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Rahmenvorgaben für Arzneimittel

Der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung beschließen jedes Jahr bis zum 30. September die „Rahmenvorgaben für die Gestaltung der regionalen prospektiven Arznei- und Heilmittel-Vereinbarungen“. Grundlage ist das Sozialgesetzbuch V (SGB V), § 84.

Ausgabenvolumen wird regional vereinbart

Auf dieser Grundlage vereinbaren bis zum 30. November desselben Jahres die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Verbände der Krankenkassen auf Landesebene das Ausgabenvolumen mit den Wirtschaftlichkeitszielen für Arznei- oder Heilmittel, das Ärzten im folgenden Kalenderjahr zur Verfügung steht.

Die Rahmenverträge zur Arzneimittelversorgung finden Ärzte, Apotheker und pharmazeutische Unternehmer unter anderem auf der Website des GKV-Spitzenverbands.

Übersicht Rahmenvorgaben

Für das Jahr 2020 rechnen die Verhandlungspartner mit Ausgabensteigerungen von bundesweit 4,2 Prozent. Dieser Wert setzt sich aus folgenden Faktoren zusammen:

  • Preisentwicklung bei Arzneimitteln, ohne Rabattverträge (minus 0,1 Prozent)
  • Veränderungen der gesetzlichen Leistungspflicht (0 Prozent)
  • Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (0 Prozent)
  • erwartete Mehrausgaben für innovative Arzneimittel (plus 4,0 Prozent)
  • Ausgabensteigerungen infolge der Verlagerung von Arzneimitteltherapien vom stationären in den ambulanten Bereich (plus 0,3 Prozent).

Für das Jahr 2019 werden die bundesweit zu bewertenden Anpassungsfaktoren auf plus 4,1 Prozent festgelegt und liegen damit höher als der erwartete Wert von 3,7 Prozent.

Rahmenvorgaben Arzneimittel 2020

Für das Jahr 2019 rechnen die Verhandlungspartner mit Ausgabensteigerungen von bundesweit 3,7 Prozent. Dieser Wert setzt sich aus folgenden Faktoren zusammen:

  • Preisentwicklung bei den Arzneimitteln, ohne Rabattverträge (minus 0,4 Prozent)
  • Veränderungen der gesetzlichen Leistungspflicht (plus 0,1 Prozent)
  • Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (0 Prozent)
  • erwartete Mehrausgaben für innovative Arzneimittel (plus 3,7 Prozent)
  • Ausgabensteigerungen infolge der Verlagerung von Arzneimitteltherapien vom stationären in den ambulanten Bereich (plus 0,3 Prozent).

Für das Jahr 2018 bleiben die bundesweit zu bewertenden Anpassungsfaktoren bei plus 3,2 Prozent. Das Sonderausgabenvolumen für die Behandlung der chronischen Hepatitis C mit den dafür ab dem 1. April 2014 neu zugelassenen Arzneimitteln wird auf Bundesebene nicht angepasst.

Rahmenvorgaben Arzneimittel 2019

Für das Jahr 2018 rechnen die Verhandlungspartner mit Ausgabensteigerungen von bundesweit 3,2 Prozent. Dieser Wert setzt sich aus folgenden Faktoren zusammen:

  • Preisentwicklung bei den Arzneimitteln, ohne Rabattverträge (minus 0,1 Prozent)
  • Veränderungen der gesetzlichen Leistungspflicht (0 Prozent)
  • Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (0 Prozent)
  • erwartete Mehrausgaben für innovative Arzneimittel (plus 2,9 Prozent)
  • Ausgabensteigerungen infolge der Verlagerung von Arzneimitteltherapien vom stationären in den ambulanten Bereich (plus 0,4 Prozent).

