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Hebammenhilfe

Eine Hebamme begleitet Schwangere während der Schwangerschaft, der Geburt und in den ersten Wochen danach. Die Kosten übernimmt die AOK.

Die Hebamme hilft durch Schwangerschaft und Geburt

Als werdende Mutter haben Sie Anspruch auf Unterstützung durch eine freiberufliche Hebamme. Sie begleitet Sie während der Schwangerschaft, der Entbindung, in den ersten Wochen danach und ist Ihre Ansprechpartnerin bei allen Fragen zum Thema.

  • Eine Hebamme kann während der Schwangerschaft mit Ausnahme der Ultraschall-Untersuchung jede anerkannte Vorsorgeuntersuchung durchführen: Gewichtskontrolle, Blutdruckmessung, Urinuntersuchung auf Eiweiß und Zucker, Kontrolle des Standes der Gebärmutter, Feststellung der Lage, Stellung und Haltung des Kindes, Kontrolle der kindlichen Herztöne, allgemeine Beratung der Schwangeren sowie Dokumentation im Mutterpass. Bei Komplikationen veranlasst die Hebamme Untersuchungen beim zuständigen Arzt oder Facharzt.
  • Sie gibt Tipps zur gesunden Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit und berät Sie bei der Entscheidung, wo Sie Ihr Kind zur Welt bringen möchten.
  • Hebammen bieten Geburtsvorbereitungskurse an, die helfen, die Entbindung entspannter zu erleben.
  • Die Hebamme betreut Sie vom Beginn der Wehen bis mindestens drei Stunden im Anschluss an die Geburt. Das ist unabhängig davon, ob Sie in der Klinik, zu Hause, in der Hebammenpraxis oder im Geburtshaus entbinden. In Krankenhäusern betreuen angestellte Hebammen oder freiberufliche Hebammen (Beleghebammen) Mutter und Kind. Bei den Beleghebammen unterscheidet man in Bereitschafts/Schichtdiensthebammen und 1:1-Betreuung. Außerhalb des Krankenhauses gibt es wiederum die Möglichkeit, im Geburtshaus, zu Hause oder in der Arztpraxis mit Hilfe der freiberuflichen Hebamme zu entbinden.

Hebammenhilfe im Wochenbett

  • Die Hebamme unterstützt Sie auch bis zu einem Zeitraum von zwölf Wochen nach der Geburt, im sogenannten Wochenbett. In besonderen Fällen auch länger, beispielsweise nach einer Frühgeburt. Auch die Beratung bei Ernährungsproblemen ist bis zu einem Jahr nach der Geburt möglich und Beratung, beispielsweise bei Stillproblemen bis zum Abstillen.
  • Die Hebamme unterstützt die Mutter auch in psychosozialen Aspekten. Sie begleitet in den ersten Wochen während der großen körperlichen und seelischen Veränderungen. Sie spricht mit Ihnen über die Geburt und die ersten Erfahrungen mit dem Kind.
  • Die Hebamme besucht Sie auf Wunsch im Krankenhaus und regelmäßig zu Hause. Die Hebamme kontrolliert die Wundheilung nach einem Dammschnitt oder einem Kaiserschnitt und informiert über Rückbildungsmaßnahmen.
  • Sie beobachtet das Neugeborene in Bezug auf Verhalten und körperliche Vorgänge. Sie verfolgt die Abheilung des Nabels und achtet darauf, ob sich möglicherweise eine Neugeborenengelbsucht bildet.
  • Die Hebamme erklärt Eltern die Prophylaxe- und Vorsorgeuntersuchungen für das Kind. Zur Feststellung einer eventuellen Stoffwechselstörung kann sie Blut aus der Ferse des Neugeborenen am 3. Lebenstag entnehmen.
  • Sie gibt Hilfestellungen beim Stillen, Baden und Wickeln Ihres Babys.

Die richtige Hebamme finden

  • Sie können für die Zeit vor der Geburt und auch danach eine Hebamme frei wählen, die nahe Ihrem Wohnort ansässig ist. Manche Hebammen bieten nur Vorsorge- und Nachsorgemaßnahmen an, andere alle Leistungen rund um die Geburt. Das sollten Sie bei der Wahl Ihrer Hebamme berücksichtigen.
  • Während der Geburt in einer Entbindungsklinik betreut Sie eine dort arbeitende Hebamme.
  • Sie können sich aber auch für den Zeitraum der Schwangerschaft schon eine sogenannte Beleghebamme suchen, also eine Hebamme, die mit einem Krankenhaus oder mehreren Krankenhäusern zusammenarbeitet. Die Entbindung muss dann in einem Krankenhaus stattfinden, mit dem die Hebamme einen Vertrag geschlossen hat. In einer Entbindungsklinik können angestellte Hebammen, Beleghebammen im Bereitschafts- und Schichtdienst und/oder Beleghebammen in der 1:1-Betreuung arbeiten.
  • Entscheiden Sie sich für die Entbindung in einem Geburtshaus, werden Sie von einem Team aus Hebammen betreut. Das kann von Geburtshaus zu Geburtshaus unterschiedlich sein, in den meisten Fällen handelt es sich um die Hebamme, die die Betreuung in der Schwangerschaft übernimmt.
  • Bei einer Hausgeburt begleitet Sie Ihre ausgesuchte Hebamme aus der Vorbereitungszeit. Eine zweite Hebamme kann als Unterstützung zum Einsatz kommen.

Leistungen der AOK

Die Hebamme leistet wertvolle Unterstützung während der Schwangerschaft, der Geburt und in den ersten Wochen danach – dafür übernimmt die AOK die Kosten.

Weitere Leistungen der AOK

Mit dem Mutterschaftsgeld unterstützt Sie Ihre AOK rund um die Geburt Ihres Babys auch finanziell.
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