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Hantavirus: Infektionen vermeiden

Das Hantavirus breitet sich zurzeit stark aus. Vor allem Süddeutschland ist betroffen. Eine Ansteckung mit dem Virus kann tödlich verlaufen. Mit bestimmten Verhaltensmaßnahmen können Sie einer Infektion vorbeugen.

Infektionen mit dem Hantavirus in 2017 besonders häufig

Laut Robert Koch-Institut haben sich in Deutschland seit Beginn des Jahres 854 Menschen mit dem Hantavirus infiziert (Stand Anfang Juli 2017). Allein das Landesgesundheitsamt in Stuttgart hat mehr als 600 Erkrankungen registriert (Stand Ende Juni 2017). Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es dort nur 30 Fälle. Grund für den Anstieg ist die starke Verbreitung von Nagern, die das Virus übertragen. Zu den Risikogebieten in Deutschland zählen die Schwäbische Alb, der Raum Osnabrück, Unterfranken, der Odenwald, Oberschwaben, die Fränkische Alb, der Bayerische Wald, Osthessen und West-Thüringen. Darauf weist das Robert Koch-Institut hin.

Mäuse übertragen das Virus

Überträger des Hantavirus sind Mäuse, in Süddeutschland vor allem Rötelmäuse. Die Viren verbreiten sich durch den Kot, Urin und Speichel von infizierten Tieren. Eine Infektion ist schon beim Einatmen von Staub mit Erregern möglich.

So verläuft die Erkrankung am Hantavirus

Häufig bleibt eine Hantavirus-Infektion unbemerkt, da sie mit schwachen grippeähnlichen Symptomen verläuft. Betroffene leiden drei bis vier Tage lang unter Fieber. Typisch sind auch Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen. Die Infektion kann zum Teil einen schwerwiegenden Verlauf mit sehr hohem Fieber, Blutdruckabfall, Lungenödem, Nierenfunktionsstörungen bis hin zum Nierenversagen nehmen. Wer den Verdacht hat, am Hantavirus erkrankt zu sein, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Wer besonders gefährdet ist

Für Personen, die in der Forstwirtschaft oder im Bauwesen arbeiten, ist das Ansteckungsrisiko hoch. Auch bei Tätigkeiten wie dem Umschichten von Holz, der Reinigung von Scheunen, Schuppen, Ställen oder Häusern, in denen sich Nager befinden, besteht Infektionsgefahr.

Richtig vorbeugen

Mit diesen Maßnahmen schützen Sie sich vor dem Hantavirus:

  • Entsorgen Sie Essensreste und tierische Abfälle nicht in den Hauskompost.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mülleimer gut verschlossen sind.
  • Lassen Sie Tierfutter und Wasser nicht offen stehen – vor allem nicht über Nacht.
  • Sorgen Sie dafür, dass Mäuse nicht ins Haus eindringen können. Dichten Sie Ritzen und Fugen an Türen, Fenstern und Wänden zum Beispiel mit Stahlwolle ab.
  • Sperrmüll, Altreifen oder Holzstapel sind beliebte Nistplätze für Nager – am besten beseitigen oder regelmäßig auf Mäuse überprüfen. Sollten Nager vorhanden sein, beim Entsorgen Handschuhe und eine Mundschutzmaske tragen.
  • Bewahren Sie Lebensmittel für Nager unzugänglich in dicht schließenden Schränken oder Behältern auf.
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