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Krankengeld

Krankengeld

Anspruch auf Krankengeld

Der Krankengeldanspruch besteht von dem Tag an, der auf den Tag der ärztlichen Feststellung der Arbeitsunfähigkeit folgt. Bei Krankenhausbehandlung oder Behandlung in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung schon vom ersten Tage an.

Für Selbstständige, die bisher mit Anspruch auf Krankengeld versichert waren, entfällt mit Einführung des einheitlichen Beitragsatzes durch den Gesundheitsfond der Anspruch auf Krankengeld. Auch für Künstler und Publizisten, sowie für unständig und kurzzeitig Beschäftigte, entfällt der sofortige Krankengeldanspruch ab 01.01.2009.

Zum 01. Januar 2009 hatten wir den Wahltarif für Krankengeld für Selbständige, Künstler und Publizisten sowie unständig und kurzzeitig Beschäftigte eingeführt. Der Deutsche Bundestag hat mit dem „Gesetz zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften“ auch Änderungen zur Krankengeldabsicherung und zum Krankengeld-Wahltarif beschlossen. Diese treten zum 1. August 2009 in Kraft.

Der KG-Wahltarif endet in seiner jetzigen Form zum 31.07.2009. Für Selbständige sowie für Unständig und kurzzeitig Beschäftigte besteht die Möglichkeit, einen „gesetzlichen“ Krankengeldanspruch ab der 7. Woche der Arbeitsunfähigkeit gegen Zahlung des allgemeinen Beitragssatzes zu wählen (Wahlerklärung).

Der reguläre gesetzliche Anspruch von Künstlern und Publizisten ab der 7. Woche der Arbeitsunfähigkeit bleibt unverändert bestehen. Künstlern und Publizisten wird angeboten, ihren Wahltarif zunächst zu den gleichen Konditionen fortzuführen.

Wir entwickeln derzeit ergänzend zum „gesetzlichen Krankengeld“ weitere attraktive Zusatzangebote. Sobald diese vorliegen, werden wir u.a. an diese Stelle darüber informieren.

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Krankengeldzahlung

Im allgemeinen haben Arbeitnehmer bis zu sechs Wochen Anspruch auf Fortzahlung ihres Arbeitsentgelts durch den Arbeitgeber.

Ist der Arbeitnehmer wegen derselben Erkrankung wiederholt arbeitsunfähig, hat er einen weiteren sechswöchigen Anspruch auf Entgeltfortzahlung, wenn
 
 

  • der Erkrankte zwischen den beiden Zeiten der Arbeitsunfähigkeit mindestens sechs Monate nicht infolge derselben Krankheit arbeitsunfähig gewesen ist; 
  •  seit Beginn der ersten Arbeitsunfähigkeit infolge derselben Krankheit eine Frist von 12 Monaten abgelaufen ist.

Wer als Arbeitsloser während des Bezugs von Arbeitslosengeld arbeitsunfähig wird, bekommt sein Geld bis zu sechs Wochen von der Agentur für Arbeit weiter.

Das Krankengeld ruht, wenn:
 
 

  • während der Arbeitsunfähigkeit beitragspflichtiges Arbeitsentgelt oder -einkommen bezogen wird oder von anderer Seite Entgeltersatzleistungen gezahlt werden (z. B. Übergangsgeld durch den Rentenversicherungsträger während einer Rehabilitationsmaßnahme); 
  •  der Kasse die Arbeitsunfähigkeit nicht gemeldet worden ist. Dies gilt nicht, wenn die Meldung innerhalb einer Woche nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit bei der AOK eingeht.

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Mitwirkungspflichten

Wer Krankengeld bekommt, hat so genannte "Mitwirkungspflichten" zu erfüllen. Dazu gehören auch Beratungen/Untersuchungen beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK), die zur Beratung und Unterstützung des Versicherten während seiner Krankheit durchgeführt werden.

Wird durch ein ärztliches Gutachten festgestellt, dass die Erwerbsfähigkeit des Mitglieds gefährdet oder gemindert ist, kann die AOK verlangen, Rehabilitationsmaßnahmen zu beantragen.

Werden diese Mitwirkungspflichten nicht erfüllt, entfällt der Anspruch auf Krankengeld.