Davon ausgenommen bleibt weiterhin das bereits 2015 gebildete "Sonderausgabenvolumen Hepatitis C". Auch 2018 werden diese Sonderausgaben unter den oben genannten Anpassungsfaktoren nicht berücksichtigt. Das Volumen wird außerdem als absoluter Betrag ausgewiesen:

  • Sondervolumen für die Hepatitis-C-Therapie 2017: 450 Millionen Euro

Rahmenvorgaben Arzneimittel 2018

Für das Jahr 2017 rechnen die Verhandlungspartner mit Ausgabensteigerungen von bundesweit 3,3 Prozent. Das entspricht etwas mehr als einer Milliarde Euro. Dieser Wert setzt sich aus folgenden Faktoren zusammen:

  • Preisentwicklung bei den Arzneimitteln, ohne Rabattverträge (minus 0,4 Prozent)
  • Veränderungen der gesetzlichen Leistungspflicht (0 Prozent)
  • Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (0 Prozent)
  • erwartete Mehrausgaben für innovative Arzneimittel (plus 3,2 Prozent)
  • Ausgabensteigerungen infolge der Verlagerung von Arzneimitteltherapien vom stationären in den ambulanten Bereich (plus 0,5 Prozent).

Davon ausgenommen bleibt weiterhin das bereits 2015 gebildete "Sonderausgabenvolumen Hepatitis C". Auch 2017 werden diese Sonderausgaben unter den oben genannten Anpassungsfaktoren nicht berücksichtigt. Das Volumen wird außerdem als absoluter Betrag ausgewiesen:

  • Sondervolumen für die Hepatitis-C-Therapie 2017: 500 Millionen Euro

Rückwirkend wurden die bundesweit zu bewertenden Anpassungsfaktoren mit 3,1 Prozent niedriger bewertet als Ende 2015 vorhergesehen (3,7 Prozent). Dies geht in erster Linie auf den neu bewerteten Faktor "Preisentwicklung" zurück (minus 0,9 statt minus 0,3 Prozent). Hinzu kommt der regional zu bestimmende Faktor zu Zahl- und Altersstruktur von 1,1 Prozent im Bundesdurchschnitt (prospektiv auf 0,8 Prozent angesetzt). Bei den Sonderausgaben für die neu zugelassenen Arzneimittel zur Behandlung der chronischen Hepatitis C rechnen die Verhandlungspartner für 2016 mit einem Volumen von 700 Millionen Euro (ohne gesetzliche Zuzahlungen und Rabatte).

Rahmenvorgaben Arzneimittel 2017

Das Ausgabenvolumen steigt im Jahr 2016 bundesweit um 3,7 Prozent. Dieser Wert setzt sich aus folgenden Faktoren zusammen:

  • Preisentwicklung bei den Arzneimitteln, ohne Rabattverträge (minus 0,3 Prozent)
  • Veränderungen der gesetzlichen Leistungspflicht (0 Prozent)
  • Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (0 Prozent)
  • erwartete Mehrausgaben für innovative Arzneimittel (plus 3,5 Prozent)
  • Ausgabensteigerungen infolge der Verlagerung von Arzneimitteltherapien vom stationären in den ambulanten Bereich (plus 0,5 Prozent).

Auf Landesebene verhandeln die Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) noch weitere Faktoren, so zum Beispiel indikationsbezogene Zielvereinbarungen und Wirtschaftlichkeitsreserven. Für den regional zu bestimmenden Faktor "Zahl und Altersstruktur der Versicherten" ist 2016 im Bundesdurchschnitt von einer Anpassung von plus 0,8 Prozent auszugehen. Auf dieser Grundlage treffen die Landesverbände der Kassen und die KVen die regionalen Arzneimittelvereinbarungen.

Von der Steigerung ausgenommen ist das bereits 2015 gebildete "Sonderausgabenvolumen Hepatitis". Auf diese neuen Therapiemöglichkeiten waren die Kostensteigerungen für Arzneimittel bereits 2014 und 2015 maßgeblich zurückzuführen. Auch für 2016 werden diese Sonderausgaben nicht unter den oben genannten Anpassungsfaktoren berücksichtigt - also auch nicht unter "Einsatz innovativer Arzneimittel". Dieses Sonderausgabenvolumen wird getrennt als absoluter Betrag ausgewiesen:

  • Sondervolumen für die Hepatitis-C-Therapie in 2015: 1,4 Milliarden Euro

Für das Jahr 2015 haben die Bundesvertragspartner die Rahmenvorgaben für Arzneimittel rückwirkend um plus 1,7 Prozent angehoben. Zusätzlich wurde die Prognose für das Sonderausgabenvolumen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro für die neu zugelassenen Arzneimittel zur Behandlung der chronischen Hepatitis C aufgrund der tatsächlichen Kostenentwicklung bestätigt.

Rahmenvorgaben Arzneimittel 2016

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