 Euro im Monat zur Verfügung. Liegt neben der Demenz eine höhere Pflegebedürftigkeit vor, erhält der Versicherte je nach Pflegebedarf und Fortschreiten der Erkrankung Leistungen der Pflegestufen I bis III.

Betreuungs- und Entlastungsleistungen

Zusätzlich können Betreuungs- und Entlastungsleistungen beantragt werden. Damit werden Pflegende entlastet, wenn der Pflegebedürftige einen besonders hohen Betreuungsaufwand hat. Diese Leistungen stehen allen Pflegebedürftigen zu. Pflegebedürftige ohne Demenz erhalten monatlich bis zu 104 Euro, Personen mit einer eingeschränkten Alltagskompetenz je nach Betreuungsaufwand monatlich bis zu 104 Euro (Grundbetrag) oder 208 Euro (erhöhter Betrag). 

Voraussetzungen für Betreuungs- und Entlastungsleistungen

In welcher Höhe dem Pflegebedürftigen mit eingeschränkter Alltagskompetenz Betreuungs- und Entlastungsleistungen zustehen, prüft der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) im Rahmen einer Begutachtung. 

Einsatz von Betreuungs- und Entlastungsleistungen

Der Betrag lässt sich für professionelle, qualitätsgesicherte Angebote für die Betreuung und Entlastung einsetzen, die von der Pflegekasse zugelassen beziehungsweise im jeweiligen Bundesland anerkannt sind. Zu den Angeboten zählen:

  • Tages- oder Nachtpflege
  • Kurzzeitpflege
  • Anleitungs- und Betreuungsangebote sowie hauswirtschaftliche Versorgung durch zugelassene Pflegedienste
  • nach Landesrecht anerkannte niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote

So bleibt die Pflege flexibel

Pflegebedürftige können 40 Prozent der ambulanten Pflegesachleitungen auch für niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsleistungen einsetzen.

Werden für die Finanzierung der Betreuungs- und Entlastungsleistungen Mittel der Verhinderungspflege eingesetzt, werden diese erstattet. Außerdem können Aufwendungen erstattet werden, die dem Versicherten im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Leistungen anfallen.

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