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Krankheitsstadien der Demenz

Lautet die Diagnose Demenz, heißt es planen: Dabei hilft es, zur Orientierung den Krankheitsverlauf in Stadien einzuteilen, auch wenn die Übergänge kaum merklich sind und die Stadien unterschiedlich lange dauern können.

Frühes Stadium – Vergesslichkeit

Es beginnt schleichend: Die ersten Anzeichen wie Kraftlosigkeit, leichte Ermüdbarkeit, Reizbarkeit, depressive Verstimmungen oder Schlafstörungen werden lange nicht mit Demenz in Verbindung gebracht. Betroffenen fällt es zunehmend schwer, Neues zu behalten oder sich in ungewohnter Umgebung zu orientieren. Ihr Urteilsvermögen lässt nach. Sie werden launisch und ziehen sich zurück.

Was ist zu tun?

  • Veranlassen Sie eine Untersuchung mit Diagnose und Therapie. Schon die Motivation zum ersten Arztbesuch kann sehr lange dauern, denn die Erkrankten teilen die Einschätzung ihrer Angehörigen oft nicht.
  • Regeln Sie rechtliche Fragen: Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht. Dabei ist sehr viel Fingerspitzengefühl vonnöten, denn noch fühlt sich der Erkrankte kaum beeinträchtigt und wehrt diese sinnvollen Regelungen oft ab.
  • Unterstützung im Alltag: Sie können zum Beispiel mit einem Kalender arbeiten, in dem alle Termine eingetragen werden.

Tipp: Mittlerweile gibt es nicht nur Selbsthilfegruppen für Angehörige, sondern auch für Erkrankte, die sich in einem frühen Stadium der Demenz befinden.

Mittlere Demenz

Eine selbstständige Lebensführung ist nur noch mit Unterstützung möglich. Sprache und Sprachverständnis sind spürbar beeinträchtigt. Die Erinnerungen verblassen. Der Tag-Nacht-Rhythmus gerät aus den Fugen. Die frühere Teilnahmslosigkeit schlägt oft in quälende Unruhe und Rastlosigkeit um. Viele Patienten wandern umher und verirren sich leicht.

Schwere Demenz – Verlust der Persönlichkeit

Die Erkrankten sind vollkommen auf Pflege und Betreuung angewiesen. Sie verlieren die Kontrolle über alle körperlichen Funktionen. Selbst die engsten Angehörigen können irgendwann nicht mehr erkannt werden. Schließlich werden die Betroffenen bettlägerig und sehr anfällig für eine Lungenentzündung oder Wundgeschwüre.

Was ist zu tun?

  • Richten Sie die Wohnung demenzgerecht ein.
  • Beantragen Sie bei der Pflegekasse der AOK eine entsprechende Pflegestufe.
  • Nehmen Sie zusätzliche Betreuungsangebote wie Tagesbetreuung oder einen Pflegedienst in Anspruch.
  • Der Besuch einer Selbsthilfegruppe für Angehörige kann Entlastung bringen. Pflegende Angehörige sollten auch unbedingt auf eigene Freiräume und Erholung achten.
  • Denken Sie über die Planung der späteren Versorgung nach.

Was ist zu tun?

  • Lernen Sie kraftsparende Pflegetechniken.
  • Suchen Sie einen Platz in einer geeigneten Pflegeeinrichtung für Demenzkranke.
  • Holen Sie sich Unterstützung von einem Pflege- oder Betreuungsdienst.

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