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Kieferorthopädische Behandlung

Etwa die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen leidet unter einer Fehlstellung der Zähne. Eine Korrektur ist meist unproblematisch, kann sich aber über einen längeren Zeitraum erstrecken. Bis zum 18. Lebensjahr übernimmt die AOK die Behandlungskosten, wenn die Korrektur medizinisch notwendig ist. Maßgeblich ist der Behandlungsbeginn.

Zahnspangen und Brackets

Zahnfehlstellungen können nicht nur das Beißen und Kauen einschränken, sondern eventuell sogar das Sprechen und Atmen. Eine kieferorthopädische Behandlung mithilfe von Zahnspangen oder Brackets soll die Zähne langfristig gerade stellen. Die Korrektur sollte während der Wachstumsphase erfolgen, weil der Kiefer in jungen Jahren formbarer ist. Eine Behandlung beim Kieferorthopäden zieht sich gewöhnlich über einen längeren Zeitraum, meist einige Jahre, hin. Sie erfolgt in zwei Schritten: Zuerst erfolgt die aktive Behandlungsphase, bei der die Zahnstellung im Kiefer korrigiert wird. Daran schließt sich die Retentionsphase an, in der die neu erreichte Zahn- und Kieferstellung stabilisiert wird. 

Zahnspangen für Kinder

Für Kinder und Jugendliche, bei denen mit der Behandlung bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres begonnen wird, übernimmt die AOK die Kosten für die Korrektur der Fehlstellung. Privat zu übernehmen sind über die Regelversorgung hinausgehende Wunschleistungen, die meist dem Komfort oder der Ästhetik dienen, wie zum Beispiel Keramikbrackets für Kinder. Der Kieferorthopäde muss eine Behandlung grundsätzlich auch ohne diese Zusatzleistungen anbieten. 

Abrechnung von kieferorthopädischer Behandlung

Zunächst stellt der Zahnarzt im Rahmen der regulären Vorsorgeuntersuchungen der Zähne kieferorthopädischen Behandlungsbedarf fest und überweist, wenn dies notwendig ist, zu einem Kieferorthopäden. Dieser erstellt einen Behandlungsplan und reicht diesen bei der AOK zur Genehmigung ein.

Für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres übernimmt die AOK die Kosten für die Korrektur der Fehlstellung. Kosten für Leistungen, die über das vertragszahnärztliche Maß hinausgehen und meist dem Komfort oder der Ästhetik dienen, sind selbst zu tragen. Bei der kieferorthopädischen Behandlung übernimmt die AOK zunächst 80 Prozent der Kosten. Die verbleibenden 20 Prozent müssen Sie vorübergehend als Eigenleistung aufbringen. Nach erfolgreichem Behandlungsabschluss erstattet die AOK diese Eigenleistung. Am Ende der Behandlung bestätigt der Kieferorthopäde deren erfolgreichen Abschluss und Sie legen die Belege Ihrer AOK zur Erstattung des Eigenanteils vor.

Sollten sich in einer Familie zwei oder mehr Kinder gleichzeitig einer kieferorthopädischen Behandlung unterziehen, übernimmt die AOK von Anfang an für das zweite und jedes weitere Kind 90 Prozent der Kosten – Ihr vorläufiger Eigenanteil sinkt hier also um die Hälfte.

Zahnspangen für Erwachsene

Im Erwachsenenalter übernimmt die AOK die Leistungen dann, wenn sie medizinisch besonders begründet sind, etwa wenn schwere Kieferanomalien vorliegen, die nur in Kombination mit kieferchirurgischen Maßnahmen behandelt werden können.

Wer zahlt die Zahnspange - die Fakten

Ihr Kind benötigt eine kieferorthopädische Behandlung. Was übernimmt die AOK, was müssen Sie selbst zahlen? Ein Überblick in der Faktenbox.

Kieferorthopädische Behandlung: Zahlt die AOK die Zahnspange für mein Kind? (PDF, 254 KB)

Weitere Leistungen der AOK

Die AOK übernimmt bei Kindern und Jugendlichen die Kosten für Vorsorge und Behandlung der Zähne.
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Prophylaxe-Maßnahme, die der Zahnerhaltung vor allem bei Parodontitis dient.
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Die AOK zahlt einen Festzuschuss für Zahnersatz. Regelmäßige Vorsorge reduziert den Eigenanteil.
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