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Allergie gegen Schimmelpilze

Schimmelpilzsporen verbreiten sich vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit und lösen bei Allergikern zum Teil starke Beschwerden aus. Das können Sie tun, um die Anzahl der Sporen zu reduzieren.

Symptome bei Allergie gegen Schimmelpilze

Die mikroskopisch kleinen Schimmelpilzsporen sowie Bruchstücke von Schimmelpilzorganismen können allergische Reaktionen auslösen, wenn sie in die Atemwege gelangen. Die Beschwerden reichen von heuschnupfenartigen Symptomen bis hin zu Asthma bronchiale.

Hohe Luftfeuchte fördert Schimmelpilz

Eine hohe Luftkonzentration an Pilzsporen besteht vor allem in Monaten mit feuchtem Klima und häufigem Wetterwechsel. Schimmelpilze sind überall vorhanden, sowohl in Innenräumen als auch in der Natur. Sie wachsen überall dort, wo es feucht und warm ist. In Wohnräumen kommen sie zum Beispiel auf Tapeten, Fensterrahmen, Fliesenfugen und Holzverschalungen vor. Auch Teppiche, Polstermöbel, Matratzen und Textilien sowie Klimaanlagen und Luftbefeuchter können von Schimmelpilzen befallen sein. In Innenräumen steigt die Schimmelpilzkonzentration mit der Luftfeuchtigkeit an. Eine hohe Luftfeuchtigkeit entsteht beispielsweise, wenn wenig und falsch gelüftet wird, die Luft hinter Schränken nicht zirkulieren kann und sich dadurch Kondenswasser an der Wand bildet oder bauliche Mängel vorliegen.

Wenn die Wohnung zu gut isoliert ist

Schimmelpilze im Wohnbereich sind aber auch Folge der zunehmenden Lärm- und Temperaturisolierung von Gebäuden. Sie führt dazu, dass die Räume nicht genügend belüftet sind. Ein Luftaustausch ist nicht mehr möglich und die Feuchtigkeit gelangt nicht nach draußen. Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent. Sinkt die Luftfeuchte unter 35 Prozent wird die Luft zu trocken und es kann zu Schleimhautreizungen kommen. Steigt die Luftfeuchtigkeit auf über 70 Prozent an, herrschen ideale Wachstumsbedingungen für Schimmelpilze.

Tipps gegen Schimmelpilze

Lüften Sie regelmäßig mit weit geöffneten Fenstern – am besten drei- bis fünfmal täglich eine Viertelstunde. Lassen Sie die Fenster im Winter nicht über längere Zeit in Kippstellung.

Beheizen Sie in der kalten und feuchten Jahreszeit auch wenig genutzte Räume auf niedriger Stufe.

Rücken Sie Einrichtungsgegenstände nicht direkt an die Wände. Es sollte ein Abstand von etwa fünf Zentimetern für die Luftzirkulation vorhanden sein.

Lassen Sie Baumängel (defekte Rohrleitungen, Mauerrisse, Außenputzschäden, Undichtigkeiten von Dächern und Flachdächern) sofort beheben, bevor sich der Schimmel an den Wänden ausgebreitet hat.

Die Oberflächentemperatur der Wände sollte maximal nur vier Grad Celsius unter der Raumtemperatur liegen. So lässt sich die Bildung von Kondenswasser vermeiden.

Verzichten Sie auf Luftbefeuchter – sie begünstigen einen Schimmelpilzbefall.

Lüften Sie während und nach dem Kochen. Sinnvoll sind Dunstabzugshauben mit Außenanschluss. Lüften Sie Ihr Badezimmer nach dem Duschen oder Baden und entfernen Sie Spritzwasser. Verwenden Sie in Nassräumen wie Bad und Toilette möglichst keine Holzverschalungen und zellulosehaltigen Wandtapezierungen.

Lassen Sie Klima- und Lüftungsanlagen regelmäßig warten.

Lassen Sie feuchte Schuhe und Kleidung – egal, ob aus Stoff oder Leder – erst trocknen, bevor Sie sie im Schrank verstauen.

Gießen Sie Ihre Zimmerpflanzen nicht zu oft, da Sie sonst mit erhöhtem Schimmelpilzbefall der Blumenerde rechnen müssen, oder verzichten Sie ganz auf Zimmerpflanzen.

Achten Sie bei der Gartenarbeit darauf, dass Sie nicht mit abgestorbenen Pflanzenteilen und Kompost in Berührung kommen. Tragen Sie vor allem im Sommer vorsichtshalber einen Mundschutz, wenn Sie die Biotonne öffnen. Hier tummeln sich unzählige Schimmelpilze. Lassen Sie keine Küchenabfälle liegen. Leeren Sie Ihren Abfalleimer täglich und reinigen Sie ihn öfter.

Lagern Sie Obst und Gemüse im Kühlschrank. Werfen Sie Lebensmittel beim geringsten Verdacht auf Schimmelpilzbefall weg. Es genügt nicht, sichtbare Schimmelstellen wegzuschneiden.

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