Alternativen zum Pflegeheim

Die Pflege zu Hause ist nicht mehr möglich und ein Pflegeheim kommt nicht infrage? Hier finden Sie verschiedene Alternativen zum Heim.

Pflegewohngruppen

Eine gute Alternative zum Pflegeheim ist eine ambulant betreute Wohngruppe. Üblicherweise wohnen drei bis zwölf pflegebedürftige Personen zusammen in einer großen Wohnung. Eine Person, eine sogenannte Präsenzkraft, kümmert sich um organisatorische, betreuende oder das Gemeinschaftsleben fördernde Tätigkeiten und leistet Unterstützung bei der Hauswirtschaft. Die Präsenzkraft wird von den Bewohnern gemeinsam beauftragt. Jeder Bewohner hat sein eigenes Zimmer. Das alltägliche Leben findet im großen Gemeinschaftsraum statt: Hier wird zusammen gekocht, gesungen oder gebastelt. Die Maxime bei Pflegewohngruppen ist: so viel Eigenständigkeit wie möglich, so viel Hilfe wie nötig.

Die Vorteile von Pflegewohngruppen sind:

  • familiäre Atmosphäre
  • hohes Maß an Selbstständigkeit
  • Pflege und medizinische Betreuung bei Bedarf jederzeit verfügbar

Diese Kosten übernimmt die AOK für Pflegewohngruppen

Die AOK-Pflegekasse bezuschusst bei dieser Wohnform die Kosten für eine Präsenzkraft und übernimmt die Kosten für den ambulanten Pflegedienst bis zum Höchstbetrag, der für die jeweilige Pflegestufe vorgesehen ist. Die Miete und die Verpflegung sowie etwaige Wahl-Leistungen trägt der Pflegebedürftige selbst.

Für die Finanzierung der Präsenzkraft erhält jeder Versicherte pauschal 205 Euro monatlich. Ist eine altersgerechte Umgestaltung der Wohnung erforderlich, zahlt die AOK-Pflegekasse bis zu 4.000 Euro pro Bewohner und je WG maximal 16.000 Euro.

Tages- und Nachtpflege

Auch die Tages- und Nachtpflege kann eine Alternative sein. Voraussetzung bei diesen teilstationären Angeboten: Die häusliche Pflege kann nicht ausreichend sichergestellt werden, weil die Pflegeperson in Teilzeit berufstätig ist, oder die häusliche Pflege wird dadurch ergänzt und gestärkt. So können Pflegebedürftige je nach Bedarf den Tag oder die Nacht an unterschiedlichen Betreuungsorten verbringen.

Bei der Tagespflege profitieren die Pflegebedürftigen von der Gesellschaft anderer. Es gibt zahlreiche Angebote zur Freizeitgestaltung. Der Pflegebedürftige kann dort die ganze Woche verbringen oder auch nur an einzelnen Tagen da sein.

Bei der Nachtpflege kommt der Gast zum Abendessen und bleibt die Nacht über bis zum Morgen. Wenn ein Pflegebedürftiger Tag und Nacht verwechselt, nachts häufig aufsteht oder gerade in der Nacht viel Pflege und Zuwendung benötigt, kann die Nachtpflege von Vorteil sein. Die Angehörigen können so ruhig durchschlafen.

Das könnte Sie auch interessieren

Die wichtigsten Infos und Tipps, um den richtigen Pflegedienst zu finden.
Mehr erfahren
Keine Angst vor der Pflegebegutachtung. So bereiten Sie sich vor.
Mehr erfahren
Sie benötigen weitere Infos zur Pflege? Bestellen Sie hier unsere kostenlosen Broschüren zum Thema.
Mehr erfahren
Bitte wählen Sie eine AOK oder geben Sie eine Postleitzahl ein.
Meine AOK vor Ort

Persönlich und nah mit unseren Geschäftsstellen

Meinen Ansprechpartner finden

24 Stunden täglich und kostenfrei

Weitere Kontaktangebote
Arztterminservice
Zweitmeinungsservice