Krankenkassenbeiträge für pflichtversicherte Rentner

Sobald Sie Ihren Rentenantrag stellen und wenn Sie die Vorversicherungszeit erfüllen, werden Sie in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert. Alle Informationen zu den Beiträgen während des Ruhestands finden Sie hier.

Die gesetzliche Krankenversicherung für Rentner

Als Rentner genießen Sie denselben umfassenden Versicherungsschutz wie als Berufstätiger. Die Krankenkassenbeiträge für diese Absicherung bringen Sie auch jetzt nicht alleine auf. Der allgemeine Beitragssatz ist für alle deutschen Krankenkassen gleich und liegt derzeit bei 14,6 Prozent. Die Rentenversicherung beteiligt sich daran zur Hälfte. Hinzu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag, den Sie als Rentner selbst zahlen. Ändert sich der Zusatzbeitrag und führt der Rentenversicherungsträger die Krankenkassenbeiträge ab, kommt es übrigens erst nach zwei Monaten zu einer Anpassung des Beitragsabzugs. Zusätzlich können Beiträge anfallen, sofern Sie beispielsweise Betriebsrenten, Arbeitseinkommen oder Renten aus dem Ausland beziehen.

Rente und Hinzuverdienst

Aus Ihrer gesetzlichen Rente zahlen Sie Beiträge zur Krankenversicherung. Darüber hinaus sind auch Versorgungsbezüge wie Betriebsrenten oder Arbeitseinkommen aus einer Selbstständigkeit beitragspflichtig.

Sind Sie als Rentner weiterhin als Arbeitnehmer tätig, ist das Entgelt aus der Beschäftigung auch beitragspflichtig. Sie zahlen dann Pflichtbeiträge aus Ihrer Rente und aus Ihrem Arbeitsentgelt. Wenn Sie keinen Anspruch auf Krankengeld haben, zahlen Sie gemeinsam mit dem Arbeitgeber aus dem Arbeitsentgelt nur noch den ermäßigten Beitragssatz. Auf die Rente wird weiterhin der allgemeine Beitragssatz angesetzt.

Beitragsfrei sind hingegen Einnahmen bis 450 Euro, die Sie aus einem Minijob erzielen.

Ihre persönliche Hinzuverdienstgrenze zur Rente können Sie Ihrem Rentenbescheid entnehmen. So gehen Sie auf Nummer sicher.

Eintritt in die Krankenversicherung der Rentner

In die Krankenversicherung der Rentner darf, wer in der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens zu 90 Prozent gesetzlich versichert war. Bei der Berechnung dieser Vorversicherungszeit beginnt die Zeit des Erwerbslebens mit der ersten Erwerbstätigkeit – einschließlich Ausbildung und Selbstständigkeit – und geht bis zur Antragsstellung auf eine gesetzliche Rente. Eltern dürfen zudem pro Kind drei Jahre zur Vorversicherungszeit dazurechnen.

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