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Modellprojekt Elektronischer Impfpass (eImpfpass)

So funktioniert der eImpfpass

Der Verlust des Impfpasses, ein abgelaufener Impfschutz und nicht abgeschlossene Impfreihen haben nicht nur wirtschaftliche Auswirkungen für das Gesundheitssystem. Sie sind auch mit vielen Unannehmlichkeiten für Patienten und einer Rückkehr bereits zurück gedrängter Erkrankungen verbunden. Ein vollständiger Impfschutz unserer Versicherten sowie die Senkung des Risikos für Doppelimmunisierungen sind uns wichtig.  

Aus diesem Grund bieten die AOK PLUS und die Kassenärztlichen Vereinigungen in Sachsen und Thüringen den elektronischen Impfpass (eImpfpass) an. Der papiergebundene Impfpass soll zukünftig in digitaler Form den Patienten und behandelnden Ärzten zur Verfügung stehen. Durch Aufbau einer geeigneten technischen Infrastruktur im Sicheren Netz der KVen werden die Daten allen Beteiligten auf einer gemeinsamen Plattform, dem eImpfpass, zur Verfügung gestellt.

Vorteile für Ihre Praxis

  • Vollständige Transparenz über die Impfdaten der Patienten
  • Einfache Handhabung durch Einsatz einer zertifizierten Impfsoftware im Praxisverwaltungssystem
  • Innovative Serviceleistung für Patienten
  • Unterstützung des Qualitätsmanagements in der Praxis
  • Unterstützung eines revisionssicheren Impfmanagements

Dokumente zum Download der AOK PLUS (Sachsen)

Teilnahme-Voraussetzungen

Als Vertragsarzt der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in Sachsen können Sie den eImpfpass nutzen, wenn Sie

  • ein KV-Connect-Konto und einen KV-SafeNet-Zugang oder eine TI-Anbindung besitzen und 
  • eine Impfmanagementsoftware nutzen, welche für den eImpfpass zertifiziert ist und die Regelungen der STIKO und in Sachsen zusätzlich der SIKO berücksichtigt.

Eine für den eImpfpass geeignete Impfmanagementsoftware beziehen Sie über Ihren Praxisverwaltungssystem-Hersteller. Sprechen Sie ihn auf den eImpfpass an.

Seien Sie dabei, wenn die AOK PLUS Impfgeschichte schreibt!

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Häufig gestellte Fragen und Antworten zum eImpfpass

Die Software, derzeit nur ImpfDocNE, bietet die Möglichkeit, den elektronischen Impfausweis (eImpfpass) direkt in Ihrem Praxisverwaltungssystem (PVS) zu managen. Abhängig von der jeweiligen KV-Region erhalten Sie Impfempfehlungen. Sie erkennen auf einen Blick, ob es sich um Regelleistungen, Satzungsleistungen oder um eine Privatleistung handelt. Auch Lagerhaltung und Impfstoffverbrauch können mit der Software dokumentiert werden.

Der Vorteil des eImpfpasses für den Arzt ist der Gesamtüberblick über durchgeführte Impfungen bei seinem Patienten durch das Zusammenführen "alter" Impfdaten, Abrechnungsdaten und auch die Anzeige von Impfungen, welche in anderen Arztpraxen durchgeführt wurden.
Ein großer Vorteil liegt auf Seiten des Versicherten/Patienten, da er seinen Impfpass in elektronischer Form zur Verfügung hat. Somit kann er z.B. auch im Notfall, bei einem fremden Arzt oder im Ausland, sofern er ein Smartphone mitführt – jederzeit seinen Impfstatus transparent darlegen. Außerdem wird eine Erinnerungsfunktion zur Fälligkeit von Impfungen integriert.

