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Kleinkinder gegen Masern impfen lassen

Die Impfung gegen Masern erfolgt bei Kleinkindern immer noch zu selten oder zu spät. Das geht aus aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Die AOK übernimmt die Kosten für die Schutzimpfung.

Hohe Ansteckungsgefahr für Masern, niedrige Impfquote

Masern sind hochansteckend und können lebensbedrohliche Folgeerkrankungen verursachen. Bereits zwei Impfdosen schützen vor der gefährlichen Infektion mit dem Masern-Virus. Nach fast 2.500 Fällen bundesweit 2015 wurden im vergangenen Jahr nur etwas mehr als 300 Masern-Erkrankungen gemeldet. Trotzdem sehen die Experten keinen Grund zur Entwarnung. Deutschland ist in Europa das Schlusslicht bei der Bekämpfung der Masern. Ein Grund dafür: Die Impfung bei Kleinkindern erfolgt oft zu spät.

Regionale Unterschiede bei Masern-Impfquoten

Wissenschaftler des RKI haben die Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigungen ausgewertet (KV-Impfsurveillance). Erstmals wurde dabei die absolute Zahl der Kinder hochgerechnet, die zum empfohlenen Zeitpunkt nicht oder nur unvollständig geimpft waren. Das Ergebnis: 150.000 Kinder des Jahrgangs 2013 hatten im Alter von zwei Jahren keinen vollständigen Impfschutz. Hinzu kamen 28.000 Kinder, die gar nicht geimpft waren. Dabei zeigten sich große regionale Unterschiede. Am niedrigsten sind die Impfquoten in den Ballungsräumen und größeren Städten.

Das zahlt die AOK

Zur Vorbeugung der Masern empfiehlt die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (STIKO) eine erste Impfung fu?r Kinder im Alter von 11 bis 14 Monaten. Die zweite erfolgt zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat. Die AOK übernimmt dafür die Kosten. Die Impfung ist als dreifach oder vierfach Kombinationsserum verfügbar. Sie schützt dann gleichzeitig vor Masern, Mumps und Röteln (MMR) beziehungsweise vor Masern, Mumps, Röteln und Windpocken.

Impfschutz für Erwachsene

Um einen Masernausbruch zu verhindern und damit auch diejenigen zu schützen, die nicht gegen Masern geimpft werden dürfen, empfiehlt die STIKO allen Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden, ihre Impfstatus zu prüfen und sich gegebenenfalls gegen Masern impfen zu lassen. Es sollte vorzugsweise der MMR-Impfstoff verwendet werden. Besonders bei Kinderwunsch ist eine frühzeitige Impfberatung wichtig, denn in der Schwangerschaft ist eine MMR-Impfung nicht möglich.

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