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Krankengeld und Rente

Versicherte, die neben einer Rente beitragspflichtiges Arbeitseinkommen erzielen, können - je nach Rentenart - ebenfalls Krankengeld erhalten.

Der Anspruch auf Krankengeld endet bei:
 
 

  • Rente wegen voller Erwerbsminderung oder Vollrente wegen Alters; 
  • Erhalt von Vorruhestandsgeld oder Ruhegehalt; 
  •  vergleichbaren Leistungen, die von einem ausländischen Träger oder einer staatlichen Stelle oder die nach den ausschließlich für die neuen Bundesländer geltenden Bestimmungen gezahlt werden.

In diesen Fällen endet der Anspruch auf Krankengeld mit dem Tage des Rentenbeginns.

Das Krankengeld wird gekürzt, wenn einem Mitglied nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit oder der stationären Behandlung unter anderem eine der folgenden Leistungen zuerkannt wird:
 
 

  • Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung oder Teilrente wegen Alters aus der gesetzlichen Rentenversicherung, 
  • vergleichbare Leistungen, die von einem ausländischen Träger oder einer staatlichen Stelle oder die nach den ausschließlich für die neuen Bundesländer geltenden Bestimmungen gezahlt werden.

Das Krankengeld wird dann um den Zahlbetrag der jeweiligen Leistung gekürzt.

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Höhe und Dauer

Für Beschäftigte beträgt das Krankengeld 70 Prozent des beitragspflichtigen Arbeitsentgelts oder -einkommens. Das aus dem Arbeitsentgelt berechnete Krankengeld darf jedoch 90 Prozent des Nettoarbeitsentgelts nicht übersteigen. Einmalige Zahlungen der letzten abgerechneten 12 Monate vor der Arbeitsunfähigkeit, wie zum Beispiel Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, werden bei der Berechnung des Krankengeldes anteilig berücksichtigt.

Mitglieder, die Leistungen von der Agentur für Arbeit beziehen, bekommen als Krankengeld den Betrag des Arbeitslosengeldes, den sie zuletzt bezogen haben.

Bei einer Stufenweisen Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess wird bei der Krankengeldberechnung gegebenenfalls erhaltenes Arbeitsentgelt berücksichtigt.

Das Krankengeld wird kalendertäglich gezahlt. Erhält der Versicherte Krankengeld für einen ganzen Kalendermonat, so wird dieser mit 30 Tagen angesetzt.

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Beiträge aus Krankengeld

Als pflichtversichertes AOK-Mitglied sind sie während des Krankengeldbezuges bei uns beitragsfrei krankenversichert.

Zur Vermeidung von Nachteilen bei einer späteren Rentenbewilligung sind aber die Zeiten des Bezugs von Krankengeld Pflichtbeitragszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Zeiten werden von der AOK dem zuständigen Rentenversicherungsträger gemeldet.

Auch in der Pflege- und Arbeitslosenversicherung bleibt der soziale Schutz erhalten. Deshalb zahlt jeder, der Krankengeld bekommt und vor seiner Arbeitsunfähigkeit Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherungspflichtig war, vom Krankengeld Beiträge.

Die Beiträge werden anteilig vom Mitglied und der AOK aufgebracht. Durch die unterschiedliche Beitragsberechnung zahlt die AOK sogar mehr als die Hälfte der Beiträge.

Bei Krankengeld in Höhe des Arbeitslosengeldes werden die Beiträge von der AOK allein bezahlt.

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Wie lange wird gezahlt?

Bei Arbeitsunfähigkeit wird Krankengeld wegen der gleichen Krankheit für längstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren gezahlt - gerechnet vom Tage des Beginns der Arbeitsunfähigkeit an. Wenn während der Arbeitsunfähigkeit eine weitere Krankheit hinzukommt, verlängert sich dadurch nicht die Dauer der Krankengeldzahlung.

Zeiten, in denen der Anspruch auf Krankengeld ruht oder für die das Krankengeld versagt wird, werden wie Zeiten des Bezugs von Krankengeld angesehen. Zeiten, für die kein Anspruch auf Krankengeld besteht, bleiben bei der Berechnung der Krankengeldzahlungsdauer unberücksichtigt.

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