Die Abrechnung erfolgt mit der Honorarabrechnung über die Gesamtvergütung Ärzte.
Die zu zahlende Vergütung wird regelmäßig vom eImpfpass-Server ausgelesen und der Vergütungsbetrag je Arzt ermittelt. Diese Auswertung ist Grundlage für die Vergütung der Ärzte.
Die jeweilige KV setzt den errechneten Betrag direkt der Honorarabrechnung zu.

Die Kosten für ImpfDocNE sind auf der Internetseite der GZIM veröffentlicht, wie auch die zur Zeit kompatiblen PVS.
Die Strukturpauschale sowie die Vergütung der Eintragung und Qualifizierung von Impfungen soll für Ärzte ein Anreiz sein, in die Anschaffung der Software zu investieren. Zusätzliche Software-Funtktionen wie Lagerbestandsführung, Rezeptschreibung über die Software und Recall-Funktionalität sind ein Bonus für die Arztpraxis.

Wenn ein Arzt schon alle Impfungen in ImpfdocNE erfasst hat, aber bisher noch nicht am eImpfpass teilgenommen hat, dann gilt die Erfassung der Impfung im eImpfpass wie ein Impfnachweis und wird entsprechend zusätzlich vergütet.Die Ärzte die ImpfdocNE bereits nutzen, brauchen die erfassten Daten nur als eImpfpässe mit anlegen.

Wir haben keine Einschränkung im Sinne einer Datumsgrenze bei der Zählung von Impfnachweisen. Wichtig ist, dass der eImpfpass vollständig ist. Die Impfungen könnten somit auch 30 Jahre zurückliegen.

Versicherte können papierlos (mit automatischer Synchronisation zu ImpfDocNE) über die Onlinegeschäftsstelle (OGS) der AOK PLUS Ihre Teilnahme am eImpfpass erklären.
Der Versicherte hat auch die Möglichkeit sich über den Arzt in den eImpfpass einzuschreiben. Die Teilnahmeerklärung wird direkt vom Programm ImpfdocNE zum Ausdrucken zur Verfügung gestellt. Nach Unterschrift des Versicherten verbleibt die Teilnahmeerklärung in der Arztpraxis. Auf die Daten kann der Versicherte selbst nur in der Onlinegeschäftsstelle (OGS) zugreifen.

Der eImpfpass ist derzeit lediglich über die OGS sowie in der Praxis teilnehmender Ärzte abrufbar. Der eImpfpass kann unkompliziert als pdf auf mobilen Endgeräten, wie Smartphone oder Tablet, gespeichert werden. Eine mobile Lösung ist in Arbeit.

Kinder können von Geburt an am eImfpass teilnehmen. Die Erziehungsberechtigten unterschreiben entsprechend für die Teilnahme und können über die OGS den eImpfpass ihres familienversicherten Kindes einsehen/pflegen.

14 Tage nach Beendigung der Teilnahme am eImpfpass werden Impfdaten sowie der eImpfpass vom eImpfpass-Server gelöscht. Impfungen in der Arztsoftware bleiben davon unberührt.

Patienten aus dem eImpfpass ausschreiben - kann sowohl der Arzt als auch die AOK nicht. Der versicherte Patient kann nur selbst in der OGS die Teilnahme an seinem eImpfpass beenden. Der Versicherte wird im Teilnehmerverzeichnis des eImpfpass-Servers gelöscht. Die AOK PLUS hat keinen Zugang zu Impfdaten Ihrer Versicherten in der OGS. Lediglich auf Abrechnungsdaten der Ärzte von durchgeführten Impfungen kann die AOK zugreifen. Diese werden im eImpfpass des jeweiligen Versicherten mit eingespielt.

Der eImpfpass wird zunächst exklusiv für die AOK PLUS-Versicherten angeboten. Die IT-Infrastruktur bietet jedoch die Möglichkeit, dass langfristig auch andere Krankenkassen die Funktionalität nutzen könnten. Bei einem Kassenwechsel könnte der Versicherte perspektivisch so seinen eImpfpass "mitnehmen"

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