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06.12.2022 Pflege-Löhne liegen über zwei Prozent höher als 2021

News Pflege

Laut einer bundesweiten Auswertung der AOK sind die durchschnittlichen Stundenlöhne in den tarifgebundenen Pflegeeinrichtungen im Vorjahresvergleich um 2,36 Prozent gestiegen. Allerdings förderte die AOK-Analyse auch nach wie vor große Probleme bei der praktischen Umsetzung der neuen Tarifregeln zutage.

Weibliche Pflegekraft tastet den Bauch einer älteren Frau die im Bett liegt
iStockphoto.com/yacobchuk

Online-Übersicht der AOK

Die Regelungen zur Tariftreue in der Pflege zeigen erste Wirkung. Laut einer bundesweiten Auswertung der AOK sind die durchschnittlichen Stundenlöhne in den tarifgebundenen Pflegeeinrichtungen im Jahresvergleich um 2,36 Prozent auf 20,37 Euro gestiegen. Allerdings variieren die Zahlen regional und liegen zwischen 18,79 Euro in Mecklenburg-Vorpommern und 21,05 Euro in Nordrhein-Westfalen.

In der Online-Übersicht der AOK sind auch die Entlohnungsniveaus der einzelnen Beschäftigtengruppen ablesbar. Der durchschnittliche Stundenlohn für Hilfspersonal liegt jetzt bei 17,03 Euro, das sind 2,53 Prozent mehr als 2021. Pflegeassistenzpersonal mit mindestens einjähriger Ausbildung bekommt nun durchschnittlich 19,05 Euro, Fachpersonal mit mindestens dreijähriger Ausbildung mit 23,38 Euro 2,86 Prozent pro Stunde mehr. Angemessene Löhne sind wichtig, um die Attraktivität des Pflegeberufes zu sichern“, sagte die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes Carola Reimann. „Die Kehrseite der Medaille sind allerdings die steigenden Kosten für die professionelle Pflege. In der vollstationären Pflege führt das zu steigenden Eigenanteilen, in der ambulanten Pflege zu höheren Preisen für die Pflegeleistungen.“

Steigende Eigenanteile in der vollstationären Pflege

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) hatte vor zwei Wochen Daten zur steigenden Kostenbelastung veröffentlicht. Danach lagen die sogenannten einrichtungseinheitlichen Eigenanteile (EEE) in der vollstationären Pflege Mitte November 2022 im Jahresvergleich um durchschnittlich 21 Prozent höher. Die AOK bekräftigte vor diesem Hintergrund ihre Forderung nach einer Dynamisierung der Pflegeversicherungsleistungen. Außerdem sollten die Ausbildungskosten aus den EEE herausgenommen werden. Reimann prognostizierte zum Jahresende für die Pflegeversicherung ein Defizit von 1,5 Milliarden Euro. „Um die Pflegeversicherung wirksam zu entlasten, ist die Übernahme der Rentenversicherungsbeiträge von pflegenden Angehörigen durch den Bund eine zentrale Maßnahme, die die Ampel-Koalition endlich angehen sollte“, forderte sie.

Große Probleme bei Umsetzung der Tariftreue-Regelungen

Die AOK-Analyse förderte auch nach wie vor große Probleme bei der praktischen Umsetzung der neuen Tarifregeln zutage: 2.317 an einen Tarif oder an eine kirchliche Arbeitsrechtsregelung gebundene Einrichtungen hätten keine plausiblen Rückmeldungen abgegeben. 2.456 weitere Pflegeeinrichtungen, die laut eigener Angaben an einen Tarif oder an eine kirchliche Arbeitsrechtsregelung gebunden seien, hätten trotz gesetzlicher Verpflichtung bisher gar keine Meldung an die Pflegekassen geschickt.

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