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Fragen an den Kinderarzt

Fieber, Husten, Schnupfen. Zwölf harmlose Infekte pro Jahr sind für Kinder ganz normal. Was tun, wenn das Kind krank ist? Antworten eines Kinderarztes.

Was muss ich tun, wenn mein Kind Fieber hat?

Leichtes Fieber liegt bei Kindern zwischen 38 Grad und 38,5 Grad Celsius. Bei Kindern steigt das Fieber aber oft schnell und oftmals hoch. Hohes Fieber beginnt bei 39,5 Grad Celsius. Geben Sie Ihrem Kind dann ein vom Arzt verschriebenes Fieberzäpfchen. Das Kind braucht außerdem viel Flüssigkeit. Wenn das Fieber nicht sinkt und das Kind abwesend wirkt, sollten Sie den Arzt aufsuchen. Denn ab 40 Grad Celsius können Fieberkrämpfe auftreten.

Masern, Mumps & Co. – ab wann sind sie ansteckend?

Das ist bei den klassischen Kinderkrankheiten sehr unterschiedlich. Bei Masern dauert die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit neun bis 12 Tage. Ansteckend sind die Kinder drei Tage vor Auftreten des Ausschlags bis zu dem Zeitpunkt, an dem er wieder verschwunden ist. Mumps ist ansteckend in den sechs Tagen, bevor das Gesicht dick wird, und bleibt bis zu zwei Wochen nach Auftreten der Drüsenschwellung ansteckend. Bei Röteln beträgt der Ansteckungszeitraum eine Woche vor Beginn des Ausschlags bis zu zehn Tage danach. Windpocken sind zwei Tage vor Auftreten bis eine Woche nach Austrocknen der Bläschen ansteckend.

Worin liegt der Unterschied zwischen Bronchitis und Pseudokrupp?

Bei einer Bronchitis entzünden sich die Schleimhäute in der Luftröhre und der Atemwege. Auslöser sind in der Regel Viren, seltener Bakterien. Meistens beginnt die Bronchitis mit einem trockenen Husten, der nach ein paar Tagen von zähem Schleim begleitet wird. Nach 14 Tagen sollte eine Bronchitis vorbei sein. In schweren Fällen hilft der Arzt mit schleimlösenden Mitteln oder Antibiotika. Pseudokrupp ist eine durch Viren ausgelöste Erkrankung des Kehlkopfes, die vor allem bei kleinen Kindern gefährlich werden kann. Der Kehlkopf kann dabei so stark anschwellen, dass das Kind Atemnot bekommt. Typisch für Pseudokrupp sind bellender Husten und lautes, pfeifendes, ziehendes Einatmen. Bei einem Pseudokrupp-Anfall muss der Arzt sofort verständigt werden.

Gibt es Wachstumsschmerzen oder bildet mein Kind sie sich ein?

Bei Experten waren sie lange umstritten, aber mittlerweile sind sie anerkannt: Wachstumsschmerzen. Sie treten bei Kindern und Jugendlichen besonders im Bereich der „Wachstumsfugen“ auf, den kleinen Abständen zwischen den Enden der Röhrenknochen und der sie umgebenden Knorpelmasse. Und das vor allem abends und nachts, denn der Mensch wächst im Schlaf. In den akuten Phasen hilft es meistens, die schmerzenden Stellen zu wärmen, beispielsweise mit einem Kirschkernsäckchen, einer Kinderwärmflasche oder einer Rotlichtlampe. Beruhigend wirken darüber hinaus sanfte Massagen mit Moorsalbe oder Johanniskrautöl. Einige Kinder fühlen sich besser, wenn die Stellen mit einer Kühlkompresse oder einem Wickel mit kaltem Wasser gekühlt werden.

Entwickelt sich mein Kind normal?

Das ist wohl die häufigste Frage in der Kinderarztpraxis. Verunsicherte Eltern vergleichen ihr Kind mit anderen und sind besorgt über die Unterschiede, zum Beispiel in der motorischen Entwicklung. Das eine Kind kann schon mit neun Monaten laufen, das andere unternimmt die ersten zaghaften Schritte mit 18 Monaten. Geben Sie Ihrem Kind die Zeit, die es braucht, und treten Sie nicht in Konkurrenzkampf mit anderen Eltern. Und so fördern Sie Ihr Kind am besten: durch gemeinsames Spielen, Toben, Sprechen und ganz, ganz viel Zuneigung und Wärme.

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