Hilfe für pflegende Angehörige

Damit die Pflege nicht zur Last wird, können Sie die Versorgung und Betreuung Ihres Angehörigen für eine bestimmte Zeitspanne in andere gute Hände legen. Die unterschiedlichen Möglichkeiten stellen wir Ihnen hier kurz vor.

Kurzzeit-, Ersatz- oder Verhinderungspflege

Was ist, wenn Sie Ihren pflegebedürftigen Angehörigen einmal für eine bestimmte Zeit nicht selbst versorgen können? Etwa, weil Sie selbst erkrankt sind oder in den Urlaub fahren? Weil sich der Gesundheitszustand Ihres Angehörigen vorübergehend verschlechtert oder die Wohnung pflegegerecht umgebaut werden muss? Für diese Fälle ist eine Kurzzeitpflege eine hilfreiche Option.  

Im Rahmen der Kurzzeitpflege können Pflegebedürftige, die normalerweise zu Hause leben, für einen kurzen Zeitraum in einer vollstationären Einrichtung wohnen. Die Pflegekasse zahlt einen Zuschuss zu den Kosten der pflegerischen Versorgung, der medizinischen Behandlungspflege sowie für die soziale Betreuung. Unterkunft und Verpflegung müssen die Gäste auch hier selbst tragen.  

Eine Alternative zur Kurzzeitpflege ist die Ersatz- oder Verhinderungspflege: Wenn Sie beispielsweise verreist oder erkrankt sind, wird Ihr pflegebedürftiger Angehöriger im Rahmen der Ersatzpflege weiter zu Hause versorgt. Voraussetzung ist, dass er dort bereits seit mindestens sechs Monaten gepflegt wird. Die Pflegekasse beteiligt sich auch hier an den Kosten.

Wie Sie eine gute Pflegeeinrichtung finden

Mit dem AOK-Pflegeheimnavigator können Sie schnell und einfach nach geeigneten Einrichtungen in Ihrer Nähe suchen: Geben Sie einfach Ihren Wohnort oder die Postleitzahl und die gewünschte Pflegeform ein. Sie erhalten sofort eine Auflistung aller Tages- und Nachtpflegeheime im Umkreis und Detailinformationen zu Kosten und Ausstattung.

Nicht jedes stationäre Pflegeheim bietet automatisch Kurzzeitpflege an. Die Einrichtungen benötigen eine spezielle Zulassung. Um nach entsprechenden Heimen zu suchen, wählen Sie in der Suchmaske den Punkt „Art des Pflegeplatzes: Kurzzeitpflege“. Während der Urlaubssaison sind Kurzzeitpflegeplätze besonders begehrt – darum ist es ratsam, sich frühzeitig um einen Platz zu bemühen.

Tages- und Nachtpflege

In einer Tagespflegeeinrichtung kann Ihr Angehöriger zusammen mit anderen Gästen den Tag verbringen, während Sie beispielsweise bei der Arbeit sind. Für einen abwechslungsreichen Tagesablauf sorgen die gemeinsamen Mahlzeiten und Beschäftigungsangebote wie Basteln, Musizieren, Spielen, Spaziergänge oder Gymnastik.  

Wenn Ihr pflegebedürftiger Angehöriger nachts häufig aufsteht und sehr unruhig ist, können Sie ihn über Nacht in die Obhut einer Nachtpflegeeinrichtung geben. Auf diese Weise können Sie nachts ungestört durchschlafen und neue Kräfte für den nächsten Tag schöpfen.  

Tages- und Nachtpflege sind teilstationäre Angebote. Sie sollen die häusliche Pflege ergänzen und stärken oder dem pflegenden Angehörigen ermöglichen, seinen Beruf auszuüben. Die Pflegekasse übernimmt einen Teil der Kosten. Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten müssen die Gäste immer selbst tragen. Laut Gesetz umfasst die teilstationäre Pflege auch die notwendige Beförderung des Pflegebedürftigen von der Wohnung in die Einrichtung und zurück, sodass der sichere Transport gewährleistet ist.